308 Episoden
- 🚀 Geschafft: Die Spectrum von Isar Aerospace ist die erste deutsche Rakete im Orbit.
An Bord der Spectrum: fünf CubeSats, darunter Studentensatelliten aus Berlin und Wien. 🔥 Dazu hat SpaceX alle 33 Triebwerke des Super Heavy am Stück gezündet — bringt Flug 14 das Starship in wenigen Tagen in einen echten Orbit?
Am Samstagabend um 22:12 Uhr unserer Zeit hob die Spectrum in Andøya ab, Missionsname "Onward and Upward". Max-Q, Stufentrennung, Kármán-Linie: Der Aufstieg lief ohne Auffälligkeiten. Damit ist seit 05.09.2026 die erste Europäische Privatrakete im Orbit und Deutschland eine Raumfahrtnation!
Und drumherum sortiert sich Europas Kleinträger-Szene gerade komplett neu: HyImpulse hat seine Finanzierungsrunde auf insgesamt 125 Millionen Euro erweitert, PLD Space aus Spanien auf 288 Millionen — angeführt von Mitsubishi Electric. Am anderen Ende der Skala steht Orbex: Die schottische Entwicklungsagentur hat die Anlagen des halbfertigen Sutherland Spaceport übernommen. Warum das alles zählt, zeigt eine Bestellung von dieser Woche: SES beauftragt OHB mit allen 18 Plattformen für das mittlere Orbitsegment von IRIS², dazu kommen 330 Satelliten im niedrigen Orbit. Eine Rakete im Orbit, zwei Konkurrenten mit frischem Kapital, ein Raumhafen in öffentlicher Hand — das ist Europa in einer einzigen Woche.
Bei SpaceX steht vor Flug 14 die komplette Hardware gezündet bereit: der Booster über die volle Dauer, das Ship eine Woche zuvor. Zum ersten Mal soll ein Starship dabei einen echten Orbit erreichen (Ab dem 15. September ca.), mit der nächsten Starlink-Generation an Bord — und in Florida wachsen gleich zwei Startanlagen, während Ship 40 nach Wochen im Salzwasser auf dem Heimweg nach Brownsville ist. Dazu die Falcon Heavy, die das Roman-Teleskop der NASA direkt vor der Sonnenscheibe ins All geschoben hat: 2,4-Meter-Spiegel aus einem Spionageprogramm, hundertmal größeres Bildfeld als Hubble, 1,4 Terabyte Daten pro Tag.
Und in den Nebennews: Chinas Pallas-1 von Galactic Energy erreicht beim allerersten Flug den Orbit, Russlands Starlink-Antwort Rassvet kommt nicht auf ihre Bahn, die ESA lässt Samba und Tango sekundengenau verglühen, das Orion-Hitzeschild überrascht mit neun statt hundert Schadstellen, und eine Studie zeigt, wo unsere Mikroben an den Mondpolen tatsächlich überleben. Plus Crew-13, der dritte Ausstieg von Sophie Adenot, BepiColombo, Neutron, Swift, der Mars-Plan ohne Rover und der ESA-Mondrover MAGPIE. Und die Frage der Woche: Sieger oder Feld? Schreib es in die Kommentare. - 🚀 SpaceX kündigt zehn neue Starship-Startrampen in Louisiana an und hievt zugleich Ship 40 nach über einem Monat Salzwasser aus dem Indischen Ozean an Deck.
🛰️ Die ESA legt erstmals 543,6 Millionen Euro auf den Tisch, die nur weiterfließen, wenn wirklich jemand den Orbit erreicht: Isar Aerospace, RFA und PLD Space haben ab sofort einen Countdown.
🔥 Und Isar-Chef Daniel Metzler verrät uns exklusiv, wann die Spectrum ihren nächsten Anlauf nimmt. Warum sich die Falcon 9 ausgerechnet mit einem Wiederverwendungsrekord aus Florida verabschiedet, klären wir gleich mit.
