Vier Musiker kämpfen mit sich und den Gesetzen des Marktes. Jahre nach ihrem ersten Auftritt im Hörspiel «Bier auf dem Teppich» wagt die Band ohne Namen ein Comeback: gegen die Fliehkräfte des Alters, die prekären Arbeitsbedingungen und die Ästhetik des Mainstreams.
Wer das Hörspiel im Radio hören will:
Samstag, 29.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Nach verflixten sieben Jahren trommelt Gitarrist Hannes seine ehemalige Band erneut zusammen. In einem abrissreifen Hörspielstudio hat er eine Aufnahmesession gebucht, und nun will er mit Unterstützung seines Freundes und Produzenten Ludwig aus den alten Songs marktfähige Hits basteln. Sänger JJ, Bassist Georg und Schlagzeuger Yogo haben über die Jahre in unterschiedlichen Musikprojekten gearbeitet und setzen nun alles auf eine Karte.
«Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand» gewann 2019 in Bukarest Gold beim Grand Prix Nova. Bei den BBC Drama Awards in London erhielt es die Auszeichnung «Best European Audio Drama 2020».
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Mit: Johannes Mayr (Gitarrist), JJ Jones (Sänger), Georg Karger (Bassist), Yogo Pausch (Drummer), Mona Petri (Influencerin), Michael Stauffer (Studiobesitzer), Ulrich Bassenge (Produzent), Bernhard Jugel (Plattenboss) u.a.
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Tontechnik: Daniel Dittmann, Sebastian Nohl und Benno Müller vom Hofe – Musik und Regie: Ulrich Bassenge
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Produktion: WDR/SRF 2019
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Dauer: 53’
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53:38
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2/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Familie Caduff haust in einer Notbaracke in Zürich. Vater Balz Caduff trinkt ab und zu ein Glas zu viel. Immer wieder gibt es Streit mit der Nachbarsfamilie, den Rüdisühlis. Davon bekommt auch die Verwaltung Wind und rügt Caduff – zum wiederholten Male.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Freitag, 28.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
«Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art.
Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963).
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Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a.
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Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel
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Produktion: SRF 1961
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Dauer: 52’
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53:56
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«Sägel ohni Wind» von Jakob Stebler
Die Frauen in dieser luftigen Verwechslungskomödie treiben ein beinahe schon emanzipatorisch zu nennendes Spiel mit ihren eifersüchtigen Männern.
Ein Stück über eheliche Untreue und wie «frau» sich daraus einen Spass macht.
Mitwirkende: Anneliese Betschart (Claudia Meister), Oskar Hoby (Oskar Meister), Valerie Steinmann (Dorli Kunz), Paul Bühlmann (Konrad Kunz), Lisa Burkhard (Frau Ribi, Claudias Mutter), Jakob Guggi (Direktor Wirz), Max Haufler (Privatdetektiv Bubbs), Marianne Matti (Frl. Plüss), Robert Bichler (Strassenfotograf), Sonja Buess (Serviertochter)
Regie: Robert Bichler
Produktion: SRF 1956
Dauer: 68'
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57:41
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«Versuch über das Sterben» von Boris Nikitin
Wahrhaftiger Monolog. Ein junger Mann begleitet seinen todkranken Vater auf dessen letztem Weg, einem selbstbestimmten Sterben. Einfühlsames Porträt und radikales Plädoyer für die Selbstermächtigung. Ein Manifest der Freiheit.
Wer das Hörspiel im Radio hören will:
Samstag, 22.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
2016 verstirbt Boris Nikitins Vater an ALS, einer unheilbaren Nervenkrankheit. Die Krankheit hatte kurzen Prozess gemacht: Von der Diagnose bis zum Tod dauert es knapp ein Jahr. Sehr früh äussert dabei der Vater den Gedanken an einen assistierten Suizid, einen EXIT. Eine Aussage, die alles ändert.
Kann das Sterben eine Form der Selbstermächtigung sein? Das Tabu auszusprechen, hat befreiende Kraft. Nikitin verbindet die Geschichte dieses «Outings» mit der Geschichte seines eigenen Coming-Outs vor zwanzig Jahren.
Leben lernen, indem man das Sterben lernt.
Nicht sein müssen, um endlich sein zu können. (Zitat aus dem Hörspiel)
«Versuch über das Sterben» ist eine intime Reflexion über das Überwinden von Schamgrenzen. Und ein radikales Statement zur Frage, was es bedeutet, aus der Sicherheit und Deckung herauszutreten und sich angreifbar, verwundbar zu machen.
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Mit: Boris Nikitin
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Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Isabel Platthaus – Regie: Boris Nikitin und Mark Ginzler
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Produktion: WDR/SRF 2021
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Dauer: 48’
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47:51
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1/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Zürich in den 60er-Jahren: Familie Caduff haust in einer Notbaracke. Eines Tages lotst sie ein Immobilienhai in ein Haus am Zürichberg. Die ungehobelten Caduffs sollen die ansässige Mieterschaft vergraulen. Der Schuss geht nach hinten los, denn die Caduffs mausern sich zu richtigen Vorzeigenachbarn.
Wer das Hörspiel am Radio hören will:
Freitag, 21.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
«Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art.
Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963).
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Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a.
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Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel
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Produktion: SRF 1961
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Dauer: 44’
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