Fabian Reese ist einer der auffälligsten Spieler der 2. Bundesliga – und einer der reflektiertesten. Der Kapitän von Hertha BSC steht für Energie, Leidenschaft und Führungsstärke, aber auch für etwas, das im Profifußball nicht immer selbstverständlich ist: Authentizität. Im Gespräch mit Sebastian Hellmann erzählt Reese, warum er bewusst versucht, das schnelllebige Fußballgeschäft auch mal langsamer zu nehmen – mit Meditation, Atemtechniken und viel Zeit für Bücher.
Reeses Ziel: ein bisschen „analoger“ leben und Abstand gewinnen von der permanenten Reizüberflutung. Es geht um Druck, Erwartungen und öffentliche Bewertungen. Ein Satz seines früheren Trainers Norbert Elgert begleitet ihn bis heute: „So gut, wie sie schreiben, bist du nicht. Und so schlecht, wie sie schreiben, bist du auch nicht.“
Außerdem spricht Reese über Höhen und Tiefen seiner Karriere: über den Rausch seiner ersten Monate in Berlin, über sportliche Krisen – und über einen Moment, in dem plötzlich alles infrage stand. Eine Herzmuskelentzündung konfrontierte ihn erstmals mit der Frage, wie schnell eine Karriere vorbei sein kann.
Und es geht um das Leben abseits des Platzes: um seine Verlobte Johanna, seine Familie und darum, warum dieses Umfeld für ihn der wichtigste Anker ist. Auch seine Leidenschaft für Mode kommt zur Sprache. „Mode ist eine Möglichkeit, ohne Worte zu kommunizieren“, sagt Reese – und erklärt, warum Persönlichkeit für ihn wichtiger ist als Konventionen.
„SPIELMACHER - Fußball von allen Seiten“ ist eine Gemeinschafts-Produktion von 360Media und der Podcastbande. Neue Folgen alle 14 Tage donnerstags, überall, wo es Podcasts gibt. Wer es auch sehen will: Als Video-Podcast erscheint „SPIELMACHER - Fußball von allen Seiten" in gekürzter Form bei Sky Sport News und auf YouTube.