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Dennis Gerke, Martin Förster

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Brockhoff über Easy Peeler: Indie-Rock aus Hamburg und Sensibilität als Stärke
31.07.2026 | 1 Std. 44 Min.Vor fünf Jahren zog Lina Brockhoff mit 20 aus einem niedersächsischen Dorf nach Hamburg, mitten in den ersten Lockdown. Aus dem WG-Zimmer, in dem sie damals ihre ersten Songs schrieb, ist inzwischen eine der spannendsten Karrieren der deutschen Indie-Rock-Szene geworden: zwei EPs, Supportshows für Paolo Nutini vor fünfstelligem Publikum, Festivals von Reeperbahn bis Haldern Pop und jetzt endlich das Debütalbum "Easy Peeler". In dieser Folge sprechen wir mit ihr über genau diesen Weg, über das Ankommen in der Großstadt, über den Namen Brockhoff und darüber, wie aus einem Solo-Projekt eine feste Band wurde.
"Easy Peeler" ist eine Sammlung abgeschlossener Geschichten aus fünf Jahren, live mit der Band im Studio eingespielt und von Christian Hartung produziert. Der Titel stammt aus dem Bild einer leicht schälbaren Clementine und steht für das, was Lina lange für eine Schwäche hielt und heute als ihre größte Stärke begreift: Sensibilität. Wir reden über den Druck im Musikbusiness, über die Zweifel an der eigenen Bindung zur Musik, über Social-Media-Sucht im Song "Hot Wheels" und über den roten Faden, der die Songs trotz ihrer unterschiedlichen Entstehungszeiten zusammenhält.
Und weil bei uns die Platte im Mittelpunkt steht, geht es natürlich auch um das Album als Gesamtwerk: um die Frage, was sich verändert, wenn Songs nicht einzeln getröpfelt, sondern als zusammenhängendes Stück Kunst gedacht werden, und darum, was es für Lina bedeutet, das eigene Debüt zum ersten Mal auf Vinyl in der Hand zu halten. Reinhören lohnt sich.
Website: brockhoffmusic.com
Instagram: instagram.com/brockiiiiiii/
"Easy Peeler" auf Vinyl kaufen, bitte!
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Verwendet doch gerne diesen Affiliate-Link zum Onlineshop von JPC, wenn ihr eure Vinyl dort kauft. Mit der Nutzung dieses Links unterstützt ihr uns bei der Erstellung unseres Podcasts. Herzlichen Dank!- Erschienen am 10. Juli 2026 bei Jack White/Cargo. Unser Review.
"Frozen Charlotte ist ein Füllhorn an Riffs, wie sie sonst kaum noch jemand schreibt: dreckig, dick, sofort im Ohr, und getragen von einer Band, die hörbar Spaß an jedem Takt hat. Selbst mich als bekennenden Blues-Skeptiker hat diese Energie gepackt, und einzelne Songs werden bei mir noch lange in der Rotation bleiben. Als komplettes Album ermüdet mich die schiere Dichte irgendwann, deshalb landet die Platte bei starken 3,5 Platten-Panorama-Punkten." (Dennis)
"Frozen Charlotte von Jack White konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Ich vergebe 2,5 von 5 Punkten. Grundsätzlich ist mir das Album im Bluesbereich zu punklastig. Die vielen anstrengenden Gitarrenpassagen und der häufig stark BH übersteuerte Mikrofon-Sound sind mir persönlich einfach zu viel. Dadurch wirkt das Album auf mich stellenweise eher anstrengend als mitreißend. Wer allerdings die bisherigen Alben von Jack White mag und seinen rauen, experimentellen und teilweise sehr intensiven Sound schätzt, wird mit „Frozen Charlotte“ vermutlich nicht enttäuscht sein. Für mich persönlich bleibt das Album jedoch hinter meinen Erwartungen zurück." (Martin)
Wertung: 6/10
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Verwendet doch gerne diesen Affiliate-Link zum Onlineshop von JPC, wenn ihr eure Vinyl dort kauft. Mit der Nutzung dieses Links unterstützt ihr uns bei der Erstellung unseres Podcasts. Herzlichen Dank! - Jeder von uns hat zwanzig Alben mitgebracht, die ihn in der Schulzeit geprägt haben. Nicht die besten Platten der Neunziger, sondern die, die damals wirklich liefen. Auf dem Schulweg, im Zimmer, auf Partys. Alben, bei denen man heute noch genau weiß, in welchem Sommer das war. Wir haben uns vorab auf dieselben zwanzig geeinigt, aber nicht verraten, wie wir sie gewichtet haben.
