135 Episoden
- Im Arkham Insiders Podcast Nr. 237 geht es um die Selected Letters Nr. 13, 14, 15 und 16, die Lovecraft vom Frühjahr bis zum Sommer 1916 schrieb. Neben dem hinlänglich bekannten Reinhart Kleiner haben wir einen neuen Adressaten: KleiCoMoLo. Hinter dieser Wortschöpfung verbergen sich jeweils die Anfangsbuchstaben der Namen von Reinhart Kleiner, Ira A. Cole, Maurice W. Moe und natürlich H. P. Lovecraft. Es handelte sich um einen Briefzirkel, den jeder der Genannten um einen eigenen Beitrag bereicherte. Dabei ging jeder Brief einmal reihum, weswegen sich für dieses Verfahren auch die Bezeichnung „Round-Robin“ etablierte.
- Wir besprechen im Arkham Insiders Podcast Nr. 236 die Selected Letters Nr. 11 und Nr. 12, die Lovecraft im Winter 1916 an Reinhart Kleiner schrieb. Ein interessantes Kapitel wird aufgeschlagen in Lovecrafts Biografie: Wir hören von seinen ersten belletristischen Versuchen. Und auch wenn es weiter um die Dichter des 18. Jahrhunderts und um wissenschaftliche Themen geht, deutet sich in diesen Briefen schon an, dass sich hier der späterhin so bekannte Horror-Autor herauszubilden beginnt.
Wir vernehmen Lovecrafts Bekenntnis zu Edgar Allan Poe: „Poe was my God of Fiction!“ Es ist interessant zu sehen, wie sich Anfang 1916 seine eigenen unheimlichen Erzählungen offensichtlich noch auf einem Nebengleis befinden. Wir sehen freilich auch, dass beim Heben dieser bis dato wenig beachteten Schätze der Amateurjournalismus eine Rolle spielt und hier schon eine Rezeption stattfand, bevor die Stories selbst einem größeren, geneigten Publikum bekannt wurden. - Sich mit H. P. Lovecraft zu beschäftigen, heißt auch: sich mit seinem Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzen. Der wird besonders greifbar in seinen Briefen, und hier vor allem in den Anfangstagen seiner Aktivitäten im Amateurjournalismus. Im Zentrum dieses Podcasts steht die „Kontroverse“ zwischen Lovecraft und seinen Kollegen Charles D. Isaacson (1891 – 1936) und James Ferdinand Morton (1870 – 1941). Es handelt es sich um eine typische Pressefehde, bei der Lovecraft Isaacson nicht nur angeht, weil dieser den Dichter Walt Whitman lobt, sondern, weil Isaacson schlicht und einfach Jude ist. Wir erleben einen äußerst bornierten Lovecraft, der sich auf sein eigenes Milieu der East Side in Providence beruft und absonderliche Anekdoten aus der Historie bemüht, um seinen Antisemitismus in irgendeiner Art und Weise zu rechtfertigen. Isaacson erhält Schützenhilfe von dem älteren Morton, der Lovecraft beredt auf seine Unzulänglichkeiten hinweist. Da sich Lovecraft und Morton später anfreunden sollten – und jener sich dann teilweise von seinen jugendlichen Äußerungen distanzierte – ist davon auszugehen, dass die Kontroverse nicht umsonst war, jedenfalls nicht um ihrer selbst willen geführt wurde.
Einen harten Einschnitt bedeuten die Sprünge zu den „leichteren“ Themen, die Lovecraft in den Briefen anspricht: Kino, Filme oder seine „Impromptu“-Art des Komponierens von Gelegenheitsgedichten.
