Frei heraus - Der R21-Podcast für neue bürgerliche Politik
Steffen Dähne

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30 Episoden
Folge 30: Atomkraft-Comeback: Können Deutschlands Reaktoren wieder ans Netz? - mit Dr. Kristina Schröder
23.10.2026 | 37 Min.War der deutsche Atomausstieg ein historischer Fehler? Und könnten abgeschaltete Kernkraftwerke tatsächlich schon in wenigen Jahren wieder Strom liefern?
Darüber spricht R21-Geschäftsführer Steffen Dähne mit Dr. Kristina Schröder, Bundesfamilienministerin a. D. und stellvertretende Vorsitzende von R21. Es geht um steigende Energiekosten, die Zukunft des Industriestandorts Deutschland, Sicherheitsrisiken und die ungelöste Endlagerfrage. Kristina Schröder erklärt, warum sie eine Rückkehr zur Kernenergie für notwendig hält und weshalb sie vor einer „programmierten Energiearmut“ warnt.
Anlass ist die R21-Energiekonferenz „Erneuerbare und Kernenergie – Ein neuer Blick auf Deutschlands Energiepolitik“ am 4. November 2026 in Berlin.* Dort diskutieren Experten unterschiedlicher Positionen über die Zukunft der deutschen Energieversorgung.Folge 29: Antisemitismus: Was verbindet die Linke mit dem politischen Islam? - mit Prof. Dr. Susanne Schröter
16.10.2026 | 48 Min.Frauenrechte, Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung: Die Ideale der politischen Linken stehen im fundamentalen Widerspruch zum Weltbild des politischen Islam. Warum kommt es dennoch zu einem Schulterschluss zwischen Teilen der Linken und Islamisten – gerade beim Thema Israel und Antisemitismus?
Darüber spricht R21-Geschäftsführer Steffen Dähne mit Prof. Dr. Susanne Schröter, einer der profiliertesten deutschen Expertinnen für politischen Islam.
Schröter berichtet von ihren Forschungen in Indonesien und Deutschland, vom wachsenden Einfluss islamistischer Bewegungen und von ihren Konflikten mit dem Wissenschaftsbetrieb. Sie erklärt, welche Rolle postkoloniale Ideologien beim Umgang mit Islamismus und Antisemitismus spielen – und warum liberale Muslime eine unterschätzte Kraft für unsere Demokratie sind.Folge 28: Linker Populismus schafft keine einzige neue Wohnung - mit Prof. Dr. Stefan Kooths
09.10.2026 | 28 Min.In Berlin wird wieder über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gestritten. Doch würde eine Enteignung tatsächlich die Wohnungsnot lindern – oder am Ende vor allem die Steuerzahler teuer zu stehen kommen?
Darüber spricht Steffen Dähne mit Prof. Dr. Stefan Kooths vom Kiel Institut für Weltwirtschaft. Kooths hat eine aktuelle Studie zu den ökonomischen Folgen einer Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in Berlin geleitet.
Im Gespräch erklärt er, warum die großen privaten Wohnungsunternehmen aus seiner Sicht keine relevante Marktmacht besitzen, weshalb eine Vergesellschaftung keine einzige zusätzliche Wohnung schafft und warum vor allem die heutigen Mieter der betroffenen Wohnungen profitieren würden. Es geht um Insider und Outsider auf dem Berliner Wohnungsmarkt, staatlich subventionierte Mieten, mögliche Milliardenkosten für Berlin und die Frage, warum eine Entschädigung deutlich unter dem Verkehrswert auch weit über Berlin hinaus Folgen für Eigentumsschutz und Investitionen in Deutschland haben könnte.
Außerdem: Was bedeuten die Pläne für private Wohnungseigentümer und Kleinvermieter in Berlin? Müssen auch sie sich Sorgen um ihr Eigentum machen? Und welches Signal sendet eine Vergesellschaftung an Aktionäre, Pensionsfonds und die ohnehin schwach ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland?
Und: Was wäre die Alternative? Mehr staatlicher Wohnungsbau – oder endlich bessere Bedingungen für private Investitionen und mehr Neubau?- Deutschland redet über Reformen – bei Rente, Gesundheit, Pflege, Arbeitsmarkt, Steuern und Energie. Doch was derzeit auf dem Tisch liegt, reicht womöglich nicht aus, um die strukturellen Probleme zu lösen. Gleichzeitig stößt schon das auf erheblichen Widerstand. Warum ist das so?
Darüber spricht Steffen Dähne mit Holger Zschäpitz, Volkswirt, leitendem Wirtschaftsredakteur der WELT und bekannt aus dem Podcast „Deffner & Zschäpitz“.
