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Der Zweite Gedanke

radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)
Der Zweite Gedanke
Neueste Episode

100 Episoden

  • Der Zweite Gedanke

    Wer kämpft für die Ukraine?

    22.10.2026 | 54 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Carolina Chimoy und Roderich Kiesewetter "Es ist ein globaler Krieg." (Carolina Chimoy) Die Ukraine steht vor dem fünften und womöglich härtesten Kriegswinter. Während ihre finanzielle und militärische Unterstützung im Westen zunehmend in Frage gestellt wird, kämpfen Männer und Frauen aus Südamerika mit der ukrainischen Armee gegen den Aggressor Russland. Was führt die Südamerikaner in die Ukraine? Wie wird die Bedrohung durch Russland in Deutschland eingeschätzt? Außen- und Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter (CDU) plädiert für eine selbstbewusstere, mutigere Positionierung Deutschlands gegen den russischen Angriffskrieg. Die Reporterin Carolina Chimoy berichtet von Soldaten aus Lateinamerika in der Ukraine und blickt mit Sorge auf das Wettrüsten im Bereich der Drohnentechnologie. Carolina Chimoy ist internationale Korrespondentin, aktuell aus dem DW-Studio in Kyjiw sowie Städten nahe der Frontlinie in der Ukraine. In ihrem neuen Podcast "Call Sign Condor- Latino Soldiers fighting in Ukraine" berichtet sie von Soldaten aus Lateinamerika, die für die Sicherheit Europas sterben: https://corporate.dw.com/de/dw-la-times-studios-und-futuro-studios-starten-podcast-%C3%BCber-lateinamerikanische-soldaten-in-der-ukraine/a-79384584 Roderich Kiesewetter ist Außen- und Sicherheitsexperte und Bundestagsabgeordneter (CDU). Der ehemalige Oberst der Bundeswehr ist heute Obmann der CDU/CSU-Fration im Auswärtigen Ausschuss. Kapitel: 00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke 00:03:22 Wo steht Kanzler Merz in Sachen Ukraine? 00:06:45 Mit Russland verhandeln 00:08:40 Die Ukrainer sind dankbar 00:15:05 die technologische Entwicklung der Ukraine 00:17:55 Wir brauchen auch eine politische Perspektive 00:19:58 Warum kämpfen Latinos in der Ukraine? 00:29:31 Wir sind zu bequem und zögerlich 00:33:00 Ukraine-Politik der CDU im Wahlkampf 00:38:50 Geld wichtigstes Argument 00:46:00 Hybride Angriffe in Deutschland 00:49:05 NATO-Ostflanke 00:53:17 Der Zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de.
  • Der Zweite Gedanke

    Die Freiheit in Zeiten asozialer Medien

    15.10.2026 | 32 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Ilko-Sascha Kowalczuk und Ruprecht Polenz
    ARD-ZDF-3Sat-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober 2026
    Angesichts des Wahlerfolgs der AfD ist es höchste Zeit, ein neues Miteinander gegen den autoritären Trend zu finden. Der Zeithistoriker Ilko-Sascha Kowalczuk und der "Politikinfluencer" Ruprecht Polenz gehören zu den scharfsinnigsten Mistreitern aktueller Debatten in Deutschland. Auf der Frankfurter Buchmesse 2026 haben sie gemeinsam über Demokratie, Wahrheit und den richtigen Umgang mit Social Media nachgedacht.
    Ilko-Sascha Kowalczuk ist Historiker mit den Schwerpunkten Geschichte der DDR und des Kommunismus. Sein jüngstes Buch heißt "Faschismus ist keine Meinung. Stabil bleiben in autoritären Zeiten" (C.H. Beck).
    Ruprecht Polenz ist CDU-Politiker mit großer Reichweite auf Social Media. Gerade ist sein Buch: "Wie ein Volk den Verstand verliert und was wir dagegen tun können" bei C.H. Beck erschienen.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro
    00:03:45 Der erste Gedanke: Jeder hat seine Wahrheit?
    00:07:00 "Flood the Zone with Shit": affektive Polarisierung als Strategie
    00:12:54 "Faschismus ist keine Meinung"?
    00:17:20 AfD-Unterstützer in der CDU
    00:19:42 "Toxische Räume": Social Media und Rechtsextremismus
    00:27:48 Verteidigung der Freiheit in Zeiten sozialer Medien
    00:30:55 Der zweite Gedanke
    Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
    Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
  • Der Zweite Gedanke

