547 Episoden
News 40/26: OpenAI DevDay // Dots // Sol 6.1 // Sonnet 5.5 // State of Devs // Einstiegsjobs im Sinkflug
01.10.2026 | 47 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Über 20 Ankündigungen an einem einzigen Tag: Jan war beim Livestream des OpenAI DevDays dabei und nimmt uns mit durch das komplette Paket. Danach schauen wir mit Dennis auf den State of Devs 2026 und darauf, warum Berufseinsteiger:innen in Deutschland gerade so schwer Fuß fassen. Zum Schluss geht es um eine Maus, die vibriert.
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Mit Claude Sonnet 5.5 hat Anthropic kurz nach Opus 5.5 die 5.5-Familie erweitert. Das Modell ist über 30 % schneller als Sonnet 5 und kostet pro Aufgabe bis zu 30 % weniger. In der Praxis heißt das für uns: Opus 5.5 für Brainstorming und Plan, Sonnet 5.5 fürs Umsetzen klar abgesteckter Aufgaben.
Mit Dots bringt OpenAI zum DevDay immer laufende Personal Agents, die auf GPT-6 Astra basieren und einen eigenen Rechner in der Cloud mitbringen. Dazu kommen ChatGPT Space als gemeinsamer Arbeitsraum für Teams, ChatGPT und Dots, das günstigere GPT-6.1 Sol samt Ultrafast-Tier, OpenAI Private Intelligence für sensible Daten, Codex in der Cloud inklusive Codex Security Cloud mit Zugriff auf die Daybreak-Blue-Modelle, Sign in with ChatGPT sowie ein neuer Pro-500-Plan. Wenig davon hat man noch nie gesehen, vieles davon deutlich polierter als bei denen, die es vorher probiert haben.
Danach berichtet Dennis über den State of Devs 2026. Der Gesamteindruck ist deutlich: Es gibt spürbar mehr Unsicherheit als früher und 2026 dürfte als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem sich AI nicht mehr umschiffen ließ.
Wie sich das konkret auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt, zeigt eine Auswertung des Indeed Hiring Lab: Einstiegsjobs lagen im Juli 2026 rund 46 % unter dem Niveau von 2019, im Bereich IT-Anwendungen und -Lösungen sogar 77 % darunter. Ausbildungs- und duale Stellen halten sich dagegen stabil.
Zum Abschluss noch etwas Erfreuliches aus einer Ecke, aus der es Jan nicht erwartet hätte: Microsoft bringt haptisches Feedback auf die Maus.
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Was entscheidet wirklich über ein Job Interview und warum sitzen am Ende beide Seiten in derselben Prüfungssituation? Darüber sprechen Dennis und Dave mit Philipp Hauer, Head of Engineering bei commercetools. Philipp ist seit zehn Jahren im Commerce-Umfeld unterwegs, vom Backend-Entwickler bis in die Leadership-Rolle, und kennt Bewerbungsgespräche inzwischen von beiden Seiten des Tisches.
Zum Einstieg ordnet Philipp ein, wie sich Interviews in den letzten Jahren verschoben haben. Technische Fähigkeiten abzuklopfen ist nur noch ein Teil der Übung. Mindestens genauso viel Zeit geht in die Frage, wie jemand denkt, kommuniziert und mit Situationen umgeht, für die es keine vorbereitete Antwort gibt.
Für alle, die gerade einen Job suchen, hat Philipp einen klaren Rat: Zeigt nicht nur, was ihr könnt, sondern vor allem, wie ihr zu einer Lösung kommt. Wer das eigene Vorgehen erklären und dabei ehrlich mit Unsicherheiten umgehen kann, kommt meist weiter als jemand, der die perfekte Antwort auswendig gelernt hat.
Danach drehen wir die Perspektive um. Philipp erzählt, worauf er selbst achtet, wenn er Kandidat:innen gegenübersitzt, warum ein Interview keine Einbahnstraße ist und wie Teams ihren Prozess so bauen, dass er wirklich etwas misst. Zum Schluss schauen wir darauf, wohin sich Hiring bewegt, wenn Unternehmen ihre Auswahlprozesse stärker an Daten ausrichten.