Zschäpitz diagnostiziert eine „Gerechtigkeitslücke“ in der deutschen Reformdebatte: Viele Menschen seien durchaus bereit, Veränderungen und Zumutungen mitzutragen – aber nicht, wenn sie den Eindruck haben, dass immer dieselben belastet werden und grundlegende Probleme unangetastet bleiben. Statt Jahr für Jahr neue Finanzlöcher zu stopfen, brauche Deutschland einen größeren Wurf und ein überzeugendes Zielbild.
Im Gespräch geht es um eine längere Lebensarbeitszeit und die Zukunft der Rente, um Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Kapitaldeckung in der Pflege und einen flexibleren Arbeitsmarkt. Zschäpitz stellt dabei auch den deutschen Kündigungsschutz infrage. Außerdem diskutieren beide über Bürgergeld und Sozialstaat, niedrigere Unternehmenssteuern, Kernkraft und Fracking, das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und die Frage, wie Deutschland wieder attraktiver für Investitionen werden kann.
Am Ende steht die größere Frage: Ist Deutschland überhaupt noch zu einem solchen Reformprojekt fähig? Zschäpitz ist pessimistisch. Steffen Dähne hält dagegen: Die Menschen seien durchaus für Veränderungen zu gewinnen – wenn Politik ihnen einen glaubwürdigen gemeinsamen Aufbruch anbietet. Und vielleicht bietet gerade Künstliche Intelligenz die Chance, verlorenen Boden schneller wieder gutzumachen.
Eine Folge über Reformmut, Gerechtigkeit, Wachstum – und die Frage, ob Deutschland noch den großen Wurf schafft. Folge 26: Generation Debts: Warum Schulden ein Jugendthema sind – mit Frank Schäffler
25.09.2026 | 34 Min.Staatsschulden galten lange als Thema für Finanzpolitiker und Ökonomen. Doch bezahlen müssen die heute eingegangenen Verpflichtungen vor allem diejenigen, die jung sind oder noch gar nicht geboren wurden.
In dieser Folge von „Frei heraus“ spricht Steffen Dähne mit Frank Schäffler, Ex-Bundestagsabgeordnetem, bekannt geworden als „Euro-Rebell“, und Gründer des Thinktanks Prometheus, über sein neues Buch „Generation Debts – Die Generation, die alles bezahlen muss“. Schäffler gehörte von 2005 bis 2013 und erneut von 2017 bis 2025 dem Deutschen Bundestag an.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen Lasten die Boomer der jungen Generation hinterlassen. Es geht um die sichtbaren und impliziten Staatsschulden, die demografische Schieflage der gesetzlichen Rentenversicherung und die Frage, warum Generationengerechtigkeit bei Schulden und Rente bislang kaum zu einem Jugendthema geworden ist.
Schäffler plädiert für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge: mehr Kapitaldeckung, Aktien und ETFs und insbesondere ein Opt-out-Modell, das Arbeitnehmern ermöglichen soll, ihre Rentenbeiträge selbst kapitalgedeckt anzulegen. Im Gespräch geht es auch um das schwedische Rentenmodell, die Wirkung des Zinseszinseffekts und die Frage, ob gerade Menschen mit kleinen Einkommen durch das heutige System am Aufbau eigenen Vermögens gehindert werden.
Außerdem diskutieren Dähne und Schäffler über die Schuldenbremse, den häufig vorgebrachten Zusammenhang von Schulden und Investitionen sowie die Schweiz und Argentinien als Gegenbeispiele unterschiedlicher Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und schließlich geht es um die politische Verantwortung der Boomer: Warum wurden seit Jahrzehnten bekannte demografische Probleme nicht früher angegangen – und was kann die junge Generation heute selbst tun?
„Früher hafteten Eltern für ihre Kinder. Heute haften die Kinder für ihre Eltern.“
Eine Folge über Schulden, Rente, Eigenverantwortung – und die finanziellen Spielräume der nächsten Generation.
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Über Frei heraus - Der R21-Podcast für neue bürgerliche Politik
„Frei heraus“ ist der Podcast von Republik21, der Denkfabrik für neue bürgerliche Politik. Hier erwarten Sie spannende Gespräche mit Gästen, die Klartext reden - mit Substanz und Mut zur eigenen Meinung. Nicht woke, aber hellwach. Moderiert wird der Podcast von R21-Geschäftsführer Steffen Dähne.
Podcast-WebsiteHöre Frei heraus - Der R21-Podcast für neue bürgerliche Politik, Deutschland3000 mit Eva Schulz und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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