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Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

Leela Sutter, mit Sarah Staub
Holy Embodied: ein RefLab-Podcast
Neueste Episode

162 Episoden

  • Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

    Mathias Bänziger: Wenn ein Sufi Pfarrer wird

    04.09.2026 | 47 Min.
    Mathias Bänziger ist Sufi-Schüler. Und reformierter Pfarrer. Und eigentlich, sagt er, ist er Pfarrer geworden, weil er Sufi ist. Seine Sufi-Tradition versteht sich dabei nicht als Religion, der man angehören muss, sondern als universellen spirituellen Weg.

    Im Gespräch geht es um die erstaunlichen Parallelen zwischen der Nachfolge Jesu und dem Sufi-Konzept der «Entwerdung»: Was bedeutet es, weniger Ich zu werden, damit Gott Raum bekommt? Und wo liegen die Unterschiede zwischen Trance und tiefen mystischen Erfahrungen? Wir sprechen über Mathias’ Weg, seine eigene Praxis und wie wichtig eine gewisse Nüchternheit ist.

    Und dann ist da noch Sofia: die weibliche Seite Gottes, die in unserer religiösen Sprache oft vergessen geht. Mathias Bänziger schreibt gerade ein Buch darüber.

    Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier: https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/ - ich fröimi!

    Mehr über die Sufitradition von Mathias und seinen Lehrer Pir Vilayat Inayat Khan findest du hier: https://sufismus.ch/inayatiyya/pir-vilayat-inayat-khan/

    https://mathiasbaenziger.ch
  • Holy Embodied: ein RefLab-Podcast

    Deine Stimme als Spiegel deines Innersten

    21.08.2026 | 47 Min.
    Die menschliche Stimme ist ein zutiefst intimes Instrument. Sie schwingt mit unseren Gefühlen, unseren Erfahrungen und unserem Körper mit – und bringt oftmals unbewusste Blockaden oder Anspannungen zum Ausdruck.

    In dieser Folge hört ihr Auszüge aus einem Gespräch mit der Stimmkünstlerin Magnolia. Sie hat sich selbst das Singen beigebracht – und zwar eine besondere Form des Singens: den Kehlkopfgesang. Ihr wortloser Klang lebt ganz aus dem Moment heraus, aus Aufmerksamkeit, Präsenz und Hingabe an das, was gerade entsteht.
    Spannend dabei: Magnolia trennt ihren Gesang bewusst von Spiritualität. Für Sarah und mich wirft das Fragen auf. Kann dieser freier Klang überhaupt losgelöst von spiritueller Erfahrung gedacht werden? Was geschieht, wenn die Stimme ungehemmt durch den Körper fliesst? Und warum berichten so viele Menschen davon, in Klang, Gesang und Vibration etwas zu berühren, das grösser ist als sie selbst?

    Ausgehend von Magnolias Erfahrungen entfaltet sich ein persönliches Gespräch über Stimme und Verkörperung, über den Kontakt mit tiefen Verletzungen, die sich in der Stimme widerspiegeln, sowie Erinnerungen Radiostimmtraining oder den «Brüelteppich». Undnatürlich über jene Momente, in denen Klang zur Tür in eine Erfahrung von Weite, Freiheit und Verbundenheit wird.

    Weiterführende Ressourcen und in der Folge erwähnte Personen /Orte:

    Lisa Gerrard findet ihr unter anderem auf Spotify (https://open.spotify.com/intl-de/artist/3C4MmUJYQN9svNdedAR2BK?si=CuG7hODqSA-v0K1OfMdQDA) – die australische Künstlerin hat unter anderem einen Golden Globe Award gewonnen für ihre Zusammenarbeit mit Hans Zimmer für die Filmmusik von Gladiator.

    Magnolia ist auf Instagram unter @shadow_magnet zu finden, die Musik in der Podcastfolge ist von ihr.
    Hier hab ich für RefLab über die Kraft der Stimme geschrieben: https://www.reflab.ch/die-kraft-deiner-stimme/
    Das Freakstock-Festival ist ein Festival der so genannten Jesus Freaks Deutschland, eine evangelikal-charismatische geprägte Gruppierung, die sich bisschen Hippie-, bisschen Punk-, bisschen Skater-Kultur angeeignet hat; mehr dazu hier: https://jesusfreaks.de/

    Peter Roth ist der geniale Naturtonmusiker, mit dem ich bereits mehrere Gespräche für RefLab führen konnte: https://www.reflab.ch/peter-roth-maestro-der-stille/ und https://www.reflab.ch/peter-roth-ohne-das-komponieren-koennte-ich-mir-das-leben-in-dieser-situation-nicht-vorstellen/.

    Und natürlich muss ich hier auch das geniale Gespräch mit Simone Felber, der Jodlerin, verlinken: https://www.reflab.ch/simone-felber-ueber-jodeln-trauer-und-den-koerper/
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    Sommerreprise: Caroline Theiss: Resilienz, Intuition und die Kunst, gut zu leben

    07.08.2026 | 46 Min.
    Wir verbringen so viel Zeit damit, unser Leben verstehen zu wollen. Es zu planen, zu optimieren, zu kontrollieren. Vielleicht beginnt ein gelungenes Leben aber gar nicht im Kopf. Sondern dort, wo wir wieder spüren, was uns trägt.

    Für diese Folge leihe ich euch ein Gespräch aus dem Podcast I feel you meiner RefLab-Kollegin und Pfarrerin Janna Horstmann. Sie spricht mit Caroline Theiss – Kopfsortiererin, Reframing-Meisterin, Ressourcenaufzeigerin und Trainerin für ressourcenorientierte Entwicklung. Gemeinsam fragen sie nach dem, was uns trägt, wenn das Leben komplex wird. Nach Resilienz, intelligenter Intuition und der Kunst, immer wieder handlungsfähig zu werden.

