Anfang der 1930er Jahre ist der 1. FC Nürnberg einer der erfolgreichsten Fußballvereine Deutschlands und steht für schichtenübergreifende Fußballbegeisterung und Sportsgeist. Doch ausgerechnet der angesehene Trainer des „Clubs“, Jenő Konrád, wird 1932 zum Opfer einer antisemitischen Kampagne der lokalen Nationalsozialisten. Nicht einmal ein Jahr später wird der Verein den Ausschluss seiner jüdischen Vereinsmitglieder beschließen – und sich Stück für Stück in den Dienst der NS-Herrschaft stellen. In der neuen Folge von „Zeitlupe“ zeichnen wir mit dem Zeithistoriker Dr. Matthias Braun die Geschichte des 1. FC Nürnberg im Nationalsozialismus nach und blicken auch darauf, wie der „Club“ nach 1945 mit diesem Erbe umging.
Der Experte: Dr. Mathias Braun ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg und ist dort in der Stabsstelle „Ehemaliges Reichsparteitagsgelände Zeppelintribüne/ Zeppelinfeld“ tätig. Der Historiker wurde mit einer Biographie des nationalsozialistischen Bürgermeisters von Nürnberg, Willy Liebel, promoviert: Hitlers liebster Bürgermeister. Willy Liebel (1897-1945), Nürnberg 2012.
Weiterführende Literatur:
Braun, Matthias: Der 1. FC Nürnberg und die „Stadt der Reichsparteitage“ – Verein und nationalsozialistische Kommunalpolitik, in: Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg (Blog), 14. März 2025, https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/der-1-fc-nuernberg-und-die-stadt-der-reichsparteitage-verein-und-nationalsozialistische-kommunalpolitik/.
Siegler, Bernd: Heulen mit den Wölfen. Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder, Fürth 2022.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_nuernberg_fussball_nationalsozialismus