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Pergament und Mikrofon

Anika Meißner und Holger Kahle
Pergament und Mikrofon
Neueste Episode

187 Episoden

  • Pergament und Mikrofon

    Mediä...WAT?! 60 - Visionen aus der Hölle und die Arbeit eines Historikers am deutschen Bundestag

    24.04.2026
    In der heutigen Folge gibt unser neues Teammitglied Till sein Debüt in der Rolle des Hosts. Begleitet wird er dabei von Ben, der mögliche Gefühle der Nervosität sehr gut nachempfinden kann – schließlich heißt nervös sein ja auch, dass man mit dem Herzen bei der Sache ist! Außerdem quatschen die beiden über Tills Bachelorarbeit und April-Tagungen, bevor es ans Eingemachte geht: Der heutige Gast ist Maximilian Hauten, der sich in seiner Masterarbeit mit mittelalterlicher Visionsliteratur befasst hat. Besonders interessiert haben ihn Darstellungen von keinem geringerem Ort als der Hölle.

    Doch bevor die drei gemeinsam die Pforten der ewigen Verdammnis passieren, erzählt uns Maximilian etwas von seinem neuen Job: Er hat es als Mediävist in den Bundestag geschafft! Dort ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten. Im Gespräch zeigt uns Maximilian tolle Perspektiven für alle Of-Arts-Absolvent:innen und beweist, dass auch abseits der Universität spannende akademische Laufbahnen stattfinden können.

    Ganz im Herzen der heutigen Folge steht das Genre der Visionsliteratur. Maximilian hat in drei mittelalterlichen Quellen, den Visiones Pauli, Tnugdali und Lazari die Darstellung des literarischen Raums der Hölle untersucht. Dabei ist diese keinesfalls so eindeutig wie zuerst angenommen. Ihr wolltet schon immer wissen, welche nicht-weltlichen Orte es neben dem Fegefeuer noch gibt und wie eine mögliche Höllenreise aussehen könnte? Maximilian führt uns mit den Visiones durch die spannenden Aushandlungsprozesse des Mittelalters zu Höllen-Vorstellungen.
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    Coffeetalk 76 - Auf einen Kaffee mit… Jan Mohr

    10.04.2026
    Heute verquatschen sich Nina und Anika mit Jan Mohr, der gleich eine ganze Reihe spannender Themen mit zum Kaffee nach Bochum bringt. Dabei geht es nicht nur um Artusromane, Minnesang und Passionsspiele, sondern auch um das Heisenberg-Programm der Deutsche Forschungsgemeinschaft und die damit verbundenen Möglichkeiten, Forschungsprojekte zu realisieren. Auf welche Weise sich der beste Ritter der Tafelrunde ermitteln lässt, wie im Mittelalter geseufzt wurde und warum sich eine Reise nach Oberammergau ebenso lohnt wie nach Slowenien, erfahrt Ihr in der 76. Folge unserer Coffeetalks!
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    Mediä...WAT?! 59 - Wer schreibt, der bleibt? Maximilian I. und die Kunst der Selbstinszenierung!

    30.03.2026 | 41 Min.
    Während diese Folge für euch aufgenommen wurde, waren die Weihnachtsvorbereitungen im vollen Gange. Da wir aber damals schon geahnt haben, dass ihr euch an diesem Inhalt erst an Ostern erfreuen könnt, erfahrt ihr von Toni und Annie alles über ihre Osterdienstag-Traditionen und wie schräg es ist, zu Weihnachten bereits vom Osterhasen zu sprechen.

    Unser heutiger Gast, Hannah Semrau, ist Promotionsstudentin an der Goethe-Universität Frankfurt und durch den regen Austausch zwischen Bochum und Frankfurt des Öfteren zu Gast in Bochum; so auch im Rahmen unserer Studierenden-Tagung Narrating Truth. Neben dem Schwelgen in Erinnerungen über vergangene Projekte wie dem Workshop „Kunstbäume“ in Berlin und Frankfurt, geht es aber vor allem um Hannahs Vortrags- und Promotionsthema: den Weisskunig.

