115 Episoden
#115 Wenn der Plan nicht mehr funktioniert: Warum Veränderung Improvisation braucht
04.09.2026 | 40 Min.Was tun, wenn der Plan nicht mehr funktioniert?Genau dann beginnt Improvisation.
Am 24. September kommt Norbert Withalm zum #Mindshift Festival nach Salzburg – und bevor wir dort gemeinsam auf Schloss Hellbrunn improvisieren, wollte ich wissen: Was kann Improvisation eigentlich mit Führung, Veränderung und unserem Arbeitsalltag zu tun haben?
Eine ganze Menge.
Denn Improvisation bedeutet nicht, ohne Plan unterwegs zu sein. Es bedeutet, beweglich zu bleiben, wenn die Wirklichkeit sich nicht an unseren Plan hält. Wahrnehmen, annehmen, loslassen – und aus dem, was da ist, gemeinsam etwas Neues entstehen lassen.
Mit Norbert spreche ich darüber, warum wir souveräner mit Fehlern und Unvorhergesehenem umgehen können, weshalb niemand unseren ursprünglichen Plan kennt, wenn in einer Präsentation etwas schiefläuft, und warum manchmal schon ein sehr einfacher Satz hilft: Atmen statt aufregen.
Wir landen dabei mitten in Fragen von Führung und Zusammenarbeit: Welchen Status nehmen wir in Gruppen ein? Wie schaffen wir es, andere gut dastehen zu lassen? Warum ist Präsenz ein Geschenk? Und was verändert sich, wenn Führung nicht bedeutet, selbst möglichst groß zu wirken, sondern anderen Raum zu geben?
Norbert verbindet dabei Welten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: Schauspiel und Improvisation, Betriebswirtschaft und Psychologie, Neurowissenschaften, Führung und Potenzialentfaltung.
Und das Beste: Beim #Mindshift Festival Salzburg am 24. September 2026 auf Schloss Hellbrunn bleibt es nicht bei der Theorie. Norbert wird mit uns allen improvisieren – mit rund 90 Menschen und, ganz im Sinne des Themas, mit einem Plan, von dem schon jetzt klar ist: Es wird garantiert anders kommen als erwartet.
Diese Podcastfolge ist deshalb auch eine kleine Einstimmung auf Salzburg.
Für alle, die Veränderung nicht nur planen, sondern lernen wollen, mit dem Unerwarteten souveräner umzugehen.
Wir sehen uns in Salzburg.
Let’s Staat!- Wie schafft man einen Staat, in dem Innovation nicht verordnet werden muss, sondern entstehen kann?
Für diese Folge von Let’s Staat! bin ich nach Wien ins österreichische Bundeskanzleramt gereist. Mein Gast ist Andreas Buchta-Kadanka, Leiter der Sektion Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation.
Und das ist aus deutscher Perspektive ziemlich spannend: In Österreich werden strategisches Personalmanagement und Verwaltungsinnovation an zentraler Stelle zusammengedacht. Es geht nicht darum, den Ressorts vorzuschreiben, wieInnovation zu funktionieren hat. Stattdessen werden Rahmenbedingungen geschaffen, Menschen vernetzt, gute Beispiele sichtbar gemacht und Räume zum Ausprobieren geöffnet.
Ein Innovationsimpuls made in Austria, von dem wir uns durchaus etwas abschauen können.
Wir sprechen darüber,
warum Innovation nicht befohlen werden kann – und was stattdessen funktioniert,
wie Österreich Innovation in der Bundesverwaltung messbar und sichtbar macht,
warum Kollaboration über Ressort- und föderale Grenzen hinweg immer wichtiger wird,
wie aus Vernetzung und gemeinsamen Lernräumen ein neues Wir-Gefühl in der Verwaltung entstehen kann,
weshalb Personalentwicklung und Verwaltungsinnovation zusammengehören,
wie Österreich KI in der Verwaltung erprobt und mit sogenannten KI-Sensor in die Organisation bringt,
warum neben sichtbaren Leuchttürmen gerade die „unsichtbare Arbeit“ an Strukturen entscheidend ist,
und weshalb eine innovative Verwaltung nicht jedem technologischen Trend hinterherlaufen sollte, sondern das richtige Tempo zwischen Innovation, Resilienz und digitaler Souveränität finden muss.
Ein Höhepunkt dieser österreichischen Innovationsarbeit ist die INNOVATE 2026. Unter dem Motto „Beyond Borders – zukunftsfähige Verwaltung durch Kollaboration“ bringt sie Menschen zusammen, die Verwaltung über Organisations- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg weiterdenken wollen.
👉 INNOVATE 2026 - Beyond Borders
📅 26. November 2026
📍 Wien
🔗 Anmeldung & weitere Informationen: https://www.verwaltungsinnovation.gv.at/components/56952/5WNgGB1EVL7O
Und wer den österreichischen Innovationsimpuls schon vorher live erleben möchte:
Beim Mindshift Festival Salzburg ist Lukas Kastner aus dem österreichischen Bundeskanzleramt dabei. Wir wollen gemeinsam genauer hinschauen: Was können wir voneinander lernen – und was lässt sich ganz konkret auf andere Verwaltungen übertragen?
