Der Zweite Gedanke

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Der Zweite Gedanke
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  • Der Zweite Gedanke

    Social Media für Kinder: verbieten oder regulieren?

    05.03.2026 | 55 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Nina Kolleck und Mario Voigt
    "Die Plattformen müssen sich an Regeln halten." (Nina Kolleck)
    Deutschland diskutiert über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Im Verbotslager deutet sich ein parteiübergreifender Konsens an: Die Regierungskoalition aus CDU, SPD und auch die Grünen sind dafür. Wissenschaftler warnen seit Längerem vor den Gefahren der Sucht und Manipulation durch Soziale Medien. So hat etwa die Nationalakademie Leopoldina bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen vorgelegt, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen. Der Ministerpräsident Thüringens, Mario Voigt (CDU) setzt sich für Verbotsmaßnahmen ein, die Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie Nina Kolleck spricht sich dagegen aus. Sie plädiert für eine stärkere Regulierung der Plattformen.
    Nina Kolleck ist Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam. Ihr Buch „Der Kampf in den Köpfen: Wie TikTok, Instagram und Co unsere Kinder manipulieren“ erscheint 2026 bei Rowohlt.
    Mario Voigt, geboren 1977 in Jena, ist seit Ende 2024 Ministerpräsident von Thüringen und seit 2022 Landesvorsitzender der CDU in Thüringen.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
    00:02:35 Pro Verbot Mario Voigt
    00:04:13 Contra Verbot Nina Kolleck
    00:9:27 Kinder digital nicht alleine lassen
    00:14:31 Social Media und Rollenbilder
    00:23:57 Psychische Gesundheit als Netzphänomen
    00:28:04 im Netz der Populisten
    00:41:00 Es gibt auch gutes Seiten
    00:47:38 Umsetzbarkeit eines Verbots
    00:51:06 Tipps für Eltern
    00:55:00 Der zweite Gedanke
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  • Der Zweite Gedanke

    Deutschlands Versagen, Europas Verteidigung

    26.02.2026 | 1 Std. 4 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Katja Gloger und Jana Puglierin
    "Wir müssen uns vorbereiten." (Jana Puglierin)
    "Strategisches Versagen", so nennt die langjährige Russland-Journalistin Katja Gloger die deutsche Russlandpolitik spätestens ab dem Krim-Jahr 2014. Mit Georg Mascolo schreibt sie in ihrem jüngsten Buch: "Vieles wurde gesehen – und doch nicht ausreichend verstanden", etwa die frühen deutschen Geheimdienstinformationen über den russischen Präsidenten Putin. Als dieser vor 25 Jahren im Deutschen Bundestag sprach, hätten die Abgeordneten ihren Hoffnungen applaudiert: "Hoffnungen, die sich als Illusionen erwiesen."
    Und heute? Vier Jahre nach der Vollinvasion Russlands gegen die Ukraine fragt man sich in Deutschland: "Wer verteidigt Europa?" – so der Titel des neuen Buchs der Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin. Längst ist von neuen Kriegsgefahren die Rede, während die Ukraine im Verteidigungskampf weiterhin nur eingeschränkte, hoch umstrittene Unterstützung erhält. Versagt auch die europäische Ukraine-Politik?)
    Katja Gloger ist Journalistin und Autorin mit den Schwerpunkten Russland und Sicherheitspolitik. Ihr Bestseller (mit Georg Mascolo) „Das Versagen. Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik“ ist 2025 bei Ullstein erschienen)
    Jana Puglierin ist Politikwissenschaftlerin und Leiterin des Thinktanks „European Council on Foreign Relations“ (ECFR) in Berlin. Ihr neues Buch heißt „Wer verteidigt Europa? Die neuen Kriegsgefahren und was wir tun müssen, um uns zu schützen“ (Rowohlt, 2026). )
    Kapitel:
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke: Versagt unsere Ukraine-Politik?
    00:04:03 "Tschekist" Putin und Tschetschenienkrieg
    00:08:17 Illusionen: Putins Rede im Bundestag 2001 (mit O-Ton Werner Schulz),
    00:23:18 Euro-Maidan und Krim-Besetzung 2014
    00:31:30 Fehlende Fehlerkultur in der deutschen Politik: SPD, Angela Merkel
    00:37:02 Verteidigung Europas und der Ukraine (mit O-Ton Serhij Zhadan)
    00:41:17 Friedrich Merz und der Taurus
    00:51:38 Dystopie: Russischer Angriff auf Deutschland 2029?
    01:00:49 Versagt die europäische Verteidigung in der Ukraine?
    01:02:54 Outro/ Der zweite Gedanke
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  • Der Zweite Gedanke

