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Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte
Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte
Neueste Episode

17 Episoden

  • Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

    Geschwärzt und verborgen: Die geheimnisvollen Tagebücher des Fabian von Massenbach

    31.08.2026 | 42 Min.
    Was verraten private Tagebücher über Geschichte – und was passiert, wenn Teile davon bewusst unlesbar gemacht werden? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den geschwärzten Seiten eines außergewöhnlichen Nachlasses?

    In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ öffnen wir die Tagebücher des Freiherrn Fabian von Massenbach. Gemeinsam mit Dr. Rouven Pons, Leiter des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt, sprechen wir über eine der faszinierendsten Quellen zur hessischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Massenbach gehörte als Flügeladjutant zum engsten Umfeld des letzten Großherzogs von Hessen und hielt zwischen 1896 und 1948 seine Erlebnisse, Reisen, politischen Beobachtungen und persönlichen Gedanken in umfangreichen Tagebüchern fest. Als homosexueller Mann reflektierte er darin zudem seine persönlichen Beziehungen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Zwänge seiner Zeit.

    Die Aufzeichnungen eröffnen einzigartige Einblicke in das Leben am großherzoglichen Hof, die Revolution von 1918/19, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und die unmittelbare Nachkriegszeit. Gleichzeitig erzählen sie von Reisen quer durch Europa, persönlichen Beziehungen, gesellschaftlichen Konventionen und einem Menschen, dessen politische Haltung sich im Laufe der Jahrzehnte deutlich verändert.

    Besonders rätselhaft sind die zahlreichen Passagen, die Jahrzehnte nach ihrer Entstehung vom damaligen Leiter des Staatsarchivs mit schwarzer Tusche dauerhaft unkenntlich gemacht wurden. Warum geschah das? Welche Inhalte sollten verborgen bleiben? Und besteht heute noch die Hoffnung, diese Schwärzungen mit modernen technischen Methoden sichtbar zu machen?
    Außerdem erfahrt ihr, wie die rund 1.000 Seiten umfassenden französischsprachigen Tagebücher transkribiert, übersetzt und digital erschlossen wurden, warum Tagebücher für Archive eine so wertvolle Quelle darstellen und welche neuen Forschungsmöglichkeiten sich dadurch eröffnen.
    Mehr Informationen zu dieser Episode sowie zur Ausstellung „Die Massenbach-Tagebücher – Hessen zwischen Großherzogtum und Demokratie“ findet ihr auf der Website des Hessischen Landesarchivs (landesarchiv.hessen.de) sowie auf hla-media.de. Abonniert „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.

    Shownotes:
    • https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2026-06/archivnachrichten_01_2026_barrierefrei_hessisches_landesarchiv_end_i7_ow_2026-06-29.pdf, S. 51-55;
    • Bestand Fabian von Massenbach im Staatsarchiv Darmstadt (HStAD Best. D 24, Nr. 62/1-15: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=g436812
  • Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

    Seuchen, Sorge, Staatsmacht: Was historische Akten über Epidemien verraten

    31.07.2026 | 42 Min.
    Was geschieht, wenn eine Krankheit ein ganzes Dorf erfasst? Wie reagierten Obrigkeit, Ärzte und Bevölkerung lange bevor es moderne Medizin, Impfstoffe oder Gesundheitsämter gab?

    In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ werfen wir gemeinsam mit Dr. Karsten Ude (Archivschule Marburg) einen Blick auf den Umgang mit Epidemien in der Frühen Neuzeit. Ausgangspunkt ist ein außergewöhnlicher Aktenbestand aus dem Hessischen Landesarchiv: Im Jahr 1786 erfasst eine rätselhafte Krankheit das nordhessische Dorf Balhorn. Innerhalb weniger Wochen erkrankt ein Großteil der Bevölkerung – und die landgräfliche Verwaltung reagiert erstaunlich schnell.

    Anhand der historischen Quellen verfolgen wir, wie Ärzte, Behörden und Apotheker zusammenarbeiteten, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit ergriffen wurden und welche Vorstellungen die Medizin damals prägten. Dabei geht es um Quarantäne, Ernährung, Arzneien und die Viersäftelehre ebenso wie um die Frage, weshalb viele Maßnahmen trotz fehlenden Wissens über Krankheitserreger erstaunlich vertraut wirken.

    Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie Archive nicht nur große historische Ereignisse dokumentieren, sondern auch den Alltag vergangener Krisen sichtbar machen. Die Akten erzählen von staatlichem Handeln, medizinischem Wissen und den Lebensbedingungen der Menschen – und schlagen zugleich eine überraschende Brücke zu unseren Erfahrungen während der Corona-Pandemie.

    Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de sowie auf hla-media.de. Abonniert „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.

    Shownotes:
    • https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2026-06/archivnachrichten_01_2026_barrierefrei_hessisches_landesarchiv_end_i7_ow_2026-06-29.pdf
    , S. 11-14
    • Akte zum Fall Balhorn im Staatsarchiv Marburg (HStAM Bestand 5 Nr. 970: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1412974)
    • https://flexikon.doccheck.com/de/Humoralpathologie
    • https://home.uni-leipzig.de/helium/Querdenker/Referate2025/Humoralpathologie%20Handout.pdf
  • Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

    Gefährdete Geschichte: Wie Archive Akten retten und bewahren

    30.06.2026 | 53 Min.
    Was passiert, wenn Geschichte buchstäblich unter Wasser gerät? Und wie lassen sich Akten, Urkunden und Dokumente bewahren, wenn Feuer, Schimmel, Schädlinge oder Papierzerfall sie bedrohen?

    In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ geht es um ein Thema, das oft im Hintergrund bleibt, für Archive aber unverzichtbar ist: die Bestandserhaltung. Gemeinsam mit Dr. Sabine Fees aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg sprechen wir darüber, wie gefährdete Unterlagen gesichert, gereinigt, verpackt und langfristig nutzbar gemacht werden.

    Ausgangspunkt ist eine Katastrophe in Bad Hersfeld: In der Nacht vom 19. Juli 1956 trat nach starken Regenfällen die Geis über die Ufer. Die Altstadt wurde überflutet, Keller liefen voll – darunter auch das Landratsamt Hersfeld. Dort gelagerte Akten versanken in Wasser und Schlamm. Betroffen waren nicht nur Verwaltungsunterlagen, sondern auch Quellen zur Geschichte einer ganzen Region: Akten aus der Nachkriegszeit, Unterlagen zu Schulen, Gesundheit, Verkehr, Wahlen, Ein- und Ausbürgerungen und zur besonderen Lage des Kreises an der innerdeutschen Grenze.

    Die Folge zeigt, wie schwierig der Umgang mit solchen beschädigten Beständen ist. Durchnässte Akten können verblocken, verschimmeln und dadurch für die Nutzung gesperrt werden. Am Beispiel des Landratsamts Hersfeld wird deutlich, welche Maßnahmen notwendig sind, um beschädigte Unterlagen zu retten – von Reinigung und Neuverpackung über die Zusammenarbeit mit Dienstleistern bis hin zur Massenentsäuerung gegen den fortschreitenden Papierzerfall.

    Doch Bestandserhaltung beginnt nicht erst im Katastrophenfall. Auch Klima, Staub, Verpackung, Lagerung und Schädlingsmanagement spielen eine zentrale Rolle. Deshalb geht es in der Folge auch um Papierfischchen, Quarantäneboxen, Integrated Pest Management (IPM) und die Frage, wie Archive verhindern, dass wertvolle Unterlagen überhaupt erst Schaden nehmen.

    Die Folge macht deutlich: Bestandserhaltung ist eine dauerhafte Aufgabe – analog wie digital. Sie sorgt dafür, dass Geschichte nicht verloren geht, sondern auch in Zukunft erforscht, verstanden und weitergegeben werden kann.

    Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de sowie auf hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.

    Shownotes:

    Bestandserhaltung: Ein Ratgeber für Verwaltungen, Archive und Bibliotheken: https://archivberatung.hessen.de/sites/archivberatung.hessen.de/files/2022-11/Bestandserhaltung-2019-online_0.pdf

    Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts - Wissensdatenbank: https://www.kek-spk.de/wissensdatenbank

    Archivberatung Hessen: https://archivberatung.hessen.de/

    Fees, Sabine: Wenn Geschichte im Hochwasser versinkt – Ein 70 -jähriges Bestandserhaltungsprojekt: Archivnachrichten aus Hessen, Ausgabe 2026/1
  • Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

    Verfälscht und verbreitet: Fake News aus vergangenen Jahrhunderten

    31.05.2026 | 42 Min.
    Was haben gefälschte Urkunden aus dem Mittelalter mit heutigen Fake News gemeinsam? Und wie helfen uns Archive dabei, historische Fakten von bewussten Falschmeldungen zu unterscheiden?

