Fastenpredigten aus Maria Laach, neues Denken in einer Welt im Wandel
In dieser Folge der Fastenpredigten aus der Abtei Maria Laach spricht Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin a.D., über einen Text, der vor fast 2000 Jahren geschrieben wurde und heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat: Römer 12, 1f..
„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens."
Was Paulus den Christen im Rom des ersten Jahrhunderts ins Stammbuch schrieb, trifft uns heute mit erstaunlicher Wucht. Merkel nimmt uns mit in die Lebenswelt der Antike, von den Straßengaststätten Pompejis bis zu den Sklavenunterkünften in den Villen, um greifbar zu machen, wie radikal die Botschaft Jesu damals war: Alle Menschen sind gleich.
Und dann der Bogen in unsere Gegenwart: der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die veränderte transatlantische Partnerschaft, die Macht und Gefahr sozialer Medien, die Klimakrise. Mit bemerkenswerter Offenheit reflektiert Merkel auch die Grenzen ihres eigenen politischen Handelns und fragt, was jede und jeder Einzelne heute zu leisten hat und leisten muss.
Christsein, so ihre klare Botschaft, ist kein Ruhekissen. Es ist ein permanenter Auftrag.