Gefäße im Fokus
Dt. Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V.

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Distale und ultradistale Bypasschirurgie: Techniken, Qualitätskontrolle und Ausbildung
13.07.2026 | 32 Min.Was tun, wenn die Vene nicht lang genug ist – und wie lassen sich komplexe distale und ultradistale Bypässe technisch sicher umsetzen?
In Teil 2 zur distalen und ultradistalen Bypasschirurgie spricht Prof. Dr. med. Farzin Adili mit PD Dr. med. Achim Neufang über operative Strategien bei anspruchsvollen Rekonstruktionen. Im Mittelpunkt stehen Composite-Verfahren, Brückenvenen-Bypässe, Mehrsegmentvenen und die Frage, wann eine Vene für den Bypass geeignet ist.
Weitere Schwerpunkte sind die Wahl der Bypasskonfiguration, die Vermeidung von Torsion, Spannung und Knickbildung sowie der Umgang mit stark verkalkten Zielgefäßen. PD Dr. Neufang erläutert zudem seine Vorgehensweise bei der intraoperativen Qualitätskontrolle mit Transit-Time-Flow-Messung und Duplex.
Zum Abschluss geht es um die Langzeitoffenheit von Bypässen, die Bedeutung strukturierter Nachsorge und die Frage, wie komplexe offene gefäßchirurgische Techniken an junge Kolleginnen und Kollegen weitergegeben werden können.
Die Folge bietet praxisnahe Einblicke, technische Hinweise und wichtige Denkanstöße für Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen sowie für alle, die sich mit komplexer Revaskularisation beschäftigen.
Themen in dieser Episode:
•Composite-Verfahren und Brückenvenen-Bypass
•In-situ-, reversed- und non-reversed-Techniken
•Beurteilung von Venenqualität und Grenzvenen
•Mehrsegmentvenen-Bypässe und Armvenensegmente
•Bypassverlegung und Vermeidung technischer Fehler
•Distale Anastomose bei stark verkalkten Zielgefäßen
•Intraoperative Qualitätskontrolle mit Flow-Messung und Duplex
•Faktoren für Langzeitoffenheit und Nachsorge
•Ausbildung und Simulation in der offenen Gefäßchirurgie
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schicken Sie uns eine Mail an podcasts@medizinkommunikation.org- Während sich die endovaskuläre Therapie in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt hat und viele Eingriffe heute minimalinvasiv, schonend und erfolgreich durchgeführt werden können, gerät eine zentrale Kompetenz der Gefäßchirurgie zunehmend unter Druck: die Bypasschirurgie. Besonders betroffen sind die distalen und ultradistalen Bypässe, die heute deutlich seltener durchgeführt werden als noch vor einigen Jahren.
Gemeinsam mit Privatdozent Dr. med. Achim Neufang, Leiter der Sektion Gefäßchirurgie an der Universitätsmedizin Mainz, spricht Professor Dr. med. Farzin Adili über die Patientinnen und Patienten, die von einem distalen oder ultradistalen Bypass profitieren, die richtige Indikationsstellung sowie die Frage, welche Faktoren den langfristigen Erfolg einer Revaskularisation bestimmen.
Die Folge vermittelt praxisnahe Einblicke in die moderne distale und ultradistale Bypasschirurgie und zeigt, warum dieses Wissen auch in Zukunft ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefäßmedizin bleibt. Dies ist Teil 1 einer erstmaligen Doppelfolge bei „Gefäße im Fokus“. Nächsten Monat geht es weiter mit Teil 2 und einem spannenden Gespräch darüber, welchen Stellenwert Composite Verfahren heute haben. Wie führt man Tunnelierung, Anastomosenplanung und intraoperative Kontrolle sauber durch? Und warum entscheidet dies oft darüber, ob ein Bypass nur kurz funktioniert oder über Jahre offenbleibt? Auch darauf gibt es dann Antworten.
Themen in dieser Episode:
• Welche Patientinnen und Patienten profitieren heute von einem distalen oder ultradistalen Bypass?
• Endovaskulär oder offen-chirurgisch: Wann ist ein Verfahrenswechsel sinnvoll?
• Der Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Bypass
• Die Bedeutung von Bildgebung und präoperativer Planung
• bildgebende Verfahren im Vergleich
• Warum das Angiosom-Konzept für die Bypassplanung meist nachrangig ist
• der ideale Conduit - Wie fördert man gezielt den akademischen Nachwuchs in der Gefäßchirurgie?
In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“ steht die Exzellenzakademie der DGG im Mittelpunkt. Sie wurde 2017 ins Leben gerufen, um junge Gefäßchirurginnen und -chirurgen gezielt auf akademische Karrierewege vorzubereiten. Moderatorin Dr. Barbara Rantner spricht mit Dr. Johannes Hatzl über Ziele, Struktur und seine persönlichen Erfahrungen innerhalb des Förderprogramms.
Im Gespräch wird deutlich, wie vielfältig die Bausteine des Programms sind: Vom individuellen Mentoring über strukturierte Weiterbildungsangebote bis hin zu Möglichkeiten, sich aktiv in die Fachgesellschaft einzubringen. Dabei geht es nicht nur um fachliche Qualifikation, sondern auch um strategische Fragen der Karriereplanung, den Aufbau wissenschaftlicher Netzwerke und die Entwicklung persönlicher Perspektiven.
Besonders spannend sind die Einblicke in die Praxis: Wie läuft Mentoring konkret ab? Welche Rolle spielt der Austausch mit anderen Teilnehmenden? Und wie profitieren gerade auch Kolleginnen und Kollegen außerhalb universitärer Strukturen von der Akademie?