Starbase Louisiana ist der vierte SpaceX-Startplatz in den USA und laut Bundesstaat der größte: fünf Komplexe mit je zwei Starship-Türmen, zusammen zehn Rampen, dazu eigene Methanproduktion, Tiefwasserhafen, Flughafen und Wohnraum. Baubeginn bis Ende 2027, erster Start frühestens 2029, rund 100 Milliarden Dollar Investition. Parallel rückt Flug 14 zusammen: Ship 41 hat zwei Static Fires am Teststand Massey's hinter sich, Booster 21 steht auf dem Startmount von Pad 2. Und am anderen Ende der Space Coast endet eine Ära: Der 100. Falcon-9-Flug des Jahres war zugleich der letzte geplante Starlink-Start aus Florida, geflogen mit dem 37. Einsatz von Booster B1067. Nebenbei öffnet SpaceX sein Kollisionswarnsystem Stargaze kostenlos für fremde Satellitenbetreiber. Europas große Rakete lieferte derweil pünktlich: Die Ariane 6 brachte auf Flug VA270 den Wettersatelliten MTG-I2 auf den Weg in den GEO, ihre erste Mission zu diesem Ziel. Und am Sonntag steht das Roman Space Telescope auf einer Falcon Heavy an Pad 39A: ein Teleskop mit hundertmal größerem Sichtfeld als Hubble, dessen Optik aus einem gescheiterten Spionagesatelliten-Programm des NRO stammt. Wir sind ab 12:00 Uhr live dabei.
Dazu die Woche in China: Chang'e-7 verpasst sein Startfenster und rutscht auf 2027, der gelandete Zhuque-3-Booster ist doch umgekippt, und Galactic Energy zielt mit der Pallas-1 auf den Erstflug. In Samara hat die Ukraine mit Marschflugkörpern das Raketenwerk Progress getroffen, jene Fabrik, aus der einst Gagarins Rakete kam und heute die Sojus-2 stammt. Blue Origins Mondlander Blue Moon MK1 hat die Umwelttests am Johnson Space Center bestanden, eine Nature-Studie zeigt einen 200 bis 400 Grad heißeren Marssüden, und die NASA hat die Farside Seismic Suite gekündigt, obwohl das Instrument fertig im Reinraum steht. In den Kurznews: Antennentausch bei der ISS-EVA von Sophie Adenot und Anil Menon, die Ursache für das gescheiterte Swift-Rettungsmanöver, Artemis 3 ohne Cubesats und 15.000 Jahre Sonnenwind in vier Stunden. Am Ende der Folge wie immer der Startkalender, unter anderem mit dem zweiten Spectrum-Flug von Andøya. Und meine Frage an euch: Was braucht Europa zuerst, eine wiederverwendbare Schwerlastrakete oder eine zuverlässige Flotte kleiner Träger? Schreibt es in die Kommentare. - 🚀 Ship 40 ist zurück – aber nicht so, wie ihr denkt! Nach 24 Tagen einsam auf hoher See hat SpaceX sein Starship doch noch gerettet, direkt vor der Weihnachtsinsel.
Ausserdem: In China steht zum ersten Mal ein orbitaler Booster auf eigenen Beinen – kurz danach aber steht er in Flammen! Schafft SpaceX den Fangversuch am Turm überhaupt noch dieses Jahr? 👀
Nach rund 24 Tagen auf rauer See hat das Bergungsteam Ship 40 sicher in ruhigere Gewässer vor der Weihnachtsinsel gebracht – geschleppt mit kaum mehr als Fußgängertempo. Das 52 Meter lange Raumschiff hat Wiedereintritt, Wasserung und drei Wochen offenen Ozean überstanden, wartet jetzt in einer Sperrzone auf sein Inspektionsteam und tritt danach die über 16.000 Kilometer lange Rückreise zur Starbase an. Besonders wertvoll: der weitgehend intakte Hitzeschild aus rund 18.000 Keramikkacheln, den SpaceX jetzt erstmals im Labor statt nur aus Drohnenvideos untersuchen kann – auch wenn Ship 40 selbst nie wieder fliegen wird.