    In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir mit Dr. Anna Krabbe vom Staatsarchiv Darmstadt über Fake News in Geschichte und Gegenwart. Ausgangspunkt sind überraschende Beispiele aus archivalischen Quellen, von dem Gerücht, George Washington sei eine Frau gewesen, über die angeblich überlebende Zarentochter Anastasia bis zur Behauptung, die Nationalsozialisten hätten die Autobahn erfunden.

    Dabei wird deutlich, dass Falschmeldungen kein Phänomen des digitalen Zeitalters sind. Schon in früheren Jahrhunderten wurden Informationen verfälscht und umgedeutet, sodass sich Geschichten gezielt verbreiteten. Anhand von Überlieferungen aus Hessen zeigt die Folge, wie sich solche Behauptungen nachvollziehen lassen und welche historischen Interessen dahinterstanden.

    Außerdem geht es um die Frage, wie Archive helfen können, Fake News zu entlarven. Sie ermöglichen es, Aussagen zu überprüfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und historische Entwicklungen genauer einzuordnen.

    Eine Folge für alle, die erfahren möchten, wie sich Wahrheit und Fälschung in historischen Quellen begegnen und warum Archive eine wichtige Rolle im Umgang mit Desinformation spielen.

    Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de sowie auf hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.

    Shownotes:
    Archivnachrichten aus Hessen: "Fakes und (F)Akten - Archive als Orte der Verlässlichkeit?" https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2025-12/archivnachrichten_02_2025_barrierefrei_hessisches_landesarchiv_end_ow_2025-12-11.pdf, S. 18-22

    Anastasia Romanowa Anastasia Romanowa: Es gibt einige Verfilmungen, die meist davon handeln, dass Anna Anderson Anastasia sein könnte.
    Schtonk! Ist eine deutsche Filmkomödie von Helmut Dietl über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern 1983.

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland: https://www.bsi.bund.de/DE/Home/home_node.html
  • Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

    Zwischen Schutz und Aufklärung: Verantwortung im Umgang mit belastenden Unterlagen

    27.04.2026 | 44 Min.
    Was passiert mit Unterlagen, die für Betroffene belastend sein können? Wie gehen Archive mit sensiblen Informationen um, etwa zu Verfolgung, Diskriminierung oder persönlichen Schicksalen? Und welche Verantwortung tragen Archive, wenn sie solche Quellen bewahren und zugänglich machen?

    In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir über den Umgang mit belastenden Unterlagen im Archiv. Gemeinsam mit Andrea Heck, zuständig für Themen der Erschließung und des Gesundheitsmanagements im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt sowie dem Archivleiter des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main, Johannes Bermann-Schön, werfen wir einen Blick auf Dokumente, die schwierige und oft schmerzhafte Kapitel der Geschichte überliefern.
    Dabei geht es um Quellen, die von staatlichem Handeln ebenso zeugen wie von individuellen Lebensgeschichten. Solche Unterlagen können für Forschung und Aufarbeitung von großer Bedeutung sein. Gleichzeitig stellen sie Archive immer wieder vor die Frage, wie sich der Zugang zu diesen Materialien verantwortungsvoll gestalten lässt.

    Wir sprechen darüber, welche rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen und wie Archive zwischen Transparenz, Schutz der Persönlichkeitsrechte und historischer Aufklärung abwägen.

    Eine Folge für alle, die erfahren möchten, welche Herausforderungen mit sensiblen Archivbeständen verbunden sind und wie Archive mit der Verantwortung umgehen, schwierige Geschichte zu bewahren.

    Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de und hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.
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Über Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte
Taucht ein in die Welt der Geschichte mit „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“, dem Podcast des Hessischen Landesarchivs. Moderiert von Jan-Hendrik Evers und Maria Kobold, erwartet euch ein spannender Blick hinter die Kulissen historischer Dokumente, die Jahrhunderte alte Geschichten erzählen. In strukturierten Interviews mit Expert*innen und Archivmitarbeitenden entdeckt ihr faszinierende Einblicke, überraschende Aha-Momente und bislang unerforschte Schätze. Von der Herkunft unserer Familiennamen bis hin zu historischen True-Crime-Fällen – Archive sind lebendiger, als ihr denkt! Schaltet ein, wenn wir die Türen zur Geschichte öffnen und die Vergangenheit für euch zum Leben erwecken.
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