    Literatur als Selbsterhaltung (dt.-ukr. Fassung)

    19.02.2026 | 38 Min.
    Der ukrainische Autor Serhij Zhadan im Gespräch mit Natascha Freundel
    Deutsch-Ukrainisch ohne Overvoice. Deutsche Fassung siehe Podcast
    "Im Krieg entsteht eine neue Literatur." (Serhij Zhadan )
    „Die Dichtung ist und bleibt eine Form der Medizin. Nein, heilen kann sie nicht, aber sie kann die Hoffnung zurückgeben“, schreibt der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Soldat Serhij Zhadan in seinem Gedichtband „Chronik des eigenen Atems“. In den zwölf Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der in den vergangenen vier Jahren zu einem Vernichtungskrieg gegen das ganze Land geworden ist, hat Zhadan eine neue literarische Sprache gefunden. Eine Literatur, die von den Kriegsfolgen und von der Resilienz der Ukrainer erzählt. Schreiben, Singen und Übersetzen sind Formen der Selbsterhaltung für den wohl wichtigsten ukrainischen Autor der Gegenwart. Auch der erste Armeesender der Ukraine, "Radio Chartija", spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Gedankenaustausch über Literatur im Krieg, über Paul Celan, Bruno Schulz und Bertolt Brecht, über Kinder und unsere Zukunft.
    Serhij Zhadan ist der derzeit erfolgreichste Schriftsteller, Übersetzer und Musiker der Ukraine. Im Frühjahr 2024 ist er der „Chartija“-Brigade der ukrainischen Nationalgarde beigetreten und leitet dort das von ihm aufgebaute „Radio Chartija“. Auf Deutsch erscheint sein Werk im Suhrkamp Verlag, zuletzt „Keiner wird um etwas bitten“ (2025). 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2025 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:02:08 Literatur und Hoffnung im Krieg
    00:06:26 Lage in Charkiw
    00:10:53 Widerstandgeist und Armee in der Ukraine
    00:14:04 Entstehung einer neuen Kultur und Literatur
    00:21:00 Kinder, Konzerte und Zukunft
    00:24:41 Paul Celan und Bruno Schulz
    00:30:15 Von Russisch zu Ukrainisch
    00:31:38 Bertolt Brecht und Rilke
    00:35:23 Radio an der Front
    00:39:23 Europas Unterstützung der Ukraine
    00:42:34 Der zweite Gedanken von Serhij Zhadan
    00:43:56 Outro
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  • Der Zweite Gedanke

    Literatur als Selbsterhaltung

    19.02.2026 | 44 Min.
    Der ukrainische Autor Serhij Zhadan im Gespräch mit Natascha Freundel

    Deutsche Fassung. Übersetzung und Overvoice: Sofija Onufriv

    "Im Krieg entsteht eine neue Literatur." (Serhij Zhadan
    )

    „Die Dichtung ist und bleibt eine Form der Medizin. Nein, heilen kann sie nicht, aber sie kann die Hoffnung zurückgeben“, schreibt der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Soldat Serhij Zhadan in seinem Gedichtband „Chronik des eigenen Atems“. In den zwölf Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der in den vergangenen vier Jahren zu einem Vernichtungskrieg gegen das ganze Land geworden ist, hat Zhadan eine neue literarische Sprache gefunden. Eine Literatur, die von den Kriegsfolgen und von der Resilienz der Ukrainer erzählt.
    Schreiben, Singen und Übersetzen sind Formen der Selbsterhaltung für den wohl wichtigsten ukrainischen Autor der Gegenwart. Auch der erste Armeesender der Ukraine, "Radio Chartija", spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Gedankenaustausch über Literatur im Krieg, über Paul Celan, Bruno Schulz und Bertolt Brecht, über Kinder und unsere Zukunft.

