Der Zweite Gedanke

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Der Zweite Gedanke
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152 Episoden

  • Der Zweite Gedanke

    250 Jahre USA: Wunsch und Wirklichkeit

    02.07.2026 | 58 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Agnes Mueller und Rieke Havertz
    Die USA gelten als älteste moderne Demokratie der Welt. Am 4. Juli jährt sich die Unabhängigkeit zum 250. Mal. The Land Of The Free war lange ordnungspolitische Weltmacht und Vorbild demokratischer Staaten. Aber das amerikanische Wunschbild hat Risse bekommen. Heute wirken die USA in vieler Hinsicht fremd und bedrohlich. Im Inland spaltet die MAGA-Bewegung die Gesellschaft und zerstört das System der Checks and Balances. Nach außen wirkt Trumps Amerika als völlig unzuverlässiger Partner. Wie sehr klaffen heute Wunsch und Wirklichkeit der USA auseinander?
    Rieke Havertz, geboren 1980 in Jever, ist internationale Korrespondentin bei der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts »OK, America?«. Mehrere Jahre hat sie aus Washington über das Land berichtet. Ihr aktuelles Buch "Goodbye, America? Die USA und wir - eine Neuvermessung" ist bei Aufbau erschienen.
    Agnes Mueller, geboren 1968 in Rosenfeld, ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Jüdische Studien an der University of South Carolina. SGerade ist bei Cambridge University Press ihr neues Buch "Holocaust Migration in German Jewish Literatures" erschienen.
    Kapitel
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
    00:03:11 Freiheit Made in USA
    00:08:45 Abgrenzung Liberty für Trump und Harris
    00:11:14 Einschränkungen an den Unis
    00:16:27 Reizwort Cancel Culture
    00:25:52 Braindrain?
    00:34:25 Amerika wählt pragmatisch
    00:36:30 Wie gemeinsam 250 Jahre feiern
    00:40:25 Erinnerungspolitik
    00:45:07 Was ist aus der Soft Power geworden?
    00:47:55 Distanziert sich Europa?
    00:56:30 Der Zweite Gedanke
    Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
    Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
    Podcast-Tipp: Straße von Hormus – Ein Wirtschaftsupdate
    https://1.ard.de/hormus-update
  • Der Zweite Gedanke

    250 Jahre USA: Wunsch und Wirklichkeit

    02.07.2026 | 58 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Rieke Havertz und Agnes Mueller

    "Der American Dream ist von Lügen durchzogen." (Rieke Havertz)

    Die USA gelten als älteste moderne Demokratie der Welt. Am 4. Juli jährt sich die Unabhängigkeit zum 250. Mal. The Land Of The Free war lange ordnungspolitische Weltmacht und Vorbild demokratischer Staaten. Aber das amerikanische Wunschbild hat Risse bekommen. Heute wirken die USA in vieler Hinsicht fremd und bedrohlich. Im Inland spaltet die MAGA-Bewegung die Gesellschaft und zerstört das System der Checks and Balances. Nach außen wirkt Trumps Amerika als völlig unzuverlässiger Partner. Wie sehr klaffen heute Wunsch und Wirklichkeit der USA auseinander?

    Rieke Havertz ist internationale Korrespondentin der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts »OK, America?«. Mehrere Jahre hat sie aus Washington über das Land berichtet. Ihr aktuelles Buch "Goodbye, America? Die USA und wir - eine Neuvermessung" ist bei Aufbau erschienen.

    Agnes Mueller ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Jüdische Studien an der University of South Carolina. Gerade ist bei Cambridge University Press ihr neues Buch "Holocaust Migration in German Jewish Literatures" erschienen.

    Kapitel:

    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
    00:03:11 Freiheit Made in USA
    00:08:45 Abgrenzung Liberty für Trump und Harris
    00:11:14 Einschränkungen an den Unis
    00:16:27 Reizwort Cancel Culture
    00:25:52 Braindrain?
    00:34:25 Amerika wählt pragmatisch
    00:36:30 Wie gemeinsam 250 Jahre feiern
    00:40:25 Erinnerungspolitik
    00:45:07 Was ist aus der Soft Power geworden?
    00:47:55 Distanziert sich Europa?
    00:56:30 Der Zweite Gedanke

    Podcast-Tipp: Straße von Hormus - ein Wirtschaftsupdate https://1.ard.de/hormus-update

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    Wir verabschieden uns in die Sommerpause. Am 3.9. geht es weiter!
    Eine schöne Sommerzeit!
  • Der Zweite Gedanke

    Ingeborg Bachmann: "Die Männer sind unheilbar krank."

