Der Politikwissenschaftler und Professor an der TU Darmstadt, Christian Stecker, ist überzeugt davon, dass flexible Mehrheiten statt starrer Koalitionsverträge die Demokratie stärken. Dazu und wieso die Brandmauer gegen die AfD nicht der Weisheit letzter Schluss sein könnte, hat er ein spannendes Buch geschrieben. Es ist im Campus-Verlag erschienen.
In dieser Sendung erzählt er, wie Neuseeland erst unser deutsches Wahlsystem übernahm, dann adaptierte - und warum wir uns daran ein Vorbild nehmen sollten. Die gegenwärtige Praxis der Koalitionsdemokratie gerät an Grenzen, sagt Stecker. Er unterbreitet Vorschläge, wie die parlamentarische Demokratie lebendiger werden könnte, wenn z.B. "agree to disagree" der Beginn und nicht das Ende eines parlamentarischen Gesprächs wäre.