304 Episoden
- 🌑 Der Mond hat einen neuen Krater – und SpaceX hat ihn geliefert! Eine ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe ist mit rund 8.700 km/h nahe dem Krater Einstein eingeschlagen, beobachtet von einem Mondorbiter und den Teleskopen der Europäischen Südsternwarte in Chile. 🚀 Fast zeitgleich macht Elon Musk die größte Starship-Ansage seit Langem: Flug 14 geht in den Orbit – und das 52 Meter lange Ship soll erstmals von den Armen des Startturms gefangen werden. 🌒 Und am Mittwoch wird es über Europa dunkel. Bleibt nur eine Frage: Wer haftet eigentlich, wenn der Mond zur Ablage wird?
Wir sortieren die Zahlen zum Einschlag – 18 bis 30 Meter Kraterdurchmesser, eine Natriumwolke über dem westlichen Mondrand, erste Bilder von Südkoreas Orbiter Danuri – und klären, warum für diesen Krater niemand haftet, obwohl inzwischen 70 Staaten die Artemis Accords unterzeichnet haben. Danach geht es zu Starship: Ship 40 ist nach über 400 Kilometern Drift vor Westaustralien geborgen, zum ersten Mal hält SpaceX ein Starship in den Händen, das einen kompletten Wiedereintritt hinter sich hat – und der Befund entscheidet die Hitzeschild-Debatte. Dazu die erste Quartalsbilanz nach dem Börsengang mit 7,8 Milliarden Dollar Umsatz, 541 Millionen Dollar Verlust und dem Angriff auf AT&T, Verizon und T-Mobile per Starlink Mobile.
Außerdem in dieser Folge: Blue Origin benennt das Hauptsauerstoffventil eines BE-4-Triebwerks als Ausgangspunkt der New-Glenn-Explosion – unangenehm auch für ULA. Boeings Starliner hängt inzwischen an zwei Dockingports und zwei Milliarden Dollar Sonderbelastungen, während SpaceX die Crew-Dragon-Produktion bei fünf Kapseln beendet. AST SpaceMobile bringt drei neue BlueBirds mit je 223 Quadratmetern Antennenfläche ins All und startet den Direct-to-Cell-Dienst in Japan. Der Rettungssatellit Link ist zurück auf Kurs und soll Ende August das Weltraumteleskop Swift anfliegen. Vier Firmen liefern die ersten Frachtlander für die NASA-Mondbasis am Südpol. Und für die Sonnenfinsternis am 12. August haben wir alles, was ihr braucht: Totalitätspfad, Zeiten, Livestream – und die Warnung, dass ihr nur mit zertifizierter Finsternisbrille hinschaut. In den Kurznews: Xona funkt neben GPS, ein Satellit der US Space Force jagt erstmals ein ausweichendes Ziel, und ein spanisches Startup baut ein Triebwerk ohne Tank. - Deutschland prüft plötzlich einen eigenen Weltraumbahnhof für die Bundeswehr – Tage bevor die Spectrum von Isar Aerospace abheben soll.
Ausserdem:
🚀 Ein Starship treibt weiter Indischen Ozean – und SpaceX schickt gleich zwei Schlepper hinterher.
🛰️ Gleichzeitig trudelt ausgerechnet das Raumschiff, das ein NASA-Teleskop retten sollte, mit zwei toten Reaktionsrädern durch den Orbit.