    Maximilian I. steht im Mittelpunkt dieser Folge, ein Herrscher, der nichts dem Zufall überließ, schon gar nicht, was nachfolgende Generationen über ihn lesen konnten. Mit Hilfe von Schreibern, Holzschnittkünstlern und Gelehrten erschuf er im Weisskunig sein eigenes Denkmal – ein historiografisches Kollektivwerk, das seinen Ruhm verewigen sollte. Doch wie viel historische Wahrheit steckt hinter diesem und dem Konzept des gedechtnus, und warum ließ ein Kaiser sein eigenes Leben von anderen aufschreiben?

    Es erwartet euch ein Gespräch über Selbstdarstellung und Erinnerungskultur im Spätmittelalter, über die feine Grenze zwischen Fakt und Fiktion und was es bedeutet, wenn ein Herrscher sein eigenes Andenken gestalten will.
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    Mediä...WAT?! 58 - Wann ist ein Mann ein Mann?

    27.02.2026
    Nach längerer Zeit mal wieder vor den Mikros vereint, begrüßen euch Toni und Annie zu einer neuen Podcastfolge. Auch wenn wir mittlerweile näher an Ostern sind, erfahrt ihr nochmal alles zu den Weihnachtstraditionen der beiden und kommt dahinter, warum Toni so gerne einmal Mörder oder Leiche im alljährlichen Krimidinner wäre.

    Doch die beiden sind natürlich nicht alleine: Christina Berke hat es auf ganz besonderem Wege an unser Mikrofon verschlagen. Krisen während des Schreibens von Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten kennen wir alle. Dennoch sollte man die eigene Arbeit nicht vorschnell aufgeben oder den unwahrscheinlich wirkenden Erfolgsfall zum Gegenstand einer Wette machen, die einen Podcast-Auftritt bei der Freundin nach sich zieht - denn wir machen ernst! :D

    Christina hat kürzlich ihren Bachelor abgeschlossen, studiert Germanistik und Geschichte an der RUB und arbeitet parallel als staatlich anerkannte Erzieherin. In ihrer freien Zeit liest sie leidenschaftlich gerne, backt von herzhaft bis süß und lässt sich von handwerklichen Hobbys begeistern. Mitgebracht hat sie uns ihre Bachelorarbeit zum Thema „Männlichkeitskonzepte in Hartmanns von Aue Erec“ und beantwortet mit Blick auf die Gender Studies Gesellschaftsfragen; Was bedeutet es für Erec Ritter und Mann zu werden? Was ist ein Männlichkeitskonzept? Was hat das mit Alphamännern zu tun, und – ging Erec zur Therapie?
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    Locus Criminalis 10 – Die verpatzte Entführung

    06.02.2026
    Die zehnte Folge Locus Criminalis beginnt unter wehmütigen Vorzeichen: Schweren Herzens muss Antonia Marco in den Schuldienst verabschieden. Die beiden schwelgen in Erinnerungen an ihre gemeinsame und langjährige Studienzeit. Doch es soll kein Anlass sein für langfristiges Trübsalblasen. Immerhin ist jedes Ende auch ein Neuanfang und eine Chance, lässt sich Antonia überzeugen. Und in ihrer Folterkammer macht Annemarie mal wieder alles andere als die beiden zu rädern, selbst wenn es diesmal um diese berühmte und schreckenerregende Folter- und Hinrichtungsmethode geht.

    Und auch sonst geht diese Folge fleißig voran, denn Gast Jan Seiwerth hat eine wilde Handlung im Gepäck, die sich diesmal um einen Erzbischof und einen Ritter dreht, die sich im Würzburg des 16. Jahrhunderts wiederholt auf die Füße treten. Der mit dem melodisch klingenden Namen beschiedene Erzbischof Melchior Zobel von Giebelstadt fordert immer wieder Ländereien und Besitz vom mächtigen Ritter Wilhelm von Grumbach ein. Dieser wiederum stellt eigene Forderungen. Was laut den Quellen passiert, als das noch junge Reichskammergericht kein zufriedenstellendes Urteil ausspricht und zu welchen verzweifelten Mitteln die Fürsten in der Fehde griffen, davon erzählt Jan Seiwerth den beiden Hosts auf spannende und fesselnde Weise!

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Über Pergament und Mikrofon

Wir sind eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftler/innen, die Lust haben, sich abseits des Seminarraums über alte und neue Forschungsthemen der germanistischen Mediävistik auszutauschen.
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