154 Episoden
- Die Debatte mit Natascha Freundel, Justus Bender und Heike Klüver
"Wir haben Geschichte geschrieben", frohlockte die AfD nach ihrem haushohen Wahlsieg bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Welche Geschichte? Erleben wir gerade ein zweites 1933, wie es der FAZ-Journalist Justus Bender in seinem aktuellen Buch "Deutschland 2033" nahelegt? Oder ist alles ganz anders – vor allem in Zeiten von Social Media? Beim Internationalen Literaturfestival Berlin hat die Politikwissenschaftlerin Heike Klüver mit Justus Bender am Wahlabend die ersten Hochrechnungen aus Sachsen-Anhalt kommentiert und über die Zukunft Deutschlands nachgedacht. In einer aktuellen Ergänzung schlagen sie konkrete Strategien gegen eine autoritäre, rechtsextreme Machtübernahme vor.
In Kooperation mit dem internationalen literaturfestival berlin
Aufgezeichnet am 6.September 2026 und ergänzt am 9. September 2026
Videomitschnitt vom 6. September 2026 beim ilb: https://www.youtube.com/live/GkCjTUes440
Justus Bender ist stellvertretender Leiter des Politikressorts der FAS. Sein Buch "Deutschland 2033. Ein Szenario" ist bei C.H.Beck erschienen.
Heike Klüver ist Professorin für Politisches Verhalten im Vergleich an der HU Berlin, wo sie das Humboldt Governance Lab leitet. Derzeit arbeitet sie an einem Buch über evidenzbasierte Strategien zur Stärkung der Demokratie.
Kapitel:
00:00:00 Intro
00:03:08 Sind wir schon gescheitert?
00:09:01 Deutschland 2033, Alice Weidel und Jens Spahn
00:12:59 Rechtspopulisten an der Macht: keine Entzauberung
00:17:31 Ordnungsbedürfnis, Ängste und Problem-Übertreibung
00:23:03 Rechtsextremismus in Zeiten des Internets
00:32:20 Emotionale Kommunikation und Problemlösung
00:39:37 Publikumsfragen: Social Media, Ungleichheit, linke Parteien
00:48:44 Exit Polls aus Sachsen-Anhalt: AfD bei 44%
00:50:35 Vetternwirtschaft ohne Folgen
00:54:31 AfD-Landesverbände verbieten?
00:59:00 Publikumsfrage: Koexistenz AfD-CDU
01:01:10 Deutschland 1933 – AfD-Politik heute?
01:06:43 Der zweite Gedanke von Heike Klüver: Demokratie konkret verteidigen
01:08:45 Der zweite Gedanke von Justus Bender: Nähe und Vertrauen aufbauen
01:11:44 Outro: Resignation ist keine Lösung
Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de - Die Debatte mit Natascha Freundel, Barbara Steiner und Dorotty Szalma
„Wir sind keine Heiler.“ (Dorotty Szalma))
Kultur ist entscheidend für die AfD in Sachsen-Anhalt: Die „Ursachen der aktuellen Misere“ seien „kultureller Art“, müssten also „durch gezielte Arbeit an den kulturellen Voraussetzungen geheilt werden“. So heißt es im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde und bei den Landtagswahlen mit über 40 Prozent Zustimmung rechnen kann.
Gezielt attackiert die AfD diverse Kulturinstitutionen des Landes, besonders die Stiftung Bauhaus Dessau, aber auch das Landestheater der Altmark in der Hansestadt Stendal. Ihre Arbeit passt nicht zur AfD-Landeslosung „deutsch denken“. Barbara Steiner, die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, und Dorotty Szalma, Intendantin des TdA Stendal, sprechen über ihre Vernetzung in der Region, über völkischen Kulturkampf und Selbstzensur.
Barbara Steiner, geb. 1964 in Dörfles (Österreich), ist seit 2021 Vorständin und Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau.
