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- Von individuellen Freiheiten und Selbstbehauptungen erzählt Hollywood immer seltener. Das bürgerliche Subjekt spielt in den Marvel-Filmen keine bedeutende Rolle. Auch das kritisiert Martin Scorsese. Doch womit hängt diese Entwicklung zusammen? Längst werden in #Hollywood nicht mehr Filme primär für den Westen produziert, der Filmmarkt ist nur ein völlig globaler – vor allem in China und Indien, wo autoritäre Politiker sich als #Superhelden und Retter gerieren, sollen die Blockbuster funktionieren. Wo aber das Individuum immer weniger Raum bekommt, hat es hinter der Kamera auch der individuelle #Künstler schwer. Immer, schreibt Scorsese, gab es eine Spannung zwischen Kunst und Markt – doch etwas hat sich radikal verändert. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast.Literatur:Martin Scorsese Artikel über Marvel in der „New York Times“: https://www.nytimes.com/2019/11/04/op...Max Horkheimer/ Theater W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Fischer.Siegfried Kracauer: Von Caligari zu Hitler. Eine psychologische Geschichte des deutschen Films. Suhrkamp. Ivan Krastev, Stephen Holmes: Das Licht, das erlosch. Eine Abrechnung. Ullstein.
Den 100-minütigen DeepDive zu Kubricks „Barry Lyndon“ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Der Regisseur Will Gluck („Einfach zu haben“) hat gemeinsam mit Travis Braun das dümmste Drehbuch des Jahres geschrieben. „One Night Only“ spielt in einer nahen dystopischen Zukunft, der die RomCom mit Humor begegnen will. Das Szenario erinnert an „The Purge“: In einer einzigen Nacht im Jahr darf man seinen Trieben freien Lauf lassen, doch geht es dieses Mal nicht um Gewaltorgien, sondern um den Beischlaf unter Unverheirateten. Dieser wurde von der autoritären US-Regierung untersagt, Ziel ist es, die Ehe als Leitbild zu stärken und Schwangerschaften in der Jugend zu verhindern. Die repressive Ordnung wird von den New Yorkern kaum hinterfragt. So die Prämisse des Films, vor der sich Ally (Monica Barbaro) und Owen (Callum Turner) zufällig begegnen: Boy meets Girl. Jedoch besteht die Geschichte in den folgenden zwei Stunden nur aus Hindernissen, die unfreiwillig eine enorme Prüderie der Kulturindustrie freilegen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Georges Bataille: Das Unmögliche. Hanser.
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - 1975 erscheint der bis heute ungewöhnlichste und schönste Historien- und Kostümfilm in den Kinos: Stanley Kubrick gelingt mit BARRY LYNDON eine freie Literaturadaption, die bis heute irritiert. Ryan O’Neal spielt die Titelfigur, die nicht leicht zu greifen ist, wie der gesamte Film sich direkten Zugängen entzieht. Ein Held, der keiner ist und der sich nur manchmal sympathisch verhält, artifizielle Dialoge, getragene Musik, eine Kamera, die die meiste Zeit auf dem Stativ verbleibt – diese Charakteristika bestimmen den Film und sie machen ihn auf den ersten Blick schwer zugänglich. Jedoch lohnt es sich, genauer hinzusehen und die Ästhetik näher zu analysieren, um zum Inhaltlichen zu gelangen. Der obsessive Einsatz von Zooms, die Anlehnung an große Maler des 18. Jahrhunderts sowie ein minimalistisches Schauspiel sorgen für eine außergewöhnliche Erfahrung. Wir wohnen einer Subjektwerdung bei, die keineswegs autonom erfolgt, sondern die die Ordnung der Dinge selbst hervorbringt. So zeitlich entrückt der Film auch ist, er spricht zu uns heute. Mehr dazu im neuen DeepDive der Filmanalyse plus!
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https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Ein alter Rebell rebelliert erneut: Martin Scorsese rechnete nicht nur in einem Interview mit den Marvel-Filmen ab, auch in einem ausführlichen Artikel in der „New York Times“ erklärt er seinen Angriff auf die das #Kino dominierenden #Blockbuster unserer Zeit. Auch sein Kollege Francis Ford Coppola, der ebenso wie Scorsese ein Kind von New Hollywood ist, hat die Marvel-Produktionen harsch kritisiert. Wie ist die #Kritik der Regielegenden einzuordnen? Hier geht es um mehr als nur Geschmacksfragen, vielmehr zeichnet sich gerade das Ende des Hollywoodkinos ab, genau dagegen schreibt Martin Scorsese an. Denn es gab ein Kernthema, das sowohl die Filme des Classical Hollywood als auch die des New Hollywood miteinander verband und das Jahrzehnte unsere westliche Kinokultur bestimmte, und genau dieses Kernthema scheint nun verloren zu gehen. Wir müssen uns fragen: Ist Hollywood noch Hollywood? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Martin Scorsese Artikel über Marvel in der „New York Times“: https://www.nytimes.com/2019/11/04/op...Martin Scorsese im Gespräch mit Woody Allen, in: DU (2017)Max Horkheimer/ Theater W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Fischer.
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Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans - Was kann man in 82 Minuten erzählen? Fast alles, zeigt uns Regisseur Paweł Pawlikowski mit seinem Schwarz/Weiß-Film „Vaterland“, in dem Hanns Zischler als Thomas Mann und Sandra Hüller als dessen Tochter Erika Mann zu erleben sind. Dieser herausragende Film erzählt in fiktionalisierter Form und Verdichtung von dem Literaturnobelpreisträger, der 1949 nach Deutschland reist, um zunächst in Frankfurt am Main und dann in Weimar einen Goethe-Preis entgegenzunehmen und in seinen Dankesreden ein anderes Deutschland heraufzubeschwören, das nicht todestrunken ist. Seine Tochter Erika, die in Wahrheit diese Reise nicht begleitete, unterstützt ihren Vater, gerät aber bald aneinander mit ihm, als Thomas Mann selbst dann noch seine Reise und alles Zeremonielle fortsetzt, als die Nachricht von Klaus Manns Tod eintrifft. Werden in den Goethe-Reden Humanität und menschliche Ideale heraufbeschworen, zeigt sich der Dichterfürst privat kalt und grausam. „Vaterland“ ist eine hochinteressante Reflexion über die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft und im Staat. Mehr dazu in der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt! Das gesamte Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/aboutApple-Podcast:https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft):https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home
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