Die Folge zeigt, wie wichtig frühzeitige Förderung, Vernetzung und Orientierung für eine akademische Laufbahn sind – und welche Chancen die Exzellenzakademie dafür bieten kann.
Themen in dieser Episode:
• Die Exzellenzakademie der DGG: Ziele und Hintergründe
• Mentoring in der Gefäßchirurgie: Chancen und Erfahrungswerte
• Karrierewege in der akademischen Gefäßchirurgie
• Bedeutung von Networking und Fachgesellschaftsarbeit
• Kurse und Weiterbildung: Führung, Kommunikation und Forschung
• Perspektiven und Weiterentwicklung der Exzellenzakademie
Weitere Informationen: https://www.gefaesschirurgie.de/karriere/exzellenzakademie - Wie treffen Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen gute Entscheidungen bei hochbetagten Patientinnen und Patienten – und wann ist weniger Medizin am Ende die bessere Medizin?
In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“ steht die vaskuläre Altersmedizin im Mittelpunkt. Unsere Gäste diskutieren, warum moderne Gefäßmedizin heute zwar technisch immer mehr leisten kann, die entscheidende Herausforderung jedoch in der Indikationsstellung liegt. Denn gerade bei älteren, vulnerablen Patientinnen und Patienten reicht die Frage „Was können wir tun?“ nicht aus. Entscheidend ist: „Was sollten wir tun?“
Ein zentrales Thema ist der Unterschied zwischen kalendarischem und biologischem Alter. Anhand praktischer Beispiele wird deutlich, warum funktionelle Faktoren wie Mobilität, Kognition und Gebrechlichkeit für Therapieentscheidungen oft wichtiger sind als das Lebensalter selbst. Dabei spielen geriatrische Assessments eine wichtige Rolle, um Risiken besser einzuschätzen und Therapieziele individuell festzulegen.
Themen in dieser Episode:
•Gefäßmedizin im Alter: Therapieentscheidungen bei hochbetagten Patientinnen und Patienten
•Biologisches Alter und geriatrisches Assessment als Entscheidungsgrundlage
•Bauchaortenaneurysma: operieren oder beobachten im hohen Alter?
•Palliativmedizin und Lebensqualität in der Gefäßchirurgie
•Endovaskuläre Verfahren: Chancen und Risiken bei älteren Patientinnen und Patienten Septische Gefäßchirurgie: Wenn Infektionen zur chirurgischen Herausforderung werden
08.03.2026 | 39 Min.In dieser Folge von „Gefäße im Fokus“, dem Podcast der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), widmet sich Dr. Barbara Rantner einem besonders anspruchsvollen Thema der Gefäßmedizin: der septischen Gefäßchirurgie. Gemeinsam mit zwei ausgewiesenen Experten, Professor Dr. Thomas Betz und Dr. Thomas Karl, thematisiert sie die Diagnostik, Therapie sowie klinische Herausforderungen bei Gefäßinfektionen. Im Mittelpunkt stehen sowohl Nativgefäßinfektionen als auch Infektionen von Gefäßprothesen: Zwei Krankheitsbilder, die selten auftreten, im klinischen Alltag jedoch häufig lebensbedrohliche Situationen darstellen.
Die Experten erläutern typische Erreger, Infektionswege und diagnostische Herausforderungen. Zudem diskutieren sie therapeutische Strategien von der offenen chirurgischen Infektsanierung bis zu endovaskulären Verfahren und verschiedenen Rekonstruktionsmöglichkeiten.
Deutlich wird: Die Behandlung von Gefäßinfektionen ist komplex, erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit und bleibt aufgrund begrenzter Evidenz häufig eine individuelle klinische Entscheidung.
Themen in dieser Episode:
•Nativgefäßinfektionen: Ursachen, Erreger und klinische Präsentation
•Diagnostische Strategien und mikrobiologische Abklärung
•Therapie infizierter Aortenaneurysmen
•Endovaskuläre versus offene chirurgische Behandlung
•Strategien bei Gefäßprotheseninfektionen
•Rekonstruktionsmöglichkeiten und Ersatzmaterialien
•Rolle der Antibiotikatherapie
•Grenzen der Evidenz in der septischen Gefäßchirurgie
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Über Gefäße im Fokus
„Gefäße im Fokus“ ist der offizielle Podcast der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).
Wir beleuchten die neuesten Entwicklungen in der operativen, endovaskulären und präventiven Gefäßmedizin und diskutieren mit führenden Expert*innen aus Forschung und Praxis. Der Podcast gibt Einblicke in innovative Behandlungsmethoden, bahnbrechende Studien und aktuelle Herausforderungen des Fachgebiets.
Ganz nach dem Motto: „Wir denken Gefäße weiter!“
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*Wichtiger Hinweis - Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen!
Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Podcast entspricht.
Für Angaben zu Dosierungen, Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Benutzende sind angehalten, die Fach- und Gebrauchsinformationen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls ärztlichen oder fachlichen Rat einzuholen. Dies gilt insbesondere für selten eingesetzte oder neu eingeführte Präparate und Behandlungsverfahren. Jede Anwendung erfolgt in eigener Verantwortung.
Hinweise auf mögliche Ungenauigkeiten können gerne an die DOG oder die Redaktion gerichtet werden.
Impressum:
Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V.
Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin
Robert-Koch-Platz 9
10115 Berlin
Vereinsregisternummer: 25484 B
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Vertreten durch: Prof. Dr. med. Farzin Adili (Präsident)
Redaktionell verantwortlich:
Thieme Communications
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50 • 70469 Stuttgart
Telefon: +49 711 8931-0
Mail: Podcasts@medizinkommunikation.org
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