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Weltunordnung

Pauline Jäckels, Felix Jaitner
Weltunordnung
Neueste Episode

46 Episoden

  • Weltunordnung

    Welche fatale Rolle spielt der Westen in Afghanistan, Emran Feroz?

    30.07.2026 | 1 Std. 10 Min.
    Menschen, die sich an startende Flugzeuge klammern und in den Tod stürzen – diese Bilder aus Kabul haben sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Vor fünf Jahren zogen die USA und ihre Verbündeten aus Afghanistan ab. Und die Taliban, die endgültig zu besiegen das erklärte Ziel von 20 Jahren NATO-Krieg gewesen war, kehrten an die Macht zurück.

    Wie konnte ein Krieg, offiziell im Namen der Menschenrechte geführt, ausgerechnet die Kräfte stärken, gegen die er sich richtete? Darüber hat taz-Redakteurin Pauline Jäckels mit dem Journalisten und Afghanistan-Experten Emran Feroz gesprochen: über einen Westen, der lieber mit korrupten Warlords kooperierte, als eine tragfähige Ordnung aufzubauen – und über einen Abzug, der in eine humanitäre Katastrophe mündete.

    Auch Deutschlands Rolle kommt zur Sprache: von den chaotischen Evakuierungen bis zu den Abschiebungen nach Afghanistan, die heute wieder debattiert werden. Warum waren die USA und Deutschland überhaupt zwei Jahrzehnte im Land? Und was hält die Taliban bis heute an der Macht?

    Emran Feroz, 1991 in Innsbruck geboren, ist ein international tätiger Journalist, Kriegsreporter und Buchautor. In den vergangenen zehn Jahren lag sein Arbeitsschwerpunkt auf dem „War on Terror" der USA in Afghanistan und im Nahen Osten. 2023 erschien sein Buch „Vom Westen nichts Neues – Ein muslimisches Leben zwischen Alpen und Hindukusch" im Verlag C. H. Beck. Zuletzt veröffentlichte er „Wir wollen leben! Von Afghanistan bis Gaza – Ein Aufschrei gegen Entmenschlichung und Krieg" im Westend Verlag.

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    Intro-Musik: Charles Bradley – The World (is going up in Flames)
  • Weltunordnung

    Hat die deutsche Medienaufsicht bei Nahost versagt, Stefan Mey?

    16.07.2026 | 1 Std.
    In einer Demokratie sollen Medien das politische Geschehen unabhängig und machtkritisch begleiten – so zumindest das Ideal. Seit dem Hamas-Massaker im Süden Israels vom 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden genozidalen Krieg Israels gegen die Palästinenser*innen im Gazastreifen ist dieses Ideal für viele zerbrochen. Große deutsche Medienhäuser legitimierten israelische Kriegsverbrechen, übernahmen Verlautbarungen der israelischen Regierung oft unkritisch als Fakten und thematisierten palästinensisches Leid nur vereinzelt, meist ohne dessen Ursachen politisch einzuordnen. Die Berichterstattung schien im Einklang mit einem politischen Dogma zu stehen: der Staatsräson.

    Was passiert jedoch, wenn Medien ihrer Verantwortung nicht gerecht werden? Wer kontrolliert sie – und funktioniert diese Kontrolle in Deutschland?

    Darüber spricht taz-Redakteurin und freie Journalistin Pauline Jäckels mit Stefan Mey, freier Medien- und IT-Journalist in Berlin und Mitglied des Netzwerks Kritischer Journalismus. In einer neuen Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat er untersucht, ob die deutschen Medienkontrollinstanzen – etwa Presse- und Rundfunkrat – bei der Nahost-Berichterstattung ihrer Aufgabe gerecht geworden sind.

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  • Weltunordnung

    Steht Albanien zum Verkauf, Inva Halili?

    02.07.2026 | 1 Std. 1 Min.
    Das Land gilt als Sinnbild für einen gescheiterten Staat, der zentrale Funktionen wie die Gesundheitsversorgung oder das staatliche Gewaltmonopol nur noch eingeschränkt gewährleisten kann. Doch seit Mai 2026 protestieren Hunderttausende unter dem Motto „Albanien ist nicht zu kaufen“ gegen ein geplantes Luxus-Tourismusprojekt auf der Insel Sazan. Dahinter steht die Trump-Familie. Ministerpräsident Edi Rama möchte Albanien zu einem Tourismusstandort ausbauen. Was macht es da schon, dass das geplante Luxushotel mitten in einem Naturschutzgebiet gebaut werden soll?
    In dieser Folge spricht Felix Jaitner mit Inva Halili über die sogenannte Flamingo-Revolution in Albanien. Inva wurde in Albanien geboren, ist Gewerkschafterin und begleitet die Entstehung und Etablierung der Linken in Albanien seit Jahren solidarisch. Sie war bei den Protesten vor Ort und hat viele Gespräche mit Aktivist:innen und Teilnehmenden geführt.
    Welche Folgen hatten die neoliberale Transformation und der Zusammenbruch staatlicher Strukturen in den 1990er Jahren? Welche Rolle spielt die EU in Albanien – und wäre ein Beitritt aus linker Perspektive überhaupt wünschenswert? Und wie verändert die Kooperation in der Flüchtlingspolitik, Stichwort „Albanien-Modell", das Land?"