    Serhij Zhadan ist der derzeit erfolgreichste Schriftsteller, Übersetzer und Musiker der Ukraine. Im Frühjahr 2024 ist er der „Chartija“-Brigade der ukrainischen Nationalgarde beigetreten und leitet dort das von ihm aufgebaute „Radio Chartija“. Auf Deutsch erscheint sein Werk im Suhrkamp Verlag, zuletzt „Keiner wird um etwas bitten“ (2025). 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2025 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:02:08 Literatur und Hoffnung im Krieg
    00:06:26 Lage in Charkiw
    00:10:53 Widerstandgeist und Armee in der Ukraine
    00:14:04 Entstehung einer neuen Kultur und Literatur
    00:21:00 Kinder, Konzerte und Zukunft
    00:24:41 Paul Celan und Bruno Schulz
    00:30:15 Von Russisch zu Ukrainisch
    00:31:38 Bertolt Brecht und Rilke
    00:35:23 Radio an der Front
    00:39:23 Europas Unterstützung der Ukraine
    00:42:34 Der zweite Gedanken von Serhij Zhadan
    00:43:56 Outro

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  • Der Zweite Gedanke

    Literatur als Selbsterhaltung

    19.02.2026 | 44 Min.
    Der ukrainische Autor Serhij Zhadan im Gespräch mit Natascha Freundel
    Deutsche Fassung. Übersetzung und Overvoice: Sofija Onufriv
    "Im Krieg entsteht eine neue Literatur." (Serhij Zhadan)
    "Die Dichtung ist und bleibt eine Form der Medizin. Nein, heilen kann sie nicht, aber sie kann die Hoffnung zurückgeben", schreibt der ukrainische Schriftsteller, Musiker und Soldat Serhij Zhadan in seinem Gedichtband "Chronik des eigenen Atems". In den zwölf Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der in den vergangenen vier Jahren zu einem Vernichtungskrieg gegen das ganze Land geworden ist, hat Zhadan eine neue literarische Sprache gefunden. Eine Literatur, die von den Kriegsfolgen und von der Resilienz der Ukrainer erzählt. Schreiben, Singen und Übersetzen sind Formen der Selbsterhaltung für den wohl wichtigsten ukrainischen Autor der Gegenwart. Auch der erste Armeesender der Ukraine, "Radio Chartija", spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Gedankenaustausch über Literatur im Krieg, über Paul Celan, Bruno Schulz und Bertolt Brecht, über Kinder und unsere Zukunft.
    Serhij Zhadan ist der derzeit erfolgreichste Schriftsteller, Übersetzer und Musiker der Ukraine. Im Frühjahr 2024 ist er der "Chartija"-Brigade der ukrainischen Nationalgarde beigetreten und leitet dort das von ihm aufgebaute "Radio Chartija". Auf Deutsch erscheint sein Werk im Suhrkamp Verlag, zuletzt "Keiner wird um etwas bitten" (2025). 2022 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2025 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:02:08 Literatur und Hoffnung im Krieg
    00:06:26 Lage in Charkiw
    00:10:53 Widerstandgeist und Armee in der Ukraine
    00:14:04 Entstehung einer neuen Kultur und Literatur
    00:21:00 Kinder, Konzerte und Zukunft
    00:24:41 Paul Celan und Bruno Schulz
    00:30:15 Von Russisch zu Ukrainisch
    00:31:38 Bertolt Brecht und Rilke
    00:35:23 Radio an der Front
    00:39:23 Europas Unterstützung der Ukraine
    00:42:34 Der zweite Gedanken von Serhij Zhadan
    00:43:56 Outro
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Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
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