Die Dagmar Aaen hat die Westmännerinseln (Vestmannaeyjar) erreicht - Island. Arved Fuchs berichtet von einer beschaulichen, aber nicht ereignislosen Überfahrt von den Färöern: wechselhafte Winde, Atlantikschwell und ein besonderes Highlight.
Mitten auf dem Nordatlantik hat die Crew eine Driftboje über Bord gegeben - aber keine gewöhnliche. Es ist der bislang einzige schwimmfähige Prototyp einer Holzboje, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Bremer Drechslerei und Météo-France. Driftbojen sammeln automatisch Wetterdaten wie Wassertemperatur und Luftdruck und senden sie an Wetterdienste weltweit – bisher immer aus Plastik. Die neue Boje soll zeigen, dass nachwachsende Rohstoffe eine echte Alternative sein können. Sie arbeitet, sie funkt – und alle Beteiligten, vom Deutschen Wetterdienst bis nach Marseille, drücken die Daumen.
Außerdem: Die CTD-Sonde wurde auf der Überfahrt mehrfach eingesetzt, bis zu 250 Meter Tiefe. Nicht immer möglich – zu viel Seegang macht das Beidrehen gefährlich. Und das OceanPack läuft durchgehend weiter, rund um die Uhr.
Auf den Westmännerinseln erwartet die Crew das nächste Bordgespräch: Arved trifft eine Meeresforscherin, die sich mit der Orca-Population rund um Island beschäftigt - und er will sie auch auf Keiko ansprechen, den Orca aus Free Willy, der in den 1990er Jahren hier ausgewildert wurde.
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