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  • Weltunordnung

    Ist China die neue Weltmacht, Merle Groneweg?

    18.06.2026 | 1 Std.
    Wir können uns die Welt nicht mehr ohne China vorstellen. Das „Reich der Mitte“ ist die größte Exportnation und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Es ist auch für knapp 30 Prozent des globalen CO₂-Ausstoßes verantwortlich und hat nach den USA den zweitgrößten Militäretat der Welt. Die großen Herausforderungen der Menschheit – die Abwendung der Klimakatastrophe, der Kampf gegen Armut oder Abrüstung – können nur gemeinsam mit China gelöst werden.

    Doch wie sieht China die globalen Umbrüche? Welche Rolle beansprucht China in der Welt? Und welche inneren Widersprüche prägen Politik und Gesellschaft?

    In dieser Folge spricht Felix Jaitner mit Merle Groneweg über Chinas Außenpolitik. Merle ist Mitarbeiterin am Seminar für Ostasienstudien der HU Berlin. Sie hat Chinesisch, globale politische Ökonomie sowie chinesische Wirtschafts- und Außenpolitik in Berlin, Kassel und London studiert und dabei ein Auslandssemester in Peking absolviert.

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  • Weltunordnung

    Ist die Fußball-WM nur Propaganda, Alina Schwermer?

    04.06.2026 | 1 Std. 10 Min.
    Am 11. Juni 2026 beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Mexiko und Kanada – und wieder werden wohl über eine Milliarde Menschen die Spiele verfolgen, schlicht weil sie Fußball lieben. Doch wie jedes sportliche Großereignis hat auch diese WM eine politische und wirtschaftliche Dimension: Staaten nutzen die internationale Bühne zur Selbstdarstellung, Konzerne nutzen sie zur Gewinnmaximierung.

    In dieser Folge spricht Pauline Jäckels mit der Sportjournalistin Alina Schwermer über Sportswashing – und über die politischen Hintergründe der diesjährigen WM. Gemeinsam fragen sie: Welche Interessen bestimmen die Sportwelt? Wie instrumentalisieren Staaten Großereignisse für ihre eigene Propaganda? Und warum trifft der Vorwurf des Sportswashing eigentlich immer nur bestimmte Länder? Außerdem: Bringt ein persönlicher WM-Boykott überhaupt etwas – und wie sehen linke und sozialistische Perspektiven auf Sportpolitik aus?

    Alina Schwermer hat Journalismus und Geschichte in Dortmund, Bochum und Sankt Petersburg studiert. Seit 2015 schreibt sie über die politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Sports. Zuletzt erschien von ihr „Futopia – Ideen für eine bessere Fußballwelt" (2022), das auf der Shortlist zum Fußballbuch des Jahres stand.

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Über Weltunordnung
Weltunordnung – der Podcast zu internationaler Politik der Rosa-Luxemburg-Stiftung Seien es heiße Kriege, die die Regeln der internationalen Politik unterminieren, Handelskriege, die die Grundlagen der kapitalistischen Globalisierung infrage stellen, oder ökologische Krisen, die unsere menschliche Fortexistenz bedrohen – die Weltordnung, die noch vor wenigen Jahren als stabil galt, gerät zunehmend ins Wanken. Doch was folgt daraus? Kehren wir zurück zum Recht des Stärkeren – oder eröffnet sich ein Möglichkeitsfenster für eine gerechtere Welt? «Weltunordnung» nimmt diese Fragen ernst – und blickt aus sozialistischer Perspektive auf internationale Politik. Alle zwei Wochen sprechen die Hosts Pauline Jäckels und Felix Jaitner mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik über Themen, die mal prominent in den Schlagzeilen stehen, mal jenseits medialer Aufmerksamkeit liegen – aber immer politisch relevant sind. Statt Alarmismus und schneller Empörung bietet der Podcast vertiefte Analysen: historisch fundiert, polit-ökonomisch durchdrungen und empathisch gegenüber solidarischen Perspektiven von unten. Ob geopolitische Machtverschiebungen, soziale Bewegungen oder globale Krisen – wir fragen: Was sind die Ursachen und Konstellationen? Wer handelt, wer leidet – und wer profitiert? Welche linken Antworten braucht es – hier und weltweit? Pauline Jäckels ist seit April 2025 Meinungsredakteurin bei der taz. Davor arbeitete sie zwei Jahre lang als Redakteurin für parlamentarische Berichterstattung für nd. Sie studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften im Bachelor und Internationale Beziehungen mit Fokus auf die MENA-Region im Master. Zu ihren Kernthemen gehören die deutsche Israelpolitik und Public Diplomacy. Felix Jaitner ist Senior Researcher beim Institute for Global Reconstitution (IGrec), einem Think Tank in Berlin. Er arbeitet zu Fragen internationaler Politik, Konfliktforschung und ungleicher Entwicklung. Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter weltunordnung@rosalux.org.
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