Die Kinderdolmetscher - dein Kind verstehen
Claudia Schwarzlmüller und Jana Altmann

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- Wann ist eine diagnostische Abklärung für dein Kind sinnvoll – und wie gehst du mit Unsicherheit um? In dieser Nachgefragt-Ausgabe beantworten Claudia und Jana drei Elternfragen rund um Diagnosen. Es geht um Leidensdruck, Masking, Vertrauen in die Diagnostik im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) und die Frage, ob ADHS- oder Autismusdiagnosen dauerhaft gelten. Im Mittelpunkt steht: dein Kind beobachten, Sorgen fachlich besprechen und nicht selbst diagnostizieren.
- Diagnosen und vermeintliche Diagnosen begegnen Eltern heute gefühlt überall. Vor allem auf
Social Media reichen manchmal schon fünf vermeintliche Anzeichen und plötzlich fragt man sich:
Moment mal … trifft das nicht auch auf mein Kind zu?
Aber wann wird aus „Mein Kind ist eben so“ tatsächlich etwas, bei dem wir genauer hinschauen
sollten? Und wann suchen wir vielleicht nach einer Diagnose für Verhalten, das noch völlig im
Rahmen kindlicher Entwicklung liegt?
In dieser Folge sprechen Diplom-Kinderpsychologin Claudia und Journalistin Jana darüber, wie
seriöse Diagnostik überhaupt funktioniert. Ihr erfahrt unter anderem, wo Eltern bei einem echten
Verdacht überhaupt anfangen können, wie eine Diagnostik abläuft, ab welchem Alter genaueres
Hinschauen sinnvoll sein kann und wie man mit einem Kind über eine Diagnose spricht, ohne ihm
das Gefühl zu geben, mit ihm sei etwas „falsch“.
Außerdem wird es ziemlich selbstkritisch: Suchen wir Eltern manchmal nach einer Erklärung, weil
sie uns von der unangenehmeren Frage entlastet, ob wir selbst etwas im Alltag verändern
müssten? Warum sind Social-Media-Selbstdiagnosen so populär? Und wie verhindern wir auf der
anderen Seite, dass berechtigte Diagnosen verwässern und genau die Kinder weniger
Unterstützung bekommen, die sie dringend brauchen?
Eine wichtige Folge, aus der ihr hoffentlich viel mitnehmen könnt. Denn, wie Claudia so schön
sagt: Eine Diagnose ist eine Landkarte. Aber sie darf niemals die Mauer um ein Kind werden.
Viel Freude beim Zuhören!
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[Hier findet ihr uns auf Instagram](https://www.instagram.com/diekinderdolmetscher.podcast/) #67 Das zweite Baby – was diesmal alles anders ist mit Hebamme Sissi Rasche
19.09.2026 | 1 Std. 11 Min.Beim ersten Kind ist Schwangerschaft noch: müde? Ab aufs Sofa. Wochenbett? Ab ins Bett. Und wenn die Geburt losgeht? Dann fährt man eben los.
Beim zweiten Kind ist da dann aber „leider“ noch… ein Kind. ;)
Und genau deshalb haben wir uns für diese Folge jemanden eingeladen, der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wirklich aus allen Perspektiven kennt: Hebamme, vierfache Mama und Podcast-Kollegin Sissi Rasche. Sie hat weit über 500 Babys auf ihrem Weg in die Welt begleitet – und weiß ziemlich genau, an welchen Stellen die Theorie spätestens mit einem Kleinkind zu Hause an ihre Grenzen kommt.
Claudia als Diplom-Kinderpsychologin, Jana als Mama und Sissi als Hebamme sprechen darüber, warum man sich schon in der zweiten Schwangerschaft viel früher ein Dorf bauen sollte und ob es den „perfekten“ Abstand zwischen Geschwistern aus körperlicher Sicht gibt.
Und dann kommt das zweite Wochenbett: Werden Nachwehen wirklich mit jedem Kind schlimmer? Lieber möglichst schnell zurück ins eigene Bett oder noch ein paar Tage Klinik? Wie viel Hilfe braucht eine Familie jetzt tatsächlich? Und wie schafft man es, sich körperlich zu erholen, wenn neben dem Neugeborenen noch jemand „MAMAAA!“ ruft?
Jana erzählt, warum ihr Plan „Für meinen Großen soll sich durch das Baby nichts verändern!“ ungefähr bis zur ersten Einschlafbegleitung nach Geburt gehalten hat – und warum die Liebe zu Hause, genau wie bei Vierfach-Mama Sissi, trotzdem mehr geworden ist und nicht weniger.