    25.06.2026 | 56 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Teresa Präauer und Regina Schilling
    "Therapie schadet nie." (Teresa Präauer)
    Ingeborg Bachmann lacht, als sie zum Fernsehreporter sagt: „Die Männer sind unheilbar krank. Wissen Sie das nicht? Alle!“ Die Interviewszene von 1971 ist zentral in Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Zum 100. Geburtstag der solitären Schriftstellerin Bachmann springt hier ihre Aktualität ins Auge: Ihr Erforschen (und Erleiden) dessen, was heute strukturelle männliche Gewalt gegen Frauen genannt wird. Ihre Behauptung eines „Ichs“, das nach einer anderen Freiheit sucht, nach einem anderen „Du“, jenseits männlicher und weiblicher Zuschreibungen.
    Seit Bachmanns tragischem Tod im September 1973 hat sich viel verändert. Künstlerinnen sind keine Ausnahmen mehr. Geschlechter sind fluide und kommunizieren „auf Augenhöhe“. Wirklich? Die Filmemacherin Regina Schilling und die Schriftstellerin Teresa Präauer denken über das enigmatische Erbe der Ingeborg Bachmann und Frauen im Kunstbetrieb heute nach.
    Teresa Präauer ist Schriftstellerin und lebt in Wien. Ihr Roman »Für den Herrscher aus Übersee« erhielt 2012 den aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt. Seither entstanden zahlreiche Bücher, u. a. ausgezeichnet mit dem Erich-Fried-Preis 2017, dem Ben-Witter-Preis 2022 sowie dem Bremer Literaturpreis 2024 für »Kochen im falschen Jahrhundert«. Demnächst erscheinen: »Nie mehr weinen – Tränenkunde für Fortgeschrittene« (Essay, Residenz Herbst 2026) sowie »Guten Abend, Herr Morgan«, 3.12.2026 Theater in der Josefstadt, Kammerspiele.
    Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin und war 2001 bis 2024 mitverantwortlich für das Programm der lit.COLOGNE. Zu ihren vielfach ausgezeichneten Filmen zählen „Bierbichler“ (2007), „Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule“ (2011, Co-Regie Luzia Schmid,) und „Titos Brille“ (2014). „Kulenkampffs Schuhe" (2018) wurde u.a. mit dem Grimme-Preis, dem 3sat-Dokumentarfilmpreis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2022 folgte ihr Künstlerportrait „Igor Levit. No Fear“ und 2023 der ZDF-Dokumentartilm „Diese Sendung ist kein Spiel - die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann, Moderator und Erfinder von Aktenzeichen XY“.
    "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war" mit Sandra Hüller, Paul Celan, Hans-Werner Henze und Max Frisch startet am 25.6.2026 in den deutschen Kinos.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro und Lieblingssätze
    00:03:25 "Die Krankheit der Männer."
    00:05:57 Erste Begegnungen mit Bachmann
    00:09:23 Bachmann wiederlesen
    00:14:23 Erste Gewalterfahrung (Sandra Hüller liest aus "Malina")
    00:25:33 "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."
    00:28:03 Kunstschaffende Frauen gestern und heute
    00:33:53 Mit Männern leben
    00:38:26 "Ich habe kein Geschlecht mehr." (Gebärmutter-OP)
    00:41:04 Todesarten-Projekt
    00:47:31 Aus der männlichen Position erzählen
    00:50:57 Lese-Empfehlungen
    00:53:27 Zweiter Gedanke: Die Männer sind unheilbar krank?
    00:54:58 Outro und Podcast-Tipp: DER VERBOTENE VATER - Schicksal eines französischen Besatzungskinds
    https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater
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  • Der Zweite Gedanke

    Exzellenter Sanierungsfall – TU und der Wissenschaftsstandort Berlin

    18.06.2026 | 1 Std. 5 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Ina Czyborra, Fatma Deniz und Bénédicte Savoy

    "Den Campus als Reallabor sehen" (Fatma Deniz)

    Als „Abgrund“, als Beweis für den „failed state“ Berlin wurde die plötzliche Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität im Mai 2026 bezeichnet. 96 Prozent der TU-Gebäude sind sanierungsbedürftig – eine Frage der Existenz, warnte die Uni-Leitung schon vor Jahren. Für die neue TU-Präsidentin Fatma Deniz ist es „ein seltsamer Widerspruch unserer Zeit: eine Infrastruktur der Vergangenheit, dort, wo für die Zukunft geforscht wird“.
    Steht die Exzellenz-Uni und mit ihr der Wissenschaftsstandort Berlin am Abgrund?

