Calvin Böckmann ist einer der aufstrebenden Vielseitigkeitsreiter Deutschlands: Mit gerade mal 24 Jahren war er Ersatzreiter bei den Olympischen Spielen in Paris, wurde Zweiter beim CHIO Aachen und ist Mannschaftseuropameister. Seit er 18 ist, ist das DOKR in Warendorf seine reiterliche Heimat – erst parallel zum BWL-Studium in Münster, jetzt als Vollzeitprofi. Was nach einem klar kalkulierten Karriereplan aussieht, ist das Ergebnis von Disziplin, Managementdenken und einer tiefen Überzeugung: Nur Pferde, die sich wirklich wohlfühlen, können Spitzenleistung bringen.
Mit Christian Kröber spricht Calvin über seinen Weg vom Ponyreiten bis ins Nationenpreis-Team, über die Herausforderungen des frühen Einstiegs in den Seniorenbereich und darüber, was es bedeutet, als junger Sportler auf Zweifler zu stoßen, die immer sagen: „Du brauchst noch Zeit." Er erzählt, wie er den Alltag mit sieben Pferden strukturiert, warum datenorientierte Trainingsplanung für ihn selbstverständlich ist, und was seine Stute Ali und sein Ausnahmepferd „Fanti" – The Phantom of the Opera – ihm täglich beibringen.
Ein offenes Gespräch über Ambitionen, Entbehrungen, die Bindung zwischen Pferd und Reiter – und den Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.