21 Episoden
- »Wann ist ein Mann ein Mann?« fragen 40 Jahre nach Herbert Grönemeyer vor allem jene jungen Männer, die von frauenhassenden Influencern aus der »Manosphere«-Blase zu einer lächerlichen Mucki-&-Macht-Männlichkeit verführt werden. Die aber ist weder auf dem realen Arbeitsmarkt noch bei Frauen erfolgreich. Es gibt Szenen im Leben des antiken biblischen Königs David, die wertvolle aktuelle Marker für eine reife, gesunde Männlichkeit liefern. Von Johannes, Petrus und Jesus ganz beziehungsweise nicht zu schweigen. Echte »Detox Male Identities«, finden Andreas Malessa und Martin Hünerhoff.
- Wenn alte Villenbesitzer dieselbe Renten-Erhöhung bekommen wie alte Pfandflaschensammler, ist das dann »gleiches Recht für alle« oder ungerecht? Zwei Lehrerinnen unterrichten dasselbe, aber die eine ist Beamtin, die andere ist Angestellte … tja, Pech gehabt? Der Lohn einer Leistung und der Wert eines Menschen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, sagt Jesus und setzt noch einen drauf: Ein Unqualifizierter bekommt den Tagessatz eines Highperformers als Stundenlohn! Denn »im Himmel werden die Ersten die Letzten sein«. Gnädig sein ist aber doch ungerecht, oder?
- Politiker plötzlich ohne Bart und Showstars mit neuer Frisur haben sich nicht »ganz neu erfunden«, sondern sind charakterlich vermutlich ganz die Alten. Geschlecht, ethnische und familiäre Herkunft, Werdegang und Beruf, Lebensstil und Denkweise mögen äußere Identitätsmarker sein, beantworten aber nicht die Frage »Wer bin ich wirklich?« Eine ab- und ausgrenzende Identitätspolitik, die Verachtung und Benachteiligung aller, die anders sind als ich, verhindert die eigene Persönlichkeitsreifung. Selbstoptimierung statt Ichfindung, Identität Marke Eigenbau, übersieht die Tatsache, dass jede und jeder von Zeugung an ein unverwechselbares Original ist. Gewollt, geschaffen und geliebt als individuelles Gegenüber zu Gott. Was aber bedeutet dann der Satz des Paulus »Nun lebe nicht ich, sondern Christus lebt in mir«?
- »Humor ist, wenn man…« ? Trotzdem lacht, sagt das Sprichwort. Trotz widriger Umstände und widerwärtiger Zeitgenossen mit selbstironischer Distanz über sich und andere lachen kann. Humor ist der offene Knopf, damit uns nicht der Kragen platzt. Aber: Wo »hört der Spaß auf«? Was unterscheidet Comedyklamauk von religionskritischen Kabarett?. Ausgerechnet die Bibel enthält deftigste Satire und obendrein die Zusage, »wer zuletzt lacht, lacht am besten«. Ganz zuletzt. Sogar dann, ja.
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