    Der jetzige Ausnahmezustand der TU erfordert ein Umdenken, wie Spitzenforschung in Berlin künftig gestaltet werden kann und sollte – darin sind sich Uni-Präsidentin Deniz, die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra und die international renommierte Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy einig. Czyborra verteidigt die neue Hochschulbaugesellschaft, Deniz möchte die TU zum „Labor für die eigene Sanierung“ machen und Savoy betont, die Räume der Uni müssten auch als Räume der Demokratie verteidigt werden – wie Festungen in Kriegszeiten.

    Dr. Ina Czyborra ist SPD-Politikerin und seit 2023 Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin.

    Prof. Dr. Fatma Deniz ist seit April 2026 Präsidentin der TU Berlin. Von 2024 bis 2026 war sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie seit 2023 Professorin für Informatik an der TU Berlin.

    Prof. Dr. Bénédicte Savoy ist Leiterin der Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin und renommierte Forscherin zu NS-Kunstraub und postkolonialer Provenienzforschung.

    Kapitel:

    00:00:00 Intro/ Erster Gedanke: Wie konnte es soweit kommen?
    00:09:43 Exzellenz der TU
    00:13:55 Ikone der Architekturgeschichte, Denkmalschutz und Stromversorgung
    00:20:19 Gebäudeschließungen, Neubau und Sanierungsstau
    00:30:19 Wer ist verantwortlich?
    00:40:08 Geplante Hochschulbaugesellschaft und Autonomie der Unis
    00:54:21 Kurzfristige Lösungen für Hochschulbetrieb TU
    00:57:26 Zukunft der TU und des Wissenschaftsstandorts Berlin
    01:04:04 Der zweite Gedanke
    01:05:14 Podcast-Tipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis http://kurz.ard.de/berlincode

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  • Der Zweite Gedanke

    Exzellenter Sanierungsfall – TU und der Wissenschaftsstandort Berlin

    18.06.2026 | 1 Std. 5 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Ina Czyborra, Fatma Deniz und Bénédicte Savoy

    "Den Campus als Reallabor sehen" (Fatma Deniz)

    Als „Abgrund“, als Beweis für den „failed state“ Berlin wurde die plötzliche Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität im Mai 2026 bezeichnet. 96 Prozent der TU-Gebäude sind sanierungsbedürftig – eine Frage der Existenz, warnte die Uni-Leitung schon vor Jahren. Für die neue TU-Präsidentin Fatma Deniz ist es „ein seltsamer Widerspruch unserer Zeit: eine Infrastruktur der Vergangenheit, dort, wo für die Zukunft geforscht wird“.
    Steht die Exzellenz-Uni und mit ihr der Wissenschaftsstandort Berlin am Abgrund?

    Der jetzige Ausnahmezustand der TU erfordert ein Umdenken, wie Spitzenforschung in Berlin künftig gestaltet werden kann und sollte – darin sind sich Uni-Präsidentin Deniz, die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra und die international renommierte Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy einig. Czyborra verteidigt die neue Hochschulbaugesellschaft, Deniz möchte die TU zum „Labor für die eigene Sanierung“ machen und Savoy betont, die Räume der Uni müssten auch als Räume der Demokratie verteidigt werden – wie Festungen in Kriegszeiten.

    Dr. Ina Czyborra ist SPD-Politikerin und seit 2023 Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin.

    Prof. Dr. Fatma Deniz ist seit April 2026 Präsidentin der TU Berlin. Von 2024 bis 2026 war sie Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie seit 2023 Professorin für Informatik an der TU Berlin.

    Prof. Dr. Bénédicte Savoy ist Leiterin der Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin und renommierte Forscherin zu NS-Kunstraub und postkolonialer Provenienzforschung.

    Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
    Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de

    Podcast-Tipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis http://kurz.ard.de/berlincode
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Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
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Generated: 7/6/2026 - 8:37:35 AM