

Yvonne Eisenring: «Ich weiss, was mich umhaut – Misserfolg ist es nicht»
26.12.2025 | 39 Min.
Sie ist gerade ein ziemlich heller Stern am Schweizer Promihimmel: Ihr Kinofilm «Love Roulette» wird gefeiert, eine Liveshow vom Podcast «Zivadiliring», den sie mit Gülsha Adilij und Maja Zivadinovic zusammen macht, hat das Zürcher Hallenstadion ausverkauft und als Autorin landete sie mit «Life Rebel» einen Bestseller. Das Leben der Autorin Yvonne Eisenring ist - an Schweizer Massstäben gemessen - ein Unkonventionelles: Sie lebt die Hälfte des Jahres im Ausland, nimmt Arbeit nur dann an, wenn es sich richtig anfühlt und findet Neuanfänge grossartig. Ihr neustes Buch «Life Rebel» hat sie zu sowas wie einem Schweizer Popstar angehoben – sie wird um Selfies gebeten, Menschen erzählen ihr davon, wie sie ihr Leben geändert haben, nachdem sie ihr Buch gelesen hatten. «Verrückt», findet das Yvonne. Und berührend. «Life Rebel» handelt von ihrem Leben in sechs verschiedenen Städten und «der Suche nach dem, was wirklich zählt». Was wirklich zählt, das ist für Yvonne spätestens seit dem Tod ihres Vaters glasklar: Die Zeit, die sie hier hat und die Art und Weise, wie sie mit dieser begrenzten Ressource umgeht. Haben euch Yvonnes Aussagen und Leben inspiriert, euch etwas mehr aus SEIN einzulassen? Holy Embodied lädt ein, SEIN als Erfahrung im Körper zu erleben. Und zwar vom 9. bis 11. Januar in Kappel am Albis. Damit Holy Embodied nicht nur in deinen Ohren, sondern im ganzen Körper ankommt. Diese Folge wurde ursprünglich am 9. August 2024 veröffentlicht und ist eine Wiederholung.

Bleiben, Fühlen, Weiterziehen – Was Abschiede uns lehren
12.12.2025 | 41 Min.
Abschiede, Veränderungen und Übergänge gehören zum Leben – und dennoch tun wir uns oft schwer damit. In dieser besonderen Folge sprechen wir offen über einen ganz konkreten Fall: Patrick Schwarzenbach hat nach fünf Jahren entschieden, nicht mehr mit Holy Embodied weiterzumachen. Wir schauen gemeinsam darauf, wie alte Muster uns manchmal dazu bringen, vor solchen Momenten davonzulaufen. Wie schnell wir ins Funktionieren kippen, statt uns wirklich auf die Wehmut, die Angst und die Verletzlichkeit eines Übergangs einzulassen. Und wie sehr genau dieses Innehalten – dieses bewusste Bleiben im Ungewissen – uns wachsen lässt. Und uns die Neugier, den Gwunder, das Kitzeln eines Neuanfangs entdecken lässt. Ausserdem erkunden wir, wo uns das Thema Abschied auf spirituellen Wegen begegnet: Plötzlich fühlt sich eine vormals so geliebte Praxis nicht mehr super lebendig an, auf einmal sind die Atemübungen etwas leer oder ein Gebet wird zum Abspulen von Worten. Wir teilen persönliche Erfahrungen, Lernmomente und was uns dabei hilft, Übergänge nicht nur zu überstehen, sondern ihnen mit offenen Händen zu begegnen. Eine Folge über Mut, Dankbarkeit und die Kunst, weiterzugehen – ohne davonzulaufen.

Neurodiversität und Spiritualität – Türöffner oder Hindernis?
28.11.2025 | 42 Min.
In dieser Folge tauchen wir ein in die Verbindung von Spiritualität, Körperlichkeit und Neurodiversität. Zu Gast ist Tobias Zehnder, Pfarrer und Theologe, der selbst autistisch ist und zum Thema «Autismus und Theologie» forscht. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Spiritualität im Körper erlebt wird – jenseits neurotypischer Erwartungen – und welche Rolle Sinneswahrnehmung und persönliche Glaubenswege dabei spielen. Eine Einladung, Spiritualität aus einer neuen, oft überhörten oder missverstandenen Perspektive zu entdecken. Die Tonqualität dieser Folge ist ungewohnt tief. Wir veröffentlichen sie dennoch, weil sie trotz des Klangs gut verständlich ist und der Inhalt für viele wertvoll sein dürfte.

Orgel, Gong, Techno - wie Klänge unsere Körper vibrieren lassen
14.11.2025 | 40 Min.
Ist Klang einfach nur Wellness oder kann über Vibration echte spirituelle Transformation geschehen? Was vielleicht als etwas esoterisch belächelt wird, ist auch in einem gut reformierten Gottesdienst vertreten: Die Klänge der Orgel berühren unsere Körper, das gemeinsame Singen lässt uns vibrieren. Beides ist eine Form von Vagusnerv-Aktivierung, des grössten Nervs vom parasympathischen Teil unseres Nervensystems – jenem Teil, der uns ausruhen und auf allen Ebenen verdauen lässt. Doch was, wenn über Klänge alte Verletzungen hochgespült werden? Soll man das einfach geschehen lassen oder braucht es sorgfältige Integrationspraktiken? Patrick und ich teilen persönliche Geschichten, Beobachtungen aus unserer Arbeit und die Unterschiede zwischen einem Rave und einem Klangbad.

Reisen jenseits von Spiri-Romantik: Der Dokumentarfilmer Werner Kropik
31.10.2025 | 31 Min.
Werner Kropik zuzuhören ist in etwa so, wie in einen unversiegbaren Strom von Geschichten einzutauchen. Der 83jährige hat in seinem Leben so viel erlebt, dass es locker ganze Bibliotheken füllen könnte. Ursprünglich kommt er aus Wien, ursprünglich hat er Kunst studiert und wurde Goldschmied – doch seine Reisen mit dem Velo und einer Kamera in der Hand haben ihn seine eigentliche Leidenschaft fürs Beobachten der Menschen entdecken lassen. 300 Dokumentarfilme sind dabei entstanden. Spannend dabei finde ich: anders als manche der Influencer, die ich auf Social Media herumreisen sehe, hat die sägemermal Perspektivenerweiterung bei Werner Kropik keine Spiritualität angeregt. Im Gegenteil. In unserem Gespräch in Lugano, aber auch in seinen Filmen, ist schnell klar: Werner ist vecchio stampo, alte Schule, hat keine Angst zu polarisieren – und setzt sich so auch öppedie Kritik aus.



Holy Embodied: ein RefLab-Podcast