    Wir können die Welt nicht kontrollieren. So sehr wir es manchmal auch versuchen. Aber wir können lernen, unseren Ressourcen zu vertrauen. Dem Körper zuzuhören. Kopf, Herz und Bauch miteinander ins Gespräch zu bringen. Vielleicht beginnt genau dort ein Leben, das sich nicht perfekt anfühlt – sondern lebendig.

    Die Frage geht auch an dich: Was fühlt sich lebendig an, was nährt dich gerade? Was bringt dich zurück in deinen Körper, zurück zu dir? Wenn du diesen Fragen gemeinsam mit anderen nachgehen möchtest, freuen wir uns, dich am Holy Embodied Wochenende (https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/) im Oktober im Kloster Kappel zu treffen.
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    Sommerreprise: Gregor Hasler: Von christlichen Gefühlen und Psychedelika

    24.07.2026 | 38 Min.
    In meinem Socialmedia Feed diesen Sommer tauchen immer wieder Anzeigen für diverse Pflanzenmedizin-Zeremonien auf oder Rituale, die über psychoaktive Substanzen tiefe Einsichten hervorbringen sollen. Etwas, was in mir stets grosse Skepsis hervorruft. Sorgfältig und fachkundig begleitet, mögen diese Rituale wohl gewisse Öffnungen des Bewusstseins bewirken. Doch kann es tatsächlich eine Abkürzung sein für den mystischen Weg, die vielen Stunden in der Stille?

    Eine Frage, die ich Gregor Hasler gestellt habe. Er ist einer von 40 Therapeuten, die eine streng regulierten, weltweit einzigartige Psychedelika-Psychotherapie anbieten dürfen.

    Er ist zudem ordentlicher Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg in der Schweiz, sowie Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Forschungsabteilung des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit. Er selbst hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Psychotherapeuten eine Erfahrung mit MDMA gemacht – die ihm «christliche Gefühle» zugänglich gemacht hatte. Sein neustes Buch «Higher Self. Psychedelika in der Psychotherapie» ist im vergangenen November erschienen.

    Ich habe ihn in Fribourg auf seiner Station besucht – und mir seine LSD-Zimmer angeschaut, vor allem aber alles über die Chancen und Grenzen von psychedelischen Substanzen für die Behandlung gewisser Erkrankungen und den Zusammenhang von mystischen Erfahrungen und Psychedelika hören wollen.
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    Sommerreprise: Wieviel Tod hält ein Leben aus?

    10.07.2026 | 51 Min.
    Irgendwann hat man doch genug Scheisse erlebt, irgendwann muss es doch reichen. Zumindest denken wir häufig so, gerade in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jetzt ist doch langsam mal genug gestorben um mich herum.

    Doch was, wenn das Schlimmste eintrifft, das man sich vorstellen kann? Wenn der Tod einem die Person raubt, die einem die ganze Welt bedeutet?
    Was hält mich dann noch zusammen, wenn alles um mich herum zerbricht? Die Frage habe mir meine Kollegin Janna Horstmann gestellt, in ihrer «I feel you»-Serie zum Thema Tod.

    Erstmal waren da diese grosse Leere und das Leid in einem unvorstellbaren Mass. Eine Trauer, die mich in ihrer unglaublich körperlichen Form umgehauen hat. Es gibt vermutlich gar nicht genug Freunde und Begleiterinnen um das Leid eines am Leben verzweifelten Menschen tragen zu können. Am Ende aber steht da die echte, vollständige Versöhnung mit meiner Geschichte. Etwas, was mich selbst immer wieder berührt.

    Im Oktober bietet Leela Sutter, Theologin, Yogini und spirituelle Begleiterin einen Kurs im Kloster Kappel an, hier findest du alle Infos: https://www.reflab.ch/events/holy-embodied-im-kloster-kappel/

    Als Leelas Vater 2025 starb, schrieb sie über den Abschied einen berührenden Blogpost (https://www.reflab.ch/wenn-der-papi-stirbt/). Ein Jahr später blickte sie nochmals zurück (https://www.reflab.ch/ein-jahr-ohne-meinen-vater/).

    Und hier hat Leela 5 Tipps gesammelt, wie man mit Menschen umgehen kann, die trauern (https://www.reflab.ch/wie-mit-trauernden-umgehen-5-tipps/).
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Über Holy Embodied: ein RefLab-Podcast
Holy Embodied ist ein Podcast, der behauptet: Es ist an der Zeit, den Körper wieder in die Kirchen zu bringen. Oder anders gesagt: Es ist an der Zeit, den Körper als fantastisches Tor zu jeglicher Form von Spiritualität wieder zu entdecken. Gerade in unserer evangelisch-reformierten Tradition, wurde die Form des Menschen lange genug ignoriert und nur auf den Verstand gesetzt. Viele von uns leben ausschliesslich im Kopf, im Denken – und vergessen den Körper, der nicht nur dazu da ist, unsere Gehirne umherzutragen. Wir finden, das reicht jetzt und leuchten aus, wie und warum unsere Körper der einfachste Weg zu Gott sind. Und was es letztlich heisst, „Holy Embodied“ in seiner ganzen Radikalität zu leben. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir nicht-konfessionell, interreligiös und undogmatisch unterwegs. Gespräche zwischen Leela Sutter und Sarah Staub (in den ersten Folgen mit Patrick Schwarzenbach), Reportagen und Expert*innen aus diesem weiten Feld dienen uns als Kompass für diese Reise.
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