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- Wie wichtig ist eine klare Identität für den Erfolg eines Fußballklubs? Als zwei ideale Beispiele, die grandios in die neue Bundesliga-Saison gestartet sind, dienen der SC Freiburg und der Aufsteiger SV Elversberg. Der Freiburger Weg, der vergangene Spielzeit sogar ins Finale der Europa League geführt hat, ist schon länger bekannt. Elversberg stieg in vier Jahren aus der Regionalliga bis ins Fußball-Oberhaus auf. Dort änderten sich zuletzt wichtige Personalien - und doch blieb der Erfolg. „Außenwirkung, Statements, Personalentscheidungen“ gehören dazu, um eine Identität zu schaffen, sagt Almuth. Für Roman ist ein Spieler in Freiburg dabei hervorzuheben: „Vincenzo Grifo ist für mich das Sinnbild, eine Mischung aus Anspruch und Bodenständigkeit.“ Selbst, wenn er oft nur als Joker eingesetzt wird, stellt er sich in den Dienst der Mannschaft. In Elversberg, so Almuth, können Talente auf dem Weg nach ganz oben besonders gut wachsen. Das kann dem Verein und den Spielern helfen.
ARD-Gaststimme Michael Augustin fasst es wie folgt zusammen: „Identität ist wichtig, aber kein Muss, sie hilft natürlich, wenn es darum geht, einen Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Und sie zahlt ganz stark auf das Sympathiekonto eines Vereins ein.“ - Almuth kommt mit einer ganz wilden Idee um die Ecke. „Der gastgebende Verein bei Finalspielen europäischer Vereinswettbewerbe sollte immer in der jeweiligen Saison qualifiziert sein“, sagt sie. Dabei könnte die Uefa ja eine Wildcard vergeben. Ein Vorschlag, der bei Roman auf sehr wenig Gegenliebe stößt. „Warum sollte ich eine Mannschaft belohnen, die sich sportlich überhaupt nicht qualifiziert hat, womöglich sogar abgestiegen ist?“, hält er dagegen.
Die Gast-Meinung des ARD-Experten, diesmal von Kommentator und Reporter Tom Bartels, geht in die gleiche Richtung. Tom sagt: „Ich halte von der Idee nichts, das würde vieles verkomplizieren. Wer gar nicht international qualifiziert ist, der wird sich im Wettbewerb meiner Ansicht nach nicht für das Finale qualifizieren können.“
Was meint ihr? - Wir sind zurück! Und nicht nur das – wir haben mitten im Transferfenster einen Neuzugang: Die ARD-Sportschau ist nun unser Partner, der Podcast also ab sofort ein RND & Sportschau-Projekt. Damit gibt es die neuen Folgen jetzt auch in der Audiothek ARD Sounds!
Passend dazu kommen wir in Folge 101 mit einem Transfer-Thema aus der Sommerpause wieder. Almuths These lautet: „Das Transferfenster wird immer mehr zum Politikum – es geht immer weniger um die Spieler und manchmal auch auf Kosten von Karrieren.“ Roman weist dabei auf das Spannungsfeld zwischen Beratern, Profis und Vereinen hin, „was da alles im Hintergrund passiert, manchmal sogar ohne das Wissen des Spielers“.
