Gelesen von Jens-Henning Gläsker
Adelheid war ihr Leben lang Näherin gewesen – und eine Frau, die wusste, dass Dinge nicht einfach verschwinden. Sie gehen nur irgendwohin.
Als ihre Träume irgendwann ausbleiben, macht sich die alte Frau auf in den dunklen Wald hinter dem Dorf. Tief drinnen, hinter einer bemoostem Mauer und einem rostigen Tor, findet sie einen Garten mit Blumen, für die es keine Namen gibt – und inmitten davon einen Brunnen aus weißem Marmor.
Darin warten Bilder aus einer Zeit, die sie fast vergessen hatte. Ihr Lachen als Kind. Die Stimme ihrer Mutter. Der erste Schnee.
Eine stille, berührende Geschichte über das, was wir mit dem Älterwerden verlieren – und darüber, dass manche Dinge vielleicht nur darauf warten, wiedergefunden zu werden.
Für alle, die sich manchmal wünschen, tiefer zu schlafen und wieder zu träumen.