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Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt
Die Filmanalyse
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317 Episoden

  • Die Filmanalyse

    Ep. 282: Die GRAUENHAFTE Welt der Amélie

    13.03.2026 | 14 Min.
    Das Kuschel-Arthaus-Kino hat einen Ursprung: 2001 kam der Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain) mit #AudreyTauTou in die Kinos. Ein Sensationserfolg – nicht nur in #Frankreich, sondern auch in den deutschsprachigen Ländern. Die Programmkinos sowie die Produktionsfirmen erkannten im Possierlichen und Niedlichen nun eine Lücke: Es gibt ein Publikum, dem Kunst zu anstrengend, aber Hollywood zu doof ist, und dieses konnte so fabelhaft erreicht werden. Und bis heute erscheinen monatlich „Amélie“-Epigonen. Doch was ist so falsch an einem Film wie #DieFabelhafteWeltderAmélie, der zu Herzen gehen möchte, mit so einer reizend verschrobenen Hauptfigur und so vielen netten Menschen? Nun, diese Nettigkeit ist typisch für die Kulturindustrie, wie es schon Adorno beschrieben hat. Jean-Pierre Jeunet gibt sich dabei kunstsinnig und pseudo-individuell, ja, er greift sogar Bruchstücke des postmodernen Erzählens auf, um schließlich alle Gegensätze zu harmonisieren und in eine Zuckerguss-Welt zu überführen, die durch und durch konservativ ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Theodor W. Adorno: „Résumé über Kulturindustrie“, in: Ders.: Kulturkritik und Gesellschaft I. Suhrkamp.

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  • Die Filmanalyse

    Ep 281: Meinungsfreiheit? Der Berlinale-Sieger GELBE BRIEFE – Kritik & Analyse

    08.03.2026 | 23 Min.
    Mit dem Goldenen Bären wurde „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak auf der diesjährigen Berlinale ausgezeichnet. Nach dem großartigen Lehrstück „Das Lehrerzimmer“ legt der Regisseur erneut ein Lehrstück vor; dieses Mal geht es um die schwindende Meinungs- und Kunstfreiheit in einem Staat, der immer autoritärer wird. Dieser Staat ist die Türkei – oder etwa doch nicht? Interessanterweise wurde der Film nicht in der Türkei gedreht, sondern die Szenen in Ankara spielen in Berlin, die Szenen in Istanbul wurden in Hamburg realisiert. Die deutschen Städte sind dabei deutlich zu erkennen. İlker Çatak arbeitet – ähnlich wie Bertolt Brecht – mit dem Verfremdungseffekt, sodass wir plötzlich unsere Verhältnisse, die schrittweise immer autoritärer werden, in diesem Film erkennen können. Die Freiheit schwindet, wo die ökonomische Unabhängigkeit angetastet wird. „Gelbe Briefe“ bleibt bewusst uneindeutig und wird dadurch grundsätzlich. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
    Der Monitor-Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=rh5Tws9D-EQ (https://deref-web.de/mail/client/38IKgqXn4rM/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Drh5Tws9D-EQ)
    Literatur:
    Heinrich Böll: Nachwort zu „Das Ende einer Dienstfahrt“. DTV.
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 280: Animal Farm VS Ein Schweinchen namens Babe - Kritik & Analyse

    05.03.2026 | 19 Min.
    Was haben die Filme „Animal Farm“ („Die Farm der Tiere“) und „Ein Schweinchen namens Babe“ miteinander gemein? Klar, in beiden spielen Schweine eine wichtige Rolle, in beiden können Tiere sprechen, doch darüber hinaus eint die Filme, dass sie sich mit Herrschaftsformen und Rebellion auseinandersetzen. George #Orwell verfasste mit seinem Märchen „Animal Farm“ eine Dystopie, die er in der Sowjet-Union verwirklicht sah, doch immer wieder wird der Text sowie auch der 1954 veröffentlichte Film falsch rezipiert. „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher“, zitieren viele gern den berühmtesten Satz, ohne ihn richtig einzuordnen. Stattdessen soll er ein Beweis dafür sein, dass die Idee der Gleichheit an sich falsch sei. Das deckt sich aber weder in Orwells Text noch mit der #Zeichentrick-Verfilmung. Hingegen spielt die Gleichheit aller in „Babe“ gar keine Rolle, vielmehr wird in dem beliebten #Kinderfilm aus dem Jahr 1995 der Individualismus hochgehalten, während das eigentliche Elend nur gleich am Anfang kurz zu sehen ist: die Massentierhaltung. Das niedliche Schweinchen aber wird aus den Verhältnissen dank eines Zufalls gerettet – das muss genügen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast.Literatur:Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft: Antisemitismus. Imperialismus. Totale Herrschaft: Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. Piper.George Orwell: Die Farm der Tiere. Ein Märchen. Diogenes.