Wir besprechen die Selected Letters Nr. 6 bis Nr. 10, die Lovecraft im Sommer, Herbst und Winter 1915 an Reinhart Kleiner schickte. - In dieser Episode unseres Lovecraft-Podcasts beschäftigen wir uns mit drei Briefen aus dem Jahr 1915. Der erste, und längste, ist an Maurice W. Moe gerichtet und H. P. Lovecraft erweist sich hier als Ahnenforscher in eigener Sache: Er beleuchtet die Hintergründe der Familien Lovecraft und Phillips. Ferner erzählt er aus seiner Kindheit, erste Lektüre von Sagen und Märchen und die daraus resultierenden Eindrücke; Astronomie, frühe Zeitungsbeiträge und Musik sind weitere Themen, die er hier anschneidet. (To Maurice W. Moe. 01.01.1915)
Ein weiterer Brief an Moe schildert, wie der Vater, Winfield Scott Lovecraft (1853 – 1898), der aus einer anglikanischen Kirchentradition stammte, in die typische Yankee-Familie der Phillips heiratete. Lovecraft blieb indes religiös unbeeindruckt. Der Brief endet mit dem Bekenntnis zu einer Mischung zwischen Pantheismus und Rationalismus oder auch zum Agnostizismus: „Ich bestätige nichts, aber ich leugne auch nichts.“ (To Maurice W. Moe. 16.01.1915)
Der letzte Brief richtet sich an Reinhart Kleiner und ist ein weiteres Bekenntnis Lovecrafts zum Geist des 18. Jahrhunderts, vornehmlich englischer Prägung. Außerdem lesen wir hier erstmals den Namen des Dichters Samuel Loveman (1887 – 1976) – der nachher noch ein Freund und Wegbegleiter Lovecrafts werden sollte, insbesondere währen der New Yorker Zeit. (To Reinhart Kleiner. 28.03.1915) - In diesem Arkham Insiders Podcast beginnen wir mit Lovecrafts Briefen. Los geht es mit einer Notiz an seine Mutter – ein Gedicht, in dem Lovecraft verkündet, dass er sie nicht zum Thanksgiving-Fest bei Tante Lillie begleiten, sondern den Tag verschlafen werde … Eine kleine, witzige Episode aus Lovecrafts „blank period“. (To Sarah Phillips Lovecraft. 30.11.1911)
Das zweite Schreiben transportiert uns dann einige Jahre weiter: Lovecraft hat bereits Fühlung mit dem Amateurjournalismus aufgenommen und richtet sich hier an seinen neuen Bekannten Maurice W. Moe (1882 – 1940), ein Zeitgenosse und lebenslanger Korrespondent, den wir etwas ausführlicher vorstellen. Der Brief selbst dreht sich um zwei Themen. Zum einen reagiert Lovecraft auf Moes Kritik an seiner konsequenten Benutzung des „heroischen Paarreims“. Zum anderen berichtet Lovecraft, wie er eine Pressefehde mit dem astrologischen „Scharlatan“ Joachim Friedrich Hartmann austrägt auf den Seiten der Providence Evening News. (To Maurice W. Moe. 8.12.1914)
Quellen: Die verwendete Edition der Briefe (Selected Letters Bd. 1, Arkham House 1965) ist im Internet Archive zu finden (https://archive.org). Zu Lovecrafts dichterischer Herangehensweise und seinem sehr mechanischen Stil empfehlen wir das 7. Kapitel („Metrical Mechanic“),von S. T. Joshis Lovecraft-Biografie I Am Providence, die auf Deutsch unter dem Titel H. P. Lovecraft. Leben und Werk im Golkonda Verlag erschienen ist. Wer sich für die Pressefehde mit Hartmann interessiert, findet dieselbe vollständig dokumentiert in dem Band H. P. Lovecraft. Collected Essays. Volume 3: Science (Hippocampus Press 2005).
Weitere Belletristik Podcasts
Trending Belletristik Podcasts
Über Arkham Insiders
Arkham Insiders ist der erste deutschsprachige Lovecraft-Podcast rund um Leben und Werk von H. P. Lovecraft.
Podcast-WebsiteHöre Arkham Insiders, Sherlock Holmes Kurzgeschichten und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.de-App

Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen
Hol dir die kostenlose radio.de App
- Sender und Podcasts favorisieren
- Streamen via Wifi oder Bluetooth
- Unterstützt Carplay & Android Auto
- viele weitere App Funktionen


Arkham Insiders
Code scannen,
App laden,
loshören.
App laden,
loshören.






























