Mittlerweile ist es klar: die AfD ist in Teilen Deutschlands längst zur Volkspartei geworden und das wird sich so schnell auch nicht wieder ändern, obwohl die Partei seit ihrer Gründung 2013 einen immer härteren Schwenk gen Rechtsradikalismus gemacht hat.
Dies nehmen Axel Reitz und ich zum Anlass, uns mit der Geschichte rechtsradikaler Parteien in Deutschland seit den frühen 1950er Jahren zu befassen. Die heute kaum noch bekannte "Sozialistische Reichspartei", eine lupenreine NSDAP-Nachfolgetruppe, wurde 1952 nach ersten Wahlerfolgen verboten, 1964 gründete sich die NPD, die kurz darauf beeindruckende Ergebnisse in Westdeutschland erzielte und in den 90ern und vor allem Nullerjahren als militant rechte Bewegungspartei einen zweiten Frühling erlebte.
Abseits vom am NS-Staat orientierten Parteien gab es aber auch noch die Gurkentruppe DVU sowie die Republikaner, die Ende der 80er und in den frühen 90ern Wahlerfolge feierte, und die man am ehesten als Vorläufer der heute immens erfolgreichen AfD bezeichnen kann. Wir sprechen über die Anatomie dieser Parteien, über ihre Erfolgsrezepte und über ihre Unzulänglichkeiten und darüber, warum die AfD die einzige Partei ist, die sich im Gegensatz zu allen anderen gescheiterten rechtsradikalen Parteien etablieren konnte.
P.s.: die Behauptung, der NPD-Gründer Adolf von Thadden sei ein britischer Agent gewesen, lässt sich nicht verifizieren. Das scheint eine gutgehegte Legende zu sein.
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