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Musik: Hanimo News 39/26: Jev von TypeSafe AI // Opus 5.5 & GPT-6 // Plugin4Shell // JetBrains Air // Googlebook OS
24.09.2026 | 53 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Diese Woche geht es um zwei Modell-Releases an einem Tag, um Jev, ein Modell, das bewusst kein LLM ist, um die erste Supply-Chain-Lücke im Agenten-Ökosystem, um JetBrains’ neue Air-Familie und um Googlebook, den Nachfolger des Chromebooks.
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Den Auftakt für diese Folge machen die großen Anbieter: Anthropic hat Claude Opus 5.5 veröffentlicht, das laut eigenen Angaben bei den meisten Aufgaben mit dem teureren Fable 5.1 gleichzieht. Wenige Stunden später hat OpenAI mit GPT-6 Sol und GPT-6 Luna nachgelegt. Bei uns im Team waren zuletzt viele OpenAI abgewandert, weil Opus 5 im Alltag recht gesprächig war – mit 5.5 könnte das Pendel wieder zurückschwingen.
Die Feeds übernommen hat aber Jev von TypeSafe AI, gegründet von Ex-OpenAI-Forscher Diogo Almeida. Fabi nimmt uns mit in die Idee: Jev ist ein sogenanntes System-1-Modell, das keinen Fließtext produziert, sondern nur strukturierte Entscheidungen. Dennis bleibt skeptisch, was der praktische Alltagsnutzen ist, Fabi sieht solche Modelle künftig eher unsichtbar in den Harnesses verbaut.
Garrelt bringt mit Plugin4Shell die erste Supply-Chain-Schwachstelle im Agenten-Ökosystem mit. Betroffen waren Claude Code, Codex, GitHub Copilot und Gemini CLI. Anthropic und OpenAI haben gepatcht.
Jan zeigt, wie JetBrains aus den Experimenten der letzten Monate ein System macht: Air ist jetzt die Dachmarke für Air in den IDEs, Air Teams für geteilte Agenten-Sessions, Air Governance für Policies und Kostenkontrolle sowie Air Context als Wissensschicht über dem Repository.. Über das Agent Client Protocol lassen sich Claude Agent, Codex, Junie oder andere Agents gleichberechtigt einbinden. JetBrains verkauft damit das Meta-Tooling statt eines eigenen Agents und genau das unterscheidet Air von Tools, die fest an ihrem AI-Produkt hängen.
Zum Schluss Googlebook, der Nachfolger der Chromebooks: Google liefert mit Googlebook OS ein Android-basiertes Betriebssystem und macht den Herstellern klare Vorgaben, von 16 GB RAM bis zur eigenen Gemini-Taste. Bei Preisen ab rund 1.000 Euro fragen wir uns allerdings, wer die Geräte kaufen soll.
Vertagt haben wir Thorsten Balls viralen Blogpost zu seinen Prognosen für die Entwickler:innenwelt in Zeiten von AI. Passenderweise ist Thorsten Speaker auf der programmier.con im November und dort könnt ihr mit ihm persönlich diskutieren.
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YouTubeNews 38/26: AI-Bremse // Amp wird kostenlos // Shopify verlässt React Native // Apple Reference Image
17.09.2026 | 51 Min.Wie hat dir die Folge gefallen?
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Diese Woche geht es um den Ruf nach einer AI-Bremse aus dem Herzen der Branche, um den Coding Agent Amp, der ab sofort ohne Abo nutzbar ist, um Shopifys Doppelschlag aus Tailwind-Übernahme und Abschied von React Native sowie um Apples neuen Echtheitsnachweis für Fotos. Zum Schluss gibt es noch einen unfreiwilligen Backup-Reminder aus der Cloud.
Ihr wollt mehr davon live hören? Die programmier.con 2026 findet am 25. und 26. November in Bad Nauheim statt und die Tickets werden knapp. Wer bis Ende September bucht, bekommt noch ein T-Shirt dazu.
Anthropic-CEO Dario Amodei plädiert in seinem Essay „We Must Pace the Frontier“ dafür, das Tempo bei der Entwicklung der stärksten Modelle bewusst zu drosseln. Spannend ist die seltene Einigkeit von Sam Altman und Elon Musk, genauso spannend die Kritik, die darin vor allem Marketing und Haftungsvorsorge sieht.