👉 #Mindshift Festival Salzburg
📅 24. September 2026
📍 Schloss Hellbrunn
🔗 Infos & Anmeldung: https://myablefy.com/s/dr-dorit-bosch/mindshift-salzburg-2026
Eine Folge über Kollaboration statt Silodenken, Ermöglichen statt Verordnen – und über eine Verwaltung, die vielleicht viel innovativer ist, als sie selbst manchmal glaubt.
Let’s Staat! - Wie entsteht echte Innovation im Staat? Professor Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor und Geschäftsführer der Cyberagentur, gibt spannende Einblicke in die Arbeit einer Organisation, die Zukunftstechnologien für die Sicherheitsbehörden von morgen ermöglicht.
Wir sprechen über:
warum Innovation Freiräume und Vertrauen braucht,
weshalb Fehler kein Scheitern, sondern Fortschritt sind,
wie interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Ideen entstehen lässt,
welche Rolle digitale Souveränität für Deutschland spielt,
und warum Bürokratie Innovation manchmal ausbremst.
Ein Gespräch über Zukunft, Mut und die Frage, wie der Staat innovativer werden kann.
WICHTIG: Die Cyberagentur sucht derzeit Ideen für den „Cybersicheren Verwaltungsarbeitsplatz der Zukunft“. Der Ideenwettbewerb läuft noch bis zum 18. August – mit einem Preisgeld von 150.000 Euro für die drei besten Ideen. Weitere Informationen findet ihr unter: https://idee.cyberagentur.de - Was passiert, wenn engagierte Menschen aus dem öffentlichen Dienst ihre Ideen nicht länger nur diskutieren, sondern den Mut haben, sie Wirklichkeit werden zu lassen? In dieser Folge erzählen Silke Brandt-Schoder und Bastian Matz die Geschichte hinter der Genossenschaft Werk 7.62 – von den ersten Schritten einer agilen Community bis zur Gründung einer Organisation, die Veränderung aktiv gestaltet.
Sie geben spannende Einblicke in ihren Weg zwischen öffentlichem Dienst und Unternehmertum, sprechen über moderne Führung, Agilität, Eigenverantwortung und darüber, wie sich Innovation auch innerhalb komplexer Strukturen entwickeln kann. Dabei wird deutlich, warum Zusammenarbeit, Vertrauen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, heute wichtiger sind denn je.
Eine inspirierende Folge für alle, die Verwaltung, Staat und Organisationen neu denken möchten – und für alle, die erleben wollen, wie aus Haltung, Leidenschaft und dem Wunsch nach Veränderung echte Wirkung entsteht. Wer wissen möchte, wie Transformation nicht nur diskutiert, sondern gelebt wird, sollte diese Episode nicht verpassen. - Was macht moderne Führung im Staat wirklich aus? In dieser Folge spreche ich mit Dr. Margareta Büning-Fesel, Präsidentin der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Sie zeigt eindrucksvoll, wie sich fachliche Exzellenz, Menschlichkeit und Organisationsentwicklung verbinden lassen – und warum Veränderung nicht mit neuen Strukturen beginnt, sondern mit der Bereitschaft, Menschen wirklich mitzunehmen.
Wir sprechen über ihren Weg von der Referentin zur Behördenpräsidentin, über Facilitation als Führungskompetenz, den Mut, unbequeme Fragen zu stellen, und darüber, wie eine dienende Führungskultur entstehen kann, in der Menschen wachsen statt verwaltet werden.
Ein besonderer Moment der Folge ist ihr Blick auf das „Haus der vier Zimmer" nach Claes Janssen – ein ebenso einfaches wie kraftvolles Modell, das zeigt, warum Unsicherheit in Veränderungsprozessen kein Fehler, sondern ein notwendiger Teil von Entwicklung ist. Wer Veränderungen gestaltet, wird dieses Bild nicht mehr vergessen. Das Modell beschreibt, wie Menschen typischerweise die Phasen von Zufriedenheit, Verleugnung, Verwirrung und Erneuerung durchlaufen und wie Führung sie dabei unterstützen kann.
Mehr zum Modell der Vier Zimmer der Veränderungen von Claes Janssen findet ihr hier: https://www.hamburg.de/resource/blob/1082544/5af4adbfaa70a6c9cd87aca21b1c4484/die-vier-zimmer-der-veraenderung-data.pdf
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Über Let´s Staat - Inspirationen aus dem Staatsapparat
Inspirationen aus dem Staatsapparat stellt Dr. Dorit Bosch in diesem Podcast vor. Aus Sicht einer Beamtin stellt sie Menschen und Geschichten vor, die uns inspirieren sollen, im Staat neue Wege zu gehen und Transformation möglich zu machen. Was hat Charme mit Hierarchie zu tun? Und warum sind Extremsportler bessere Führungskräfte? Welche Erfahrungen brauchen wir für einen Perspektivwechsel?
Podcast-WebsiteHöre Let´s Staat - Inspirationen aus dem Staatsapparat, Hörsaal - Deutschlandfunk Nova und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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