Beim Fangversuch am Turm hat Elon Musk seine eigene Ansage kassiert: Statt Ende August soll es nun „in ein paar Monaten" klappen. Immerhin steht mit Flug 14 der erste echte Orbitalflug bevor, und im Hintergrund laufen bereits die nächsten Tests mit Booster 21 und Ship 41. Der eigentliche Anker der Geschichte liegt bei der NASA: Für die bemannten Artemis-Mondmissionen braucht es genau die Erkenntnisse, die SpaceX jetzt aus dem Salzwasser von Ship 40 zieht. Chinas Langer Marsch 7A zerbricht nach 85 Sekunden, Rocket Lab zieht nach München
18.08.2026 | 20 Min.💥 85 Sekunden nach dem Abheben zerreißt es Chinas Langer Marsch 7A über Wenchang, Rakete und Satellit sind verloren. Ausgerechnet dieselbe Triebwerksfamilie soll in wenigen Wochen Chinas Mondmission Chang'e-7 zum Südpol bringen. 🚀 Rocket Lab verschickt komplette Startplätze im Schiffscontainer und macht München zur neuen Adresse, während SpaceX sein Starship Ship 40 im Meer aufgibt und im Börsenprospekt eine Million KI-Satelliten stehen. 🌒 Und über Island und Spanien schob sich der Mond komplett vor die Sonne. Wie viele Wochen kostet der Fehlstart Chinas Mondmission wirklich?
Die eigentliche Tragweite der Explosion steckt im Antrieb: In Kernstufe und Boostern der Langer Marsch 7A arbeiten YF-100-Triebwerke, und dieselbe Familie sitzt auch in den Boostern der schweren Langer Marsch 5, die Chang'e-7 zur Suche nach Wassereis am Mondsüdpol bringen soll. Angepeilt war zuletzt der 24. August, jetzt hängt an diesem Termin ein Fragezeichen, und der Staatskonzern CASC schweigt bislang zur Technik. Rocket Lab liefert dagegen die Meldung mit Zukunftsdrall: Das System GHOST steckt Raketen, Startinfrastruktur und Bodenversorgung in Standard-Schiffscontainer, aufgestellt zuerst auf Kodiak Island in Alaska. Dazu kommt die Rocket Lab Germany GmbH mit Sitz in München, ein Rekordquartal von 234 Millionen Dollar im Rücken und eine Vorgeschichte aus Vorratsgesellschaft Mondstein 694 und Mynaric-Übernahme. Nur beim Erstflug der Neutron klingt die Woche nüchterner.
Bei SpaceX reißt der offene Faden der Vorwoche: Raue See bremst das Schleppen, Ship 40 geht voraussichtlich verloren, immerhin sind Nahaufnahmen von Hitzeschild und Triebwerken im Kasten. Ship 42 steht vor den Kryotests, Booster 22 ist strukturell komplett, Flug 14 fehlt weiter im Startkalender. Außerdem in dieser Folge: die totale Sonnenfinsternis über Grönland, Island und Spanien, gefilmt vom Wettersatelliten MTG-I1 und von der NASA mit dem Höhenforschungsjet WB-57 gejagt. Die RFA ONE verliert ihr Startfenster auf SaxaVord, weil im Tank der ersten Stufe eine Anomalie gefunden wurde. Japans H3 bringt Michibiki 7 sauber nach oben und klärt endlich den Fehlstart vom Dezember. Relativity Space montiert die ersten Aeon-R-Triebwerke für die Terran R, am Ende 13 Stück mit knapp 1.600 Tonnen Schub. In den Kurznews: Katalyst bremst den havarierten Satelliten Link, der Gateway-Stopp kostet bei Paragon 70 Stellen, IRIS² wächst auf 348 Satelliten, Arianespace legt die Oberstufe ICARUS auf Eis, die Strahlenschutzweste AstroRad besteht ihre Auswertung und Mike Fincke verlässt nach 30 Jahren die NASA. Und wir suchen Verstärkung: einen Cutter fürs Senkrechtstarter-Team. Transparenz oder Geschwindigkeit, was bringt ein Raumfahrtprogramm schneller voran? Schreibt es in die Kommentare.- 🌑 Der Mond hat einen neuen Krater – und SpaceX hat ihn geliefert! Eine ausgebrannte Falcon-9-Oberstufe ist mit rund 8.700 km/h nahe dem Krater Einstein eingeschlagen, beobachtet von einem Mondorbiter und den Teleskopen der Europäischen Südsternwarte in Chile. 🚀 Fast zeitgleich macht Elon Musk die größte Starship-Ansage seit Langem: Flug 14 geht in den Orbit – und das 52 Meter lange Ship soll erstmals von den Armen des Startturms gefangen werden. 🌒 Und am Mittwoch wird es über Europa dunkel. Bleibt nur eine Frage: Wer haftet eigentlich, wenn der Mond zur Ablage wird?