Garrelt nimmt uns mit zu Amp, dem Coding Agent von Thorsten Ball und seinem Team. Amp ist jetzt kostenlos: Ihr bringt eigene Keys oder Abos mit und zahlt nur für die Orbs, also die Remote-Rechner für eure Agents. Wer Runner auf eigener Hardware betreibt, zahlt nichts. Passend dazu spricht Thorsten Ende November auf der programmier.con mit Jan über den Stand der Coding Agents.
Shopify baut seine Apps wieder nativ in Swift und Kotlin, weil Coding Agents die Rechnung hinter einer geteilten Codebase verschoben haben. Jan bespricht, warum das Team auf einen kompletten Neubau statt einer Migration setzt, und die Frage, die alle Flutter- und React-Native-Fans umtreibt: Braucht es Cross-Plattform-Frameworks überhaupt noch?
Dennis berichtet von Apple Reference Image, das mit dem iPhone 18 Pro kommt: Die Kamera signiert die Sensordaten bei der Aufnahme, sodass sich die Echtheit eines Fotos später nachweisen lässt. Gegen Deepfakes ist das kein Allheilmittel, aber dennoch ein Fortschritt.
Zum Schluss noch eine Randnotiz mit Lerneffekt: AWS kann die im Krieg beschädigte Region Bahrain und eine Availability Zone in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht wiederherstellen. Daten, die ausschließlich dort lagen, sind endgültig weg. Multi-Region und echte Backups sind eben doch keine Kür.
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Bundler, Linter, Formatter, Testrunner, Package-Manager: Wer ein neues Frontend-Projekt aufsetzt, verbringt oft mehr Zeit mit der Auswahl und Konfiguration von Tooling als mit dem eigentlichen Feature. Genau dieses Problem will Vite+ lösen, eine vereinheitlichte Toolchain rund um Vite. Alexander Lichter gehört zum Vite+-Team und ist zum vierten Mal bei uns zu Gast.
Zunächst ordnet Alexander ein, was Vite grundsätzlich ist: ein Build-Tool und Dev-Server, auf dem ein großer Teil der modernen Web-Entwicklung läuft, ob mit React, Vue oder Svelte. Ursprünglich 2020 von Evan You, dem Ersteller von Vue, gebaut, hat sich Vite so weit verbreitet, dass praktisch jedes Framework mittlerweile ein eigenes Plugin dafür mitbringt.
Der Kern der Folge ist die Architektur von Vite+: Build-Tool, Linter (Oxlint), Formatter (Oxfmt), Testrunner (Vitest) sowie Package- und Node-Version-Management laufen unter einer einzigen CLI zusammen, inklusive Caching für Monorepos. Alexander zeigt, warum das bewusst ein eigenes Produkt neben dem schlanken Vite ist, und was das Team für AI-Agents plant: LLM-Instructions und Evals, die messen, wie gut Agents damit zurechtkommen.
Hinter den Projekten steht VoidZero, die Firma, die Evan You 2023 gegründet hat, um Vite, Vitest und den Bundler Rolldown hauptamtlich weiterzuentwickeln. Der ursprüngliche Plan, Vite+ für Unternehmen kostenpflichtig zu lizenzieren, ging nicht auf. Dev-Tools verkaufen sich schwer, so Alexander. Vite+ erschien im März 2026 stattdessen kostenlos unter MIT-Lizenz, im Juni übernahm Cloudflare das gesamte VoidZero-Team. Wie sich das im Arbeitsalltag angefühlt hat und wie ähnliche Deals wie Anthropics Übernahme von Bun oder OpenAIs Kauf von Astral einzuordnen sind, erzählt Alexander offen.
Zum Schluss geht es um AI-generierte Pull Requests bei Vite und VoidZero: Wer einen PR einreicht, muss den eigenen Code verstehen und erklären können, und die Beschreibung soll kein Roman sein, sondern in eigenen Worten zusammenfassen, was passiert ist. Dazu gibt es einen Ausblick auf die Roadmap Richtung Vite+ 1.0.
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