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  • Die Filmanalyse

    Ep. 279: Mein Oscar-Favorit: MARTY SUPREME – Kritik & Analyse

    01.03.2026 | 26 Min.
    Josh Safdie, der bereits mit seinem Bruder Benny die großartigen Filme „Good Time“ und „Uncut Gems“ drehte, bringt mit „Marty Supreme“ eine atemlose tragikomische Geschichte auf die Leinwand, in der Timothée Chalamet in der Hauptrolle brilliert. Für neun Oscars ist der Film nominiert. Chalamet spielt Marty Mauser, der 1952 sein täglich Brot in Lower Manhattan im Schuhgeschäft seines Onkel verdienen muss. Das soll aber nicht seine Zukunft werden, stattdessen strebt Marty nach einer Karriere als Tischtennisspieler, ja, er will der beste Spieler der Welt werden, um so den Sport auch in den USA populär zu machen. Das ließe sich leicht als ein typisches Biopic inszenieren, an dessen Ende Ruhm und Reichtum stehen. Josh Safdie aber parodiert das Genre, hintergeht das Sportlerdrama durch den Kraftaufwand, die Taktik und die Ausdauer, die nötig sind, um an Geld zu kommen, damit Marty sich die Flüge zu den Auswärtsspielen leisten kann. Immer grotesker und verworrener wird die Geschichte, die der Kapitalismus selbst schreibt. „Marty Supreme“ bietet bei aller Pointen und nervenaufreibenden Verwicklungen eine glasklare Analyse der Gesellschaft. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
     
    Literatur:
    Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB.
     
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  • Die Filmanalyse

    Ep. 278: Unsere Zukunft oder Gegenwart? SOYLENT GREEN - Kritik & Analyse

    26.02.2026 | 21 Min.
    Richard Fleischer schuf mit „Soylent Green“ („… Jahr 2022 … die überleben wollen“) einen Klassiker des #ScienceFiction-Films, den man sich nicht nur aus filmhistorischen Gründen ansehen sollte. Weit sind wir von der Zukunft, in der die #Dystopie spielt, nicht mehr entfernt. Auch wenn New York heute nicht so aussieht, wie es der Film darstellt, sind Parallelen zu unserer Gegenwart dennoch unübersehbar. Zudem diskutieren wir noch immer und intensiver denn je über die Zerstörung der Natur durch unsere imperiale Lebensweise, über Ernährungskonzepte und über die Grenzen des Wachstums. In „Soylent Green“ erleben wir #CharltonHeston in einer ungewöhnlichen Rolle: Als Detective Thorn soll er eigentlich nur ein Verbrechen aufklären, doch er muss bald feststellen, dass es offenbar eine große Verschwörung gibt. Um diese aufzudecken, muss Thorn herausfinden, aus was dieses ominöse Soylent Green, das aller ernährt, eigentlich gemacht ist. Fleischers Kultfilm ist nicht nur eine finstere Zukunftsprognose, er ist auch ein Film über die Dialektik des Kinos. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Eva von Redecker: Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen. S. Fischer Verlag.

    Jetzt ist der neue DeepDive erschienen. Es geht um die Berlinale-Debatte, Wim Wenders, Ethan Hawke, Neil Patrick Harris und die Frage, wie (un)politisch Filme und Künstler sein können. Die gesamte Folge ist hörbar über ein Abo von Die Filmanalyse Plus.

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Über Die Filmanalyse

Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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