Der Retter braucht selbst eine Rettung: Das Servicing-Raumschiff Link von Katalyst Space Technologies taumelt seit dem 28. Juli um mehrere Achsen, zwei von drei Reaktionsrädern sind tot, der Bordcomputer hat sich neu gestartet. Katalyst zweckentfremdet jetzt die Ionentriebwerke, die eigentlich das Neil Gehrels Swift Observatory anheben sollten, um den Drall abzubauen – und die Uhr läuft: Ab der 300-Kilometer-Marke im Oktober zerbricht das 22 Jahre alte Teleskop innerhalb weniger Monate. Ausgerechnet Swift lieferte kurz zuvor noch die Beobachtung eines wandernden Schwarzen Lochs mit einer Million Sonnenmassen, das einen Stern zerreißt. Parallel dazu läuft im Indischen Ozean eine Bergungsoperation, die es so noch nie gab: Die 52 Meter lange Oberstufe Ship 40 blieb nach rund 65 Minuten Flug intakt, funkte weiter und schwamm rund 79,5 Stunden – jetzt laufen NORMAND RANGER und SKIMMER TIDE mit bis zu 15 Knoten auf die Position zu. Was SpaceX daran interessiert, sind die über 18.000 Keramikkacheln, die mehr als 1.400 Grad Celsius überstanden haben – während NASA-Veteran Dan Rasky Starships Hitzeschild öffentlich als Sackgasse bezeichnet. Dazu: Booster 21 nach Kryo-Test in Mega Bay 1, Ship 41 mit Triebwerken, Flug 14 frühestens Ende August – und Musks Ankündigung, erstmals auch das Ship am Turm zu fangen. In Bayern kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei Isar Aerospace an, dass der Bund eine eigene Startanlage für die Bundeswehr prüft – ohne Standort, ohne Budget, ohne Zeitplan, dafür mit der GOSA-Plattform in der Nordsee als naheliegendem Kandidaten.
Außerdem in dieser Folge: Am 5. August schlägt eine ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe mit rund 8.750 km/h auf dem Mond ein – erwartet werden ein 20 bis 30 Meter großer Krater und ein Auswurf-Strahl bis 100 Kilometer Höhe, beobachtet vom Lunar Reconnaissance Orbiter. ispace startet Mission 3 im Jahr 2028 auf einer H3 von Mitsubishi Heavy Industries, und ispace-Europe erhält 65 Millionen Euro für MAGPIE, Europas erste Mission zum Mondeis. Das Nancy Grace Roman Space Telescope ist betankt und startet am 30. August auf einer Falcon Heavy – neun Monate vor Plan und unter Budget, mit über 500 Terabyte Daten pro Jahr. Die Waldbrände in Spanien zwangen die NASA zur Evakuierung des Madrid Deep Space Communications Complex, ESA-Station Cebreros ist wieder voll betriebsbereit. Boeing schiebt den nächsten Starliner-Flug als unbemannte Frachtmission auf frühestens Q4 2026, Crew damit frühestens Ende 2027. Rocket Lab baut nach einem Rekordvertrag über 266 Millionen Dollar mit der US Space Force einen HASTE-Startplatz auf Kodiak Island in Alaska. In Lappland absolvierte ArianeGroup die Generalprobe mit vollen Tanks für den Themis-Demonstrator T1H, während MaiaSpace den suborbitalen Testflug streicht und auf 2027 rutscht. Dazu die Starts der Woche mit Langer Marsch 7A, 6A und der geheimen Falcon-9-Mission NROL-95 – und Kurznews zu CAPSTONE 02, 1,6 Milliarden Dollar Startaufträgen für SpaceX, Intels Weltraum-Prozessor Starfire, Impulse Space Electra, Amazon Leo, ESAs Lunar Link und Blue Origins New-Glenn-Tests in Stennis. Der Termin der Woche bleibt Donnerstag, der 6. August: der zweite Testflug der Spectrum von Andøya mit fünf CubeSats an Bord. - 🚀 Starship Flug 13 ist geflogen – und zum ersten Mal überhaupt endete ein Testflug nicht mit einem Feuerball....
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Der Starship Flug 13 endete mit einem intakten Schiff, das im Indischen Ozean schwimmt und weiter Bilder funkt. 🛰️ 20 echte Starlink-V3-Satelliten ausgesetzt, Raptor-Wiederzündung im All geglückt, Max-Q-Rekord gebrochen. Nur der Booster hat sich beim Landeanflug nicht ganz an den Plan gehalten – und genau da liegt die letzte große Baustelle vor dem ersten Orbitalflug. 🇮🇳 Gleichzeitig schafft Indien mit Skyroots Vikram-1 im allerersten Anlauf den Orbit, und auf den Shetland-Inseln steht plötzlich eine Augsburger Rakete startbereit. Überholt RFA damit Isar Aerospace im Rennen um Deutschlands ersten Orbitalstart?