Sissi erklärt, warum man das Wochenbett eigentlich genauso planen sollte wie die Geburt – und warum ausgerechnet jetzt vielleicht nicht der perfekte Zeitpunkt für Schnullerentwöhnung, neues Bett und fünf weitere Veränderungen beim großen Kind ist. Dazu sprechen wir darüber, wie Geschwister von Anfang an einbezogen werden können und warum manchmal schon die kleinen gemeinsamen Momente reichen. ❤️- In diesem „Nachgefragt“ beantworten wir wieder drei eurer Fragen – diesmal rund um Erinnerungen, Streit vor Kindern und ein Baby, das Autofahren ungefähr so entspannend findet wie eine Wurzelbehandlung.
Kann sich ein zweijähriges Kind wirklich schon Wochen später an Erlebnisse erinnern, obwohl die autobiografische Erinnerung erst später entsteht? Was bleibt bei Kindern hängen, wenn Eltern vor ihnen streiten – und kann eine sichtbare Versöhnung helfen? Und leidet das Urvertrauen eines Babys, wenn es bei jeder Autofahrt weint, obwohl Mama und Papa alles versuchen?
Claudia erklärt, warum Erinnern kein Schalter ist, der mit drei Jahren plötzlich umgelegt wird, weshalb unser Gehirn negative Erlebnisse besonders zuverlässig abspeichert und warum Konflikte vor Kindern nicht automatisch schlimm sind – solange sie auch erleben dürfen, wie man sich wieder verträgt.
Außerdem sprechen wir über den Moro-Reflex, die richtige Position im Autositz und Janas derzeit wertvollsten Entspannungstipp: „The Happy Song“ von Imogen Heap.🙌😊
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[Werbepartner](https://linktr.ee/KinderdolmetscherPodcast) - Warum erinnern wir uns an völlig unspektakuläre Nachmittage, einen bestimmten Geruch oder an Thomas Gottschalk (😂) – aber nicht an den aufwendig geplanten Familienausflug? In dieser Folge sprechen Claudia und Jana darüber, wie Kindheitserinnerungen entstehen, ab welchem Alter Kinder sich überhaupt autobiografisch erinnern können und was es mit der sogenannten infantilen Amnesie auf sich hat.
Außerdem geht es um den elterlichen Wunsch, ganz besondere „Core Memories“ zu erschaffen – und warum ein normaler Dienstag, ein Quatschlied beim Zähneputzen oder ein Regenwurm auf dem Parkplatz am Ende viel eher im Gedächtnis bleiben könnte als der perfekt geplante Freizeitparkbesuch. Claudia erklärt, welche Rolle Gefühle, Wiederholungen, Familienrituale und gemeinsame Erzählungen spielen, warum Fotos sogar falsche Erinnerungen erzeugen können und wie Sätze wie „Du warst schon immer schüchtern“ das Bild prägen können, das ein Kind später von sich selbst hat.
Und Jana erzählt sehr persönlich, warum sie inzwischen manche Erinnerungen an ihren eigenen Vater anders betrachtet – und wie Verständnis und Verzeihen dabei helfen können, die eigene Geschichte neu zu erzählen. Eine Folge über das, was bleibt, obwohl wir es nicht planen können – und die schöne Erkenntnis: Eine glückliche Kindheit besteht nicht daraus, dass immer alles schön war. Denn das wäre ein Werbespot und keine Familie. 😊
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Über Die Kinderdolmetscher - dein Kind verstehen
Wie denkt dein Kind? Was fühlt dein Kind? Und wie schafft ihr es, dass es euch allen als Familie gut geht, dass sich Erziehung easy anfühlt? Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Claudia Schwarzlmüller mit genau diesen Themen. Als Diplom-Kinderpsychologin hat sie jahrzehntelange Erfahrungen im Kinderbereich und in der Arbeit mit Kindern und Familien gesammelt - von Kinderpsychiatrie bis Kita. Sie ist Inhaberin einer Fortbildungsakademie, unterrichtet pädagogische Fachkräfte und teilt ihre Erkenntnisse mit Eltern: auf ihren Social Media Accounts, in ihren Online-Kursen, in ihrem Buch, in ihrer eigens gegründeten Community "Kinderdolmetscher-Club" - und jetzt auch hier in diesem Podcast. Jana Altmann führt als Mutter, Journalistin und Stand-Up Comedian mit spannenden Fragen und witzigen Anekdoten durch die Folgen. So ist jede Folge eine perfekte Mischung aus "Aha!"- und "Haha!", mit vielen praktischen Erziehungstipps, die deinen Alltag mit Kind leichter und schöner machen.
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