    Fremder Vater, deutsches Ich

    08.10.2026 | 55 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Shila Behjat und Ilija Matusko
    Streng, patriarchal, emotional abwesend - so näherte sich die postmigrantische Literatur der Vaterfigur. Zur Frankfurter Buchmesse sprechen wir über zwei neue Bücher, die sich der Rolle der Väter in der Einwanderungsgesellschaft widmen und ein anderes Bild zeichnen.
    Die Journalistin und Autorin Shila Behjat hat deutsch-iranische Wurzeln. Zusammen mit Natalie Amiri, Minu Barati und Düzen Tekkal hat sie das Buch "Unsere Väter" geschrieben. Darin erzählen sie die Geschichte ihrer Väter zwischen Heimatverlust und Exil. Aber auch wie sie, gefördert von ihren Vätern, zu selbstbewussten und erfolgreichen Frauen wurden.
    Der Schriftsteller Ilija Matusko hat mit seinem Roman "Jugo" eine emotionale Vater-Sohn-Geschichte zwischen Ländern und Sozialen Klassen geschrieben. Nach 30 Jahren als Gastronom in Bayern, geht Matuskos Vater zurück nach Kroatien. Aber das Land seiner Jugend gibt es nicht mehr.
    Beide Bücher schließen eine Lücke in der postmigrantischen Literatur: für die Wertschätzung einer Generation von Vätern, deren Fleiß und Zuneigung bisher unsichtbar waren.
    Ilija Matusko, geboren 1980 in München, hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin.
    Shila Behjat, geboren 1982 in Karlsruhe, ist Journalistin und Juristin und lebt in Berlin. Sie verantwortet bei ARTE Dokumentationen und neue Formate.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
    00:02:20 Der "Baba-Chat"
    00:04:11 Vater-Sohn-Beziehung
    00:06:20 Alltägliche Diskriminierung
    00:09:13 Ein Land, das es nicht mehr gibt
    00:15:30 Selfcare als Strategie
    00:22:45 Rückkehr als Fortsetzung von Brüchen
    00:28:30 Mein Vater der Motivator
    00:39:20 Es geht um den liebevollen Blick
    00:42:45 Rückkehr in den Iran ist keine Option
    00:45:30 Vater als Lektor
    00:52:05 Geschichten unserer Väter sind Realität
    00:54:40 Der Zweite Gedanke
    Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
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  • Der Zweite Gedanke

    Wie Dr. Schalck mit einer verwegenen Idee beinahe die DDR rettete

    01.10.2026 | 59 Min.
    Die Debatte mit Natascha Freundel, Jakob Hein und Norbert F. Pötzl
    Koproduktion mit DT Kontext, aufgezeichnet am 25. September 2026 im Deutschen Theater Berlin.
    In Jakob Heins Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" werden die Beziehungen zwischen Ost und West mit Hilfe einer psychoaktiven Pflanze rauschhaft durcheinandergewirbelt. In der deutsch-deutschen Realität versuchte ein gewisser Alexander Schalck-Golodkowski, den Kommunismus mit kapitalistischen, mafiösen Devisengeschäften zu retten. Ein Gespräch über die Spannungen zwischen Fakt und Fiktion, über Ostalgie, Humor und Aufklärung.
    Jakob Hein ist Schriftsteller und Kinder- und Jugendpsychiater mit eigener Praxis in Berlin-Mitte. Sein Roman "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste" ist 2025 bei Galiani erschienen.
    Norbert F. Pötzl war Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel, u. a. als Büroleiter in Berlin. Sein Buch "Das Schattenreich des Alexander Schalck-Golodkowski" ist 2025 im Europa-Verlag erschienen.
    Kapitel:
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke: Absurdistan und schöne Fiktion
    00:13:33 "Humor Tragödie plus Abstand" (Jakob Hein)
    00:16:30 Abhängigkeit der DDR von Westgeld
    00:19:55 Schlaraffenland-Wirtschaftspolitik der DDR
    00:25:50 Literatur als Utopie einer besseren DDR
    00:27:46 Schalck und KoKo: "Devisennot kennt kein Gebot"
    00:32:28 Milliardenkredit 1983
    00:41:29 Sehnsucht nach dem "Friedensstaat DDR"
    00:47:48 Publikumsfragen: Schalck ab 1989 / Milliardenkredit/ Aufarbeitung
    00:55:52 Brauchen wir mehr Humor oder mehr Aufklärung?
    00:58:47 Der zweite Gedanke
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  • Der Zweite Gedanke

    Löst Vergesellschaftung die Berliner Wohnungskrise?

    24.09.2026 | 55 Min.
    Die Debatte mit Lukasz Tomaszewski, Sebastian Bartels und Marcel Fratzscher
    "Wir können das Wohnungsproblem in Berlin lösen." (Marcel Fratzscher)
    In Berlin hat die Partei Die Linke die Abgeordnetenhauswahlen am 20. September mit über 25% klar gewonnen. Das zentrale Thema der Landespartei und ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp: Wohnungsnotstand. Ihre Antwort lautet „Vergesellschaftung“ großer Wohnungsbaukonzerne. Damit will Eralp als Regierende Bürgermeisterin die Hauptstadt wieder bezahlbar machen. Kritiker warnen: Viel zu teuer, dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung.
    Der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Sebastian Bartels, unterstützt die Forderung einer Vergesellschaftung, weiß aber, dass das ein jahrelanger Prozess ist. Er plädiert für Sofortmaßnahmen: Mehr Sozialwohnungen und eine Mietpreisbremse, mehr Regulierungen wie etwa beim Verkehr. DIW-Präsident Marcel Fratzscher lehnt eine Vergesellschaftung prinzipiell ab. Er warnt davor, dass Investoren Berlin zukünftig meiden könnten. Außerdem würde durch Enteignung keine einzige neue Wohnung entsteht.
    Sebastian Bartels ist selbstständiger Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Berliner Mietervereins.
    Marcel Fratzscher lehrt als Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität in Berlin und ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
    Kapitel:
    00:00:00 Intro/ Der erste Gedanke
    00:02:54 Pro und Contra Vergesellschaftung
    00:09:50 Juristisch möglich
    00:13:40 Unterschied Enteignung vs. Vergesellschaftung
    00:24:10 Wir können uns Berlin nicht mehr leisten
    00:30:20 Alter und neuer Volksentscheid
    00:36:00 Bund und Karlsruhe reden mit
    00:40:30 Vonovia kaufen
    00:45:41 Die Sorge der Investoren
    00:47:39 Wie wird Berlin wieder Stadt für alle?
    00:54:52 Der Zweite Gedanke
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Über Der Zweite Gedanke
Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. radio3-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.
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