Im Starship-Block klären wir, was den Abbruch am 16. Juli wirklich verursacht hat: gefrorene Feuchtigkeit in den Turbopumpen für flüssigen Sauerstoff, sechs getauschte Raptoren statt der offiziell angekündigten zwei – und warum die von Booster 19 geerbten Triebwerke entgegen aller Vermutungen nicht schuld waren. Dazu der Ausblick von Gwynne Shotwell: Flug 14 könnte die erste echte Orbitalmission werden, Flug 15 der erste Start aus Florida. Bei RFA ONE geht es um den anstehenden Erststufen-Hotfire am SaxaVord Spaceport und darum, warum ausgerechnet eine deutsche Rakete Großbritanniens erste Orbitalpremiere holen könnte, nachdem Lockheed Martin, Virgin Orbit und Orbex gescheitert sind.
Außerdem in dieser Folge: Northrop Grummans MRV-1 startet als Amerikas erster Mehrfach-Wartungsroboter Richtung GEO und verlängert gealterten Satelliten von SES und Optus das Leben um bis zu acht Jahre – finanziert mit rund 420 Millionen Dollar von der DARPA. Chinas Shijian-31 grast in einem Molniya-Orbit den kompletten geostationären Gürtel ab, eine Langer Marsch 3B überlebt einen Blitzeinschlag 30 Sekunden nach dem Abheben, und die Gravity-1 fliegt als stärkste Feststoffrakete der Welt. Bei ULA spitzt sich die Vulcan-Krise zu: Die NASA bucht ihre SunRISE-Mission auf eine Falcon Heavy um. Dazu die NASA-Nuklearmission SR-1 „Freedom" mit Zwei-Milliarden-Preisschild, Arianespace fordert Blockbestellungen für die Ariane 6, die EU verzögert Sentinel-Aufnahmen über der Straße von Hormuz, und ein GAO-Bericht zeigt, wie hart der Personalabbau die NASA trifft. In den Kurznews: Metallkugeln an einem australischen Strand, vier RS-25 für Artemis III, Atomdetektoren auf GPS-Satelliten, 30 Milliarden Dollar für US-Starts und Polens Milliardenbeitrag zu IRIS². - 🚀 Der Countdown läuft auf null, die Raptoren zünden – und dann bleibt Starship einfach stehen.
Ausserdem: 🛰️ Während SpaceX zwei Raptoren tauscht, fängt China zeitgleich seinen ersten Booster in einem Stahlseil-Netz auf hoher See. Wie geht es jetzt weiter mit Flug 13? 👇
Wir nehmen den Abbruch auseinander: 5.200 Tonnen Treibstoff an Bord, Rekordtempo bis zur Rampe, reparierte Triebwerke von Booster 19 – und die Frage, warum ein Stopp bei T-0 kein Versagen ist, sondern genau das System, das Milliarden schützt. Dazu Chinas Coup: Die Langer Marsch 10B fängt beim Jungfernflug ihre erste Stufe im Netz des Bergungsschiffs Linghangzhe, 430 Kilometer vor der Küste – weltweit die erste Bergung per Seil-Fangvorrichtung und Chinas Eintritt in den Wiederverwendungs-Club. Wir ordnen ein, was das für den Wettlauf mit SpaceX bedeutet, und was der Dreifach-Plan aus 10A, 10B und 10C mit Chinas Mondplänen bis 2030 zu tun hat.
Außerdem in dieser Folge: Die Artemis-II-Crew bedankt sich in Bremen beim Team hinter dem Europäischen Servicemodul – inklusive Flugdaten aus erster Hand. Die ESA rebootet ihre Sonde Hera in 140 Millionen Kilometern Entfernung. Die NASA legt das Docking-Ballett von Artemis III offen, bei dem Orion an Blue Moon und Starship andockt. Sojus MS-29 erreicht die ISS in nur drei Stunden, während Isaacman als erster NASA-Chef seit 2018 in Baikonur steht. Dazu eine Nature-Studie, die erstmals zeigt, wie sich Atomwaffen im Orbit aufspüren lassen, 355.000 Starlink-Ausweichmanöver in einem Jahr, Europas Raumfahrtbudgets auf Rekordkurs und Rocket Labs Archimedes-Triebwerk im 5,5-Minuten-Dauerlauf. Plus Kurznews zu Wally Funk, dem ESA-Lander für Apophis und dem ersten lizenzierten Weltraumspiegel. - 🚀 Starship Flug 13 hat endlich einen Termin – und SpaceX will gleichzeitig 100.000 neue Starlink-Satelliten in den Orbit schießen!
