Mittelweg 36

© Hannah Schmidt-Ott & Jens Bisky | PODCAST EINS
Mittelweg 36
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42 Episoden

  • Mittelweg 36

    Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

    29.04.2026 | 53 Min.
    Die Kette von Antisemitismus-Skandalen reißt nicht ab. Im öffentlichen Umgang mit ihnen dominieren Schematismus und kulturkämpferische Rhetorik. Umso wichtiger ist soziologische Aufklärung: über Selbst- und Fremdbilder und über den Ort jenseits von Gemeinschaft und Ordnung, den der Antisemitismus den „Juden“ zuweist. Mit Klaus Holz spricht Jens Bisky über eine Soziologie des Antisemitismus, wie Holz sie gemeinsam mit Jan Weyand im Buch „Die Figur des Dritten“ entwickelt hat. Es geht um aktuelle Entwicklungen, verhängnisvolle Traditionen und die Möglichkeiten eines aufgeklärten Anti-Antisemitismus.

    Der Soziologe und Antisemitismusforscher Klaus Holz war lange Jahre Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland. „Die Figur des Dritten. Zur Soziologie des Antisemitismus“ erscheint am 11. Mai in der Hamburger Edition.
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  • Mittelweg 36

    Wie fake sind Stablecoins, Aaron Sahr?

    25.03.2026 | 44 Min.
    Ob von Unternehmen wie Tether, Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Staaten wie Kirgisistan: Stablecoins werden derzeit von diversen Emittenten ausgegeben, sie sind der neueste Hype in der Welt der Digitalwährungen. Was steckt dahinter? Und was bedeuten Begriffe wie Krypto, Blockchain, Token, Bitcoin, Shitcoin? Mit Aaron Sahr spricht Hannah Schmidt-Ott über sein neues Buch „Fake Coins“, die Versprechen und Fallstricke digitaler Währungen und die Relevanz monetärer Freiheit.

    Aaron Sahr ist Wirtschaftssoziologe und forscht vor allem zu Geldtheorie und Geldgeschichte. Am Hamburger Institut für Sozialforschung leitet er die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“. Sein Buch „Fake Coins. Digitales Geld und Analoge Freiheit“ erschien 2026 in der Hamburger Edition.

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  • Mittelweg 36

    Wie polarisiert sind die USA, Nils Kumkar?

    25.02.2026 | 46 Min.
    Seit Donald Trump vor dreizehn Monaten ins Amt eingeführt wurde, hat er mit seiner „Clown-Show“ (Obama) alle Welt in Atem gehalten. Der Soziologe Nils Kumkar war im Januar 2025 in Los Angeles und ist nun für einige Wochen ans Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades zurückgekehrt. Jens Bisky spricht mit ihm über wesentliche Momente und das andauernde Spektakel dieser Präsidentschaft, über Polarisierung, die Epstein-Files, „wirklich wichtige Themen“ – und schließlich die Frage, was aus all dem für bundesrepublikanische Verhältnisse zu lernen wäre.

    Nils Kumkar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SOCIUM der Universität Bremen. 2025 erschien im Suhrkamp Verlag sein Buch „Polarisierung. Die Ordnung der Politik“.
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  • Mittelweg 36

    Was interessiert die Literatursoziologie, Christine Magerski?

    28.01.2026 | 38 Min.
    Das erste Mal begegnete Christine Magerski der Literatursoziologie während ihrer Schulzeit in der DDR. Ihre intellektuellen Interessen führten sie letztlich nach Kroatien, an den Gründungsort der Zagreber Schule, und zum Begriff der Form. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie am Beispiel von Dorothee Elmigers preisgekrönten Buch „Die Holländerinnen“ über die Form des Gegenwartsromans, die Relevanz von Gesellschaftstheorie für die Literatursoziologie und das Ende gesellschaftlicher Gestaltbarkeit.

    Christine Magerski ist Professorin für neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Zagreb.

    Literatur

    Andreas Reckwitz: „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“, Suhrkamp 2019.
    Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“, Hanser 2025.
    Moritz Baßler: „Populärer Realismus. Vom International Style gegenwärtigen Erzählens, C.H.Beck 2022.
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  • Mittelweg 36

    Wie patriarchal ist der Rechtsstaat?

    24.11.2025 | 34 Min.
    Sexuelle Gewalt in der Ehe wurde in Deutschland erst 1997 kriminalisiert. Der Reform des Sexualstrafrechts ging jahrzehntelanger Aktivismus der Neuen Frauenbewegung voraus. Die Kämpfe von Feministinnen, die männliche Gewalt gegen Frauen konsequent anprangerten, analysiert die Historikerin Hannah Catherine Davies in ihrem Buch „Rechtsstaat und Patriarchat“. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie über die Wahrnehmung sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, das Verhältnis der Frauenbewegung zum Staat und Strafe als politisches Mittel.

    Dr. Hannah Catherine Davies ist wissenschaftliche Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich. Sie forscht zur Geschichte der Gewalt, Geschichte des Kapitalismus, Rechtsgeschichte sowie zu deutscher und amerikanischer Geschichte. „Rechtsstaat und Patriarchat. Eine Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik 1973 bis 1997“ erscheint in der Hamburger Edition.
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Über Mittelweg 36

Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky laden im monatlichen Wechsel Wissenschaftler:innen und Autor:innen zu Gesprächen über Gesellschaft, Kultur und Theorie. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren.Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum SoziopolisJens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36Kontakt: [email protected] Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Generated: 5/5/2026 - 9:59:24 AM