Dorotty Szalma, geb. 1974 in Budapest (Ungarn), ist seit 2023 Intendantin des Theaters der Altmark in Stendal.
Kapitel:
00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
00:03:13 Kunstfreiheit und Heilung durch Kunst?
00:06:22 Bauhaus Dessau gestern und heute
00:09:13 Theater der Altmark Stendal
00:18:17 Politischer Druck in Dessau und Stendal
00:25:13 "Deutsch denken" statt "modern denken"?
00:33:44 Parallele Ungarn? Orbán/Fidesz und Selbstzensur
00:37:14 Parallele Österreich? FPÖ und Risse in Parteien
00:40:39 Solidarität, Manifeste, Kulturfördergesetz
00:49:36 Mehr Menschen erreichen
00:54:16 Der zweite Gedanke und Hinweis auf die nächste Folge:
https://literaturfestival.com/events/zukunft-deutschland-afd-an-der-macht/
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Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de - Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Rieke Havertz und Agnes Mueller
"Der American Dream ist von Lügen durchzogen." (Rieke Havertz)
Die USA gelten als älteste moderne Demokratie der Welt. Am 4. Juli jährt sich die Unabhängigkeit zum 250. Mal. The Land Of The Free war lange ordnungspolitische Weltmacht und Vorbild demokratischer Staaten. Aber das amerikanische Wunschbild hat Risse bekommen. Heute wirken die USA in vieler Hinsicht fremd und bedrohlich. Im Inland spaltet die MAGA-Bewegung die Gesellschaft und zerstört das System der Checks and Balances. Nach außen wirkt Trumps Amerika als völlig unzuverlässiger Partner. Wie sehr klaffen heute Wunsch und Wirklichkeit der USA auseinander?
Rieke Havertz ist internationale Korrespondentin der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts »OK, America?«. Mehrere Jahre hat sie aus Washington über das Land berichtet. Ihr aktuelles Buch "Goodbye, America? Die USA und wir - eine Neuvermessung" ist bei Aufbau erschienen.
Agnes Mueller ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Jüdische Studien an der University of South Carolina. Gerade ist bei Cambridge University Press ihr neues Buch "Holocaust Migration in German Jewish Literatures" erschienen.
Kapitel:
00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
00:03:11 Freiheit Made in USA
00:08:45 Abgrenzung Liberty für Trump und Harris
00:11:14 Einschränkungen an den Unis
00:16:27 Reizwort Cancel Culture
00:25:52 Braindrain?
00:34:25 Amerika wählt pragmatisch
00:36:30 Wie gemeinsam 250 Jahre feiern
00:40:25 Erinnerungspolitik
00:45:07 Was ist aus der Soft Power geworden?
00:47:55 Distanziert sich Europa?
00:56:30 Der Zweite Gedanke
Podcast-Tipp: Straße von Hormus - ein Wirtschaftsupdate https://1.ard.de/hormus-update
Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
Wir verabschieden uns in die Sommerpause. Am 3.9. geht es weiter!
Eine schöne Sommerzeit! - Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Agnes Mueller und Rieke Havertz
Die USA gelten als älteste moderne Demokratie der Welt. Am 4. Juli jährt sich die Unabhängigkeit zum 250. Mal. The Land Of The Free war lange ordnungspolitische Weltmacht und Vorbild demokratischer Staaten. Aber das amerikanische Wunschbild hat Risse bekommen. Heute wirken die USA in vieler Hinsicht fremd und bedrohlich. Im Inland spaltet die MAGA-Bewegung die Gesellschaft und zerstört das System der Checks and Balances. Nach außen wirkt Trumps Amerika als völlig unzuverlässiger Partner. Wie sehr klaffen heute Wunsch und Wirklichkeit der USA auseinander?
Rieke Havertz, geboren 1980 in Jever, ist internationale Korrespondentin bei der ZEIT und seit 2020 Co-Host des Podcasts »OK, America?«. Mehrere Jahre hat sie aus Washington über das Land berichtet. Ihr aktuelles Buch "Goodbye, America? Die USA und wir - eine Neuvermessung" ist bei Aufbau erschienen.