🛰️ Blue Origin öffnet sich nach 26 Jahren erstmals für fremdes Geld: zehn Milliarden Dollar, nur sechs Wochen nach der New-Glenn-Explosion. 🌑 Und China fängt eine Rakete erfolgreich mit einem Fangnetz und Tianwen-2 liefert das erste Foto vom Quasi-Mond der Erde.
Was bei Flug 13 diesmal klappen muss, damit der erste echte Orbit fällt? 👇
Im Fokus steht Starship Flug 13 – der zweite Flug der neuen V3-Generation und laut Gwynne Shotwell eine bewusste Wiederholung von Flug 12. Das Kernziel ist die eine Sache, die der V3 noch fehlt: die Wiederzündung eines Raptors im All, dazu ein sauberes Booster-Manöver mit kontrollierter Wasserung im Golf. Klappt beides, ist der Weg zum ersten echten Orbit frei. Parallel denkt SpaceX gigantisch: 100.000 Starlink-Satelliten der dritten Generation hat das Unternehmen bei der FCC beantragt – je bis zu ein Terabit pro Sekunde. Der Sammelflug Transporter 17 brachte derweil 81 Nutzlasten ins All, darunter neun deutsche Mikrosatelliten – während Kunden zunehmend nervös auf die Zukunft des Rideshare-Programms blicken.
Dazu die erste kommerzielle Nuklear-Premiere im Orbit: City Labs' Satellit BOHR zieht seinen Strom über eine Betavoltaik-Zelle direkt aus zerfallendem Tritium – und die NASA finanziert mit Firefly bereits die Hardware für Skyfall, die erste nukleare Mars-Sonde. China meldet Vollzug: Tianwen-2 steht nur noch 20 Kilometer vor dem Quasi-Mond Kamoʻoalewa und liefert das erste Nahbild. Blue Origin sammelt zehn Milliarden Dollar ein (Bewertung: 130 Milliarden) und baut zugleich sieben Blue-Moon-Lander – Japans ispace wird derweil zum Mond-Spediteur auf Starship-Basis. Weiter geht's mit Österreichs erstem Kommerzsatelliten Oasis Alpha, der Space-Force-Störwaffe Meadowlands, MDAs 567-Millionen-Kauf der französischen CLS, Isar Aerospaces neuem Startplatz in Kanada samt dem ersten deutschen Satelliten auf deutscher Rakete, NASAs Kurs auf kommerzielle ISS-Nachfolger und Indiens erstem privaten Orbitalstart Vikram-1.
Und im Startkalender: Ein Falcon-9-Booster fliegt zum Rekord-36. Mal, der Swift-Retter LINK erreicht den Orbit – und China wagt beim Erstflug der Langer Marsch 10B die spektakuläre Bergung der ersten Stufe mit einem Netz-Fangschiff auf See. 🎣
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Über Senkrechtstarter
Du wolltest schon immer Astronaut werden? Raumfahrt ist Dein Lieblingsthema? Ja, wir leben in einer mega spannenden Zeit und Elon Musk hat mit SpaceX die gesamte Industrie auf den Kopf gestellt. Oder sollten wir besser sagen: endlich senkrecht gestellt? (:
Auch ich wollte als kleiner Junge Astronaut werden. Seit Jahren verbringe ich unzählige Stunden auf YouTube und sauge alles auf zum Thema Raumfahrt.
Hier gibt es jeden Montag zur Primetime um 20:15 Uhr eine neue Folge Senkrechtstarter. Mit den Themen Raketentechnik, SpaceX, die NASA, Weltraum und alles, was SENKRECHT gen Himmel fliegt
Viel Spaß mit der Zukunft.
Immer schön senkrecht bleiben!
Dein Moritz
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