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333 Episoden

  • Dimensionen

    Zwischen Diagnose und Deutung

    23.09.2026 | 24 Min.
    Philosophie im Dialog mit Psychiatrie und Psychotherapie
    Was bedeutet es, psychisch gesund oder krank zu sein? Wer entscheidet darüber und nach welchen Kriterien? - Krankheitskonzepte kritisch zu reflektieren und ethische Fragen nach Zwang, Autonomie, Würde und Verantwortung in der Behandlung zu thematisieren, betrachtet die Philosophie der Psychiatrie als ihre Aufgabe. Dabei zeigt sich: Philosophische Denkwerkzeuge helfen der Psychiatrie, ihre eigenen Grundannahmen zu hinterfragen und damit Behandlungen zu verbessern. Umgekehrt profitiert auch die Philosophie von diesem interdisziplinären Dialog, da sie existenzielle Fragen des Menschseins wie Identität, Bewusstsein oder das Leib-Seele-Problem an menschlichen Grenzerfahrungen überprüfen kann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23.09.2026.
    Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
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    Vertriebene Veterinäre: Die Vetmeduni Wien stellt sich ihrer Geschichte

    22.09.2026 | 24 Min.
    Als 1938 nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich viele Rektoren an den Unis ausgetauscht wurden, war das an der Tierärztlichen Hochschule nicht notwendig. Rektor Franz Benesch war schon vor dem "Anschluss" dafür bekannt, dem Nationalsozialismus sehr nahe zu stehen. Und auch die antisemitische Gewalt begann nicht 1938: Nationalsozialistische Studenten organisierten im Mai 1933 eine Gewaltaktion, bei der sie jüdische Studierende daran hinderten, die Uni zu betreten. Im Zuge der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Vetmeduni hat die Historikerin Lisa Rettl die Biografien vertriebener Studenten recherchiert und Nachfahren aus Israel nach Wien eingeladen, die mehr darüber erfahren wollen, worüber der Großvater kaum sprechen wollte und konnte. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22.09.2026.
    Gestaltung: Katharina Gruber
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    Super-GAU im Nationalpark

    21.09.2026 | 24 Min.
    Wie in der Schweiz ein verseuchter Fluss saniert wird
    Vor 10 Jahren nahm ein beispielloses Unglück seinen Anfang, das seither den Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden beschäftigt. Am Rand des Schutzgebietes steht eine Staumauer aus den 1960er Jahren, sie bildet den Lago di Livigno in Italien. Bei einem Zwischenfall bei Sanierungsarbeiten gelangte PCB-haltiger Staub in den Fluss Spöl, der durch den Nationalpark fließt. Polychlorierte Biphenyle (PCBs) sind langlebige und hochgiftige Stoffe, die sich in der Nahrungskette anreichern: in Wasser und Kies, Kleinstlebewesen, Fischen und Vögeln. Nach jahrelangen Verhandlungen wird der Spöl saniert. Während die Schuldfrage vor Gericht noch nicht geklärt ist, werden Bachforellen umgesiedelt, das Flussbett ausgebaggert, belastetes Sediment vor Ort gereinigt oder entsorgt. Eine Reportage aus den Schweizer Bergen am 10. Jahrestag der Katastrophe. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21.09.2026.
    Gestaltung: Lukas Tremetsberger
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    Pelicot ist überall

    17.09.2026 | 24 Min.
    Die Netzwerke der Täter:
    Betäubt, missbraucht, gefilmt - vom eigenen Partner, oft unter Beteiligung Dritter. Der Fall Gisèle Pelicot löste weltweit Entsetzen aus. Doch mittlerweile zeigt sich: Pelicot ist kein Einzelfall, sondern die Spitze des Eisbergs. Auch der Femizid in Marchtrenk, der letzte Woche Österreich schockierte, scheint diesem Muster zu entsprechen. Ein aktueller Bericht über ein Gewaltphänomen, das laut Europol massiv zunimmt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17.09.2026.
    Gestaltung: Daniela Derntl
  • Dimensionen

    Neandertaler: Der unterschätzte Urmensch

    16.09.2026 | 24 Min.
    Lange wurde er als grobschlächtiger Eiszeitmensch dargestellt, schlicht und ohne kulturelle Begabung. Doch das Bild des Neandertalers hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich gewandelt: Er konnte kochen, entfernte Karies mit Steinbohrern und verwendete Klebstoff, um Werkzeugteile miteinander zu verbinden. Die Palette der Kulturtechniken ist durchaus mit jener des modernen Menschen zu vergleichen. Wie man durch die moderne Archäogenetik weiß, haben Neandertaler und Homo sapiens auch Nachkommen gezeugt. Von Abgrenzung unterschiedlicher Arten kann also keine Rede sein. Dennoch ist der Neandertaler vor 40.000 Jahren ausgestorben, während sein Verwandter den gesamten Erdball erobert hat. Warum? Manche argumentieren, der Neandertaler lebt immer noch - in uns. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 09. 2026.
    Gestaltung: Robert Czepel
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