Agnes Mueller, geboren 1968 in Rosenfeld, ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Jüdische Studien an der University of South Carolina. SGerade ist bei Cambridge University Press ihr neues Buch "Holocaust Migration in German Jewish Literatures" erschienen.
Kapitel
00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
00:03:11 Freiheit Made in USA
00:08:45 Abgrenzung Liberty für Trump und Harris
00:11:14 Einschränkungen an den Unis
00:16:27 Reizwort Cancel Culture
00:25:52 Braindrain?
00:34:25 Amerika wählt pragmatisch
00:36:30 Wie gemeinsam 250 Jahre feiern
00:40:25 Erinnerungspolitik
00:45:07 Was ist aus der Soft Power geworden?
00:47:55 Distanziert sich Europa?
00:56:30 Der Zweite Gedanke
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Podcast-Tipp: Straße von Hormus – Ein Wirtschaftsupdate
https://1.ard.de/hormus-update - Die Debatte mit Natascha Freundel, Teresa Präauer und Regina Schilling
"Therapie schadet nie." (Teresa Präauer)
Ingeborg Bachmann lacht, als sie sagt: „Die Männer sind unheilbar krank. Wissen Sie das nicht? Alle!“ Der TV-Ausschnitt von 1971 ist zentral in Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin. Sie wirkt plötzlich ganz aktuell: ihr Bewusstsein für das, was heute strukturelle männliche Gewalt genannt wird; ihre Suche nach Freiheit jenseits männlicher und weiblicher Zuschreibungen.
Seit Bachmanns tragischem Tod im September 1973 hat sich viel verändert. Künstlerinnen sind keine Ausnahmen mehr. Geschlechter sind fluide und "auf Augenhöhe". Wirklich? Die Filmemacherin Regina Schilling und die Wiener Schriftstellerin Teresa Präauer denken über das Erbe der Ingeborg Bachmann und Frauen im Kunstbetrieb heute nach.
Teresa Präauer ist bildende Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Bücher, u.a. "Kochen im falschen Jahrhundert", wurden mehrfach ausgezeichnet. Ihr neues Buch heißt "Nie mehr weinen – Tränenkunde für Fortgeschrittene" (Essay, Residenz Herbst 2026).
Regina Schilling ist Dokumentarfilmerin. Zu ihren vielfach ausgezeichneten Filmen zählen "Bierbichler" (2007), "Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule" (2011, Co-Regie Luzia Schmid,) "Titos Brille" (2014) und "Kulenkampffs Schuhe2 (2018). "Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war" mit Sandra Hüller, Paul Celan, Hans-Werner Henze und Max Frisch startete am 25.6.2026 in den deutschen Kinos.
Kapitel:
00:00:00 Intro und Lieblingssätze
00:03:25 "Die Krankheit der Männer."
00:05:57 Erste Begegnungen mit Bachmann
00:09:23 Bachmann wiederlesen
00:14:23 Erste Gewalterfahrung (Sandra Hüller liest aus "Malina")
00:25:33 "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."
00:28:03 Kunstschaffende Frauen gestern und heute
00:33:53 Mit Männern leben
00:38:26 "Ich habe kein Geschlecht mehr." (Gebärmutter-OP)
00:41:04 Todesarten-Projekt
00:47:31 Aus der männlichen Position erzählen
00:50:57 Lese-Empfehlungen
00:53:27 Zweiter Gedanke: Die Männer sind unheilbar krank?
00:54:58 Outro und Podcast-Tipp: DER VERBOTENE VATER - Schicksal eines französischen Besatzungskinds
https://1.ard.de/alles-geschichte-der-verbotene-vater
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Über Der Zweite Gedanke
Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
Podcast-WebsiteHöre Der Zweite Gedanke, Der Sophie Passmann Podcast und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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