In der Aufnahme merken wir schnell, dass Musikgeschmack kein fester Zustand ist. Wer 1994 auf Grunge stand, hörte 1998 vielleicht schon längst etwas anderes. Und was einem damals wichtig war, muss heute kein Favorit mehr sein. Genau das macht diese Liste so schwer und so ehrlich zugleich. Wo sich unsere Geschmäcker überschneiden, streiten wir darüber, welches Album eines Künstlers den Platz verdient. Spoiler: einfach wird das nicht.
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20.06.2026 | 1 Std. 43 Min.Manchmal braucht es einen Neuanfang, um zu finden, was vorher noch nicht möglich war. Hi Mum aus Nürnberg sind aus den Umfeld von Maffai entstanden, und mit Sängerin Lilly Kletke haben drei erfahrene Musiker nicht einfach eine neue Stimme gefunden, sondern eine komplett neue Identität. Mit ihrem Debütalbum Ghostwood liefern sie eine sehr überzeugende Platte: dicht, warm, fuzzgeschwängert und mit einem Gespür für Melodie, das sich nicht antrainieren lässt.
In dieser Folge haben wir Lilly zu Gast und sprechen über die Entstehung des Albums, den Weg von Maffai zu Hi Mum und darüber, was es bedeutet, eine Band von Grund auf neu zu erfinden. Wer Weezer und Dinosaur Jr. mag, aber auch keine Angst vor Shoegaze und Indie-Film-Melancholie hat, ist hier genau richtig.
Website: himum.de/
Instagram: instagram.com/himum_666/
"ghostwood" bei Flight 13 kaufen, bitte!
Zuletzt auf den Plattenteller gelegt
Martin: Levara - Levara
Lilly: INXS - Kick
Dennis: Femi Luna - Wash my Pain away
Neue Platten in unseren Sammlungen
Martin: Kids in Glass Houses - Pink Flamingo
Lilly: Culk - Generation Maximum
Dennis: Broken Social Scene - Remember the Humans
Eine Lieblingsplatte von Lilly
Jeff Buckley - Grace
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06.06.2026 | 1 Std. 45 Min.Sönke Torpus kennen viele noch als Frontmann von Torpus & the Art Directors. Nach dem Ende der Band hat er erst mal alles hingeschmissen, aufs Land gezogen, und sich als Produzent für andere Künstler gearbeitet, unter anderem für International Music und Tristan Brusch. Irgendwann hat ihn das Schreiben wieder eingeholt. Das Ergebnis ist Low Key Orchestra, sein neues Projekt mit dem isländischen Produzenten Helgi Helgasson. Das Debütalbum "before the reverb" erscheint am 26. Juni auf dem eigenen Label the resort. Aufgenommen hat Sönke es an der deutsch-dänischen Grenze, und man hört, dass da jemand ohne Erwartungsdruck gearbeitet hat. Die Musik klingt erstaunlich offen und international, irgendwo zwischen Big Thief, Bright Eyes und Whitney. Der Name ist tiefgestapelt, die Musik nicht. Wie aus dem Loslassen ein ganzes Album wurde und warum manchmal erst der Abstand zeigt, was zählt, erzählt uns Sönke in dieser Folge. Reinhören lohnt sich!
Website: lowkeyorchestra.com
Instagram: instagram.com/lowkeyorchestra
YouTube: youtube.com/@lowkeyorchestra
Vinyl kaufen via Bandcamp: lowkeyorchestra.bandcamp.com/album/before-the-reverb
Zuletzt gehörte Alben
Martin: M Lucky - Good Entertainment
Sönke: Dan Auerbach - Waiting on a Song
Dennis: Richard Wagner - Der Ring des Nibelungen
Neue gekaufte Platten
Martin: Kalle Mattson - Avalanche
Sönke: Niels Frevert - Putzlicht
Dennis: Blumfeld - Old Nobody
Eine Lieblingsplatte von Sönke
Midlake - Bamnan and Slivercork
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Über Platten Panorama Vinyl und Musikpodcast
Platten Panorama ist ein Podcast über Vinyl Alben Künstler und Musik. In persönlichen Gesprächen sprechen wir mit Musikerinnen und Musikern über ihre Platten, ihre Einflüsse und ihre Arbeit zwischen Studio, Bühne und Touralltag. In jeder Folge stellen wir drei Alben vor ein zuletzt gehörtes ein zuletzt gekauftes und ein persönliches Lieblingsalbum. Dabei geht es um ikonische Klassiker neue Veröffentlichungen seltene Pressungen und vergessene Perlen. Wir sprechen über Musikgeschichte aktuellen Sound und die Bedeutung von Vinyl als Medium. Ein Podcast für alle die Musik bewusst hören sammeln und einordnen wollen.
Podcast-WebsiteHöre Platten Panorama Vinyl und Musikpodcast, Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

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