Als erster ARD-Experte im neuen Format, bei dem wir uns künftig stets auf eine Gast-Meinung freuen, meldet sich Kommentator und Reporter Bernd Schmelzer in dieser Folge zu Wort. Er sagt: „Die Macht der Spielerberater, wenn sie vier, fünf, sechs Spieler in einer Mannschaft haben, die für Unruhe sorgen könnten – da ist so viel abseits des Sports drin, dass mir fast schon angst und bange wird.“
Als erster ARD-Experte im neuen Format, das künftig stets eine Gast-Meinung beinhaltet, meldet sich Kommentator und Reporter Bernd Schmelzer in dieser Folge der zu Wort. Er sagt: „Die Macht der Spielerberater, wenn sie vier, fünf, sechs Spieler in einer Mannschaft haben, die für Unruhe sorgen könnten – da ist so viel abseits des Sports drin, dass mir fast schon angst und bange wird.“
Um keine Folge mehr zu verpassen, aktiviert die Glocke und abonniert den Podcast. Wir freuen uns auf die dritte Saison mit Euch! - Wir werden 100! Zum Jubiläum analysieren wir noch einmal die gesamte Weltmeisterschaft. Almuth ärgerte sich besonders, wie sich der Final-Verlierer Argentinien gegenüber dem Titelträger Spanien bei der Siegerehrung verhalten hat. „Dass man als sportlich verdienter Vize-Weltmeister den Weltmeister nicht würdigt, sondern ihm den Rücken zukehrt, ist krass“, sagt sie. „Das darf nicht passieren im Fußball, das ist respektlos, daran nehmen sich leider Gottes wieder Menschen ein Beispiel, das ist ein schlechtes Beispiel.“ Apropos Siegerehrung: Als Kapitän Rodri den Pokal in den Himmel von East Rutherford reckte, wollte US-Präsident Donald Trump einfach nicht von der Bühne, mit eher überschaubarem Ehrgeiz wollte Fifa-Boss Gianni Infantino seinen Intimus zum Weitergehen bewegen. Roman meint: „Du kannst es nur mit Humor und einer Ur-Komik ertragen.“ Gleichzeitig ist er sportlich überzeugt, dass Rodri zurecht zum besten Spieler des Turniers gewählt würde. „Es gibt ganz viele Gründe“, so Roman, die für den Mittelfeld-Star der Spanier statt Frankreichs Super-Torjäger Kylian Mbappé sprechen.
Und wie soll es künftig bei Weltmeisterschaften weitergehen? Mit 48 Mannschaften oder doch mit 64? Zu 32 zurück, wünscht sich Almuth – das ist aber unrealistisch. „Bitte die EM mit 32 und die WM mit 64 Mannschaften“, hält Roman aus einem ganz bestimmten Grund dagegen.
INFO: Wir verabschieden uns in die Sommerpause und erscheinen am 20. August wieder. Womöglich in anderem Gewand – lasst euch überraschen ... - Es ist die Woche der Entscheidungen bei der WM 2026. Auf dem Platz setzte sich in den Halbfinals Spanien gegen Frankreich durch und Argentinien holte mal wieder einen Rückstand auf, Messi flankte zum 2:1 und England ins Aus. Wer krönt sich am Sonntag zum Weltmeister - der Champion von 2010 oder der amtierende Titelträger? Für Spanien spricht laut Almuth, „dass es beeindruckend ist, wie sie es hinbekommen, in den entscheidenden Momenten da zu sein“. Roman findet derweil, dass die spanische Mannschaft „auf sieben von elf Positionen nicht Weltklasse ist“ – und trotzdem das mit Abstand beste Team ist. Argentinien wiederum kann darauf vertrauen, stets die richtigen Mittel zu finden, um sich zum zweiten Mal in Folge (das gelang vorher nur Italien 1934 und 1938 sowie Brasilien 1958 und 1962) die WM-Krone aufzusetzen.
Neben dem grünen Rasen gibt es aber auch einen harten Kampf. Und zwar darum, wie man die Fifa um ihren Präsidenten Gianni Infantino in ihrer Macht einschränken kann. Ein Vorschlag kommt von Joseph Weiler, einem ehemaligen Verantwortlichen des Weltverbands. Der Fall des nach seiner Roten Karten doch spielberechtigten US-Profis Folarin Balogun sie nur „die schimmelige Kirsche auf einem vergammelten Kuchen“, so Weiler im Interview mit der "Zeit". „Er ist jetzt auf die Idee gekommen, dass die EU die Fifa doch mal überprüfen könne, ob das EU-Recht eingehalten werde. Ich finde es faszinierend, dass jemand das so äußert“, sagt Almuth.
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Über Almuths Pausen-T
Donnerstag ist Pausenzeit – und zwar Zeit für Almuths Pausen-T, ein Podcast von RND und der ARD-Sportschau. Die Welttorhüterin von 2014 und Olympiasiegerin 2016 mit Deutschlands Fußballerinnen Almuth Schult stellt hier ihr Thema oder ihre These der Woche vor. Co-Host Roman Gerth, Reporter beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter anderem für die DFB-Elf, muss sich davon überraschen lassen. Er kennt es vorher nicht, ist also in der gleichen Situation wie ihr, liebe Hörerinnen und Hörer. Und dann wird diskutiert. Davon darf man sich neue Erkenntnisse, interessante Einblicke und auch spannende Anekdoten aus Almuths noch immer aktiver Profilaufbahn erhoffen. Die neue Folge gibt es jede Woche immer donnerstags ab 18 Uhr!
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Roman Gerth bei Instagram:
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