Zu Gast bei L.I.S.A. mit Per Leo und Janosch Steuwer. Die Kontroversen, die sich an der Erinnerungskultur in Deutschland entzünden, reißen nicht ab. Der „Historikerstreit 2.0“, die Debatte um die Gedenkstättenkonzeption des Bundes oder Protestaktionen wie zuletzt „Kufiyas in Buchenwald“ sind nur einige Beispiele. Mit den Historikern Dr. Janosch Steuwer (Köln) und Dr. Per Leo (Berlin) blicken wir in der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ zunächst zurück: Unter welchen Bedingungen entstand die Erinnerungskultur und wie wurde sie zur bestimmenden Form der Auseinandersetzung der Deutschen mit dem Holocaust und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um davon ausgehend zu fragen, wo heute die Grenzen dieses Umgangs mit der Geschichte liegen – insbesondere, wenn der Holocaust-Erinnerung eine identitätsstiftende Funktion zugeschrieben wird. Und inwieweit können Geschichtserzählungen heute überhaupt noch kollektive Bindekraft entfalten?
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