Wir sortieren die Zahlen zum Einschlag – 18 bis 30 Meter Kraterdurchmesser, eine Natriumwolke über dem westlichen Mondrand, erste Bilder von Südkoreas Orbiter Danuri – und klären, warum für diesen Krater niemand haftet, obwohl inzwischen 70 Staaten die Artemis Accords unterzeichnet haben. Danach geht es zu Starship: Ship 40 ist nach über 400 Kilometern Drift vor Westaustralien geborgen, zum ersten Mal hält SpaceX ein Starship in den Händen, das einen kompletten Wiedereintritt hinter sich hat – und der Befund entscheidet die Hitzeschild-Debatte. Dazu die erste Quartalsbilanz nach dem Börsengang mit 7,8 Milliarden Dollar Umsatz, 541 Millionen Dollar Verlust und dem Angriff auf AT&T, Verizon und T-Mobile per Starlink Mobile.
Außerdem in dieser Folge: Blue Origin benennt das Hauptsauerstoffventil eines BE-4-Triebwerks als Ausgangspunkt der New-Glenn-Explosion – unangenehm auch für ULA. Boeings Starliner hängt inzwischen an zwei Dockingports und zwei Milliarden Dollar Sonderbelastungen, während SpaceX die Crew-Dragon-Produktion bei fünf Kapseln beendet. AST SpaceMobile bringt drei neue BlueBirds mit je 223 Quadratmetern Antennenfläche ins All und startet den Direct-to-Cell-Dienst in Japan. Der Rettungssatellit Link ist zurück auf Kurs und soll Ende August das Weltraumteleskop Swift anfliegen. Vier Firmen liefern die ersten Frachtlander für die NASA-Mondbasis am Südpol. Und für die Sonnenfinsternis am 12. August haben wir alles, was ihr braucht: Totalitätspfad, Zeiten, Livestream – und die Warnung, dass ihr nur mit zertifizierter Finsternisbrille hinschaut. In den Kurznews: Xona funkt neben GPS, ein Satellit der US Space Force jagt erstmals ein ausweichendes Ziel, und ein spanisches Startup baut ein Triebwerk ohne Tank.
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Über Senkrechtstarter
Du wolltest schon immer Astronaut werden? Raumfahrt ist Dein Lieblingsthema? Ja, wir leben in einer mega spannenden Zeit und Elon Musk hat mit SpaceX die gesamte Industrie auf den Kopf gestellt. Oder sollten wir besser sagen: endlich senkrecht gestellt? (:
Auch ich wollte als kleiner Junge Astronaut werden. Seit Jahren verbringe ich unzählige Stunden auf YouTube und sauge alles auf zum Thema Raumfahrt.
Hier gibt es jeden Montag zur Primetime um 20:15 Uhr eine neue Folge Senkrechtstarter. Mit den Themen Raketentechnik, SpaceX, die NASA, Weltraum und alles, was SENKRECHT gen Himmel fliegt
Viel Spaß mit der Zukunft.
Immer schön senkrecht bleiben!
Dein Moritz
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