106 Episoden
Selbstbestimmtes Sterben in Deutschland - Begleitung & Abschied mit Planung #99 Angelika
09.08.2026 | 1 Std. 3 Min.Triggerwarnung:
In dieser Folge geht es um ärztlich assistierten Suizid, selbstbestimmtes Sterben, Sterbebegleitung, Tod, Suizid eines Angehörigen, Vergewaltigung in der Kriegszeit, Pflege, Abschied, Trauer und politische Debatten über Sterbehilfe. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
In dieser Folge erzählt Angelika von ihrer Freundin Käthe, die sie beim selbstbestimmten Sterben begleitet hat.
Käthe war Lehrerin, Aktivistin, Mitgründerin des Oldenburger Verschenkmarkts und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Angelika beschreibt sie als wache, interessierte und engagierte Frau, die bis ins hohe Alter politisch, gesellschaftlich und menschlich präsent war.
Ein großes Thema in Käthes Leben war das selbstbestimmte Sterben. Sie hatte bereits eine Freundin in die Schweiz begleitet, als ärztlich assistierter Suizid in Deutschland nicht möglich war. Diese Erfahrung prägte sie tief. Später kämpfte Käthe selbst dafür, dass Menschen über ihr Lebensende sprechen dürfen und Zugang zu Informationen bekommen.
In der Folge spricht Angelika über den ärztlich assistierten Suizid, über den früheren Paragrafen 217, über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, über Organisationen wie Dignitas und die DGHS und über die Arbeit des Arbeitskreises Selbstbestimmtes Sterben. Im Mittelpunkt steht aber nicht nur die rechtliche Debatte. Im Mittelpunkt steht die Geschichte einer Freundschaft.
Sie war 94 Jahre alt, wurde fast blind, hörte immer schlechter und hatte das Gefühl, von ihrem Leben genug gehabt zu haben. Sie wollte nicht abhängig werden, nicht in ein Pflegeheim ziehen und nicht warten, bis andere über ihr Leben bestimmen. Angelika erzählt, wie Käthe ihren Antrag stellte, wie der Prozess begleitet wurde und wie bewusst sie jeden weiteren Schritt selbst ging.
Diese Folge handelt von selbstbestimmtem Sterben, Sterbehilfe, assistiertem Suizid, Freundschaft, Pflege, Abschied, Würde und der Frage, wie ein Tod aussehen kann, wenn ein Mensch ihn bewusst vorbereitet.
Zeitstempel:
0:00:00 – 0:01:17: Triggerwarnung und Intro
0:00:51 – 0:05:50: Vorstellung von Angelika, ihre Freundschaft mit Käthe und Käthes Engagement
0:05:50 – 0:10:28: Ärztlich assistierter Suizid, Käthes erste Berührung mit Sterbehilfe und die Begleitung einer Freundin in der Schweiz
0:10:28 – 0:16:01: Käthes Aktivismus, Angelikas Verhältnis zum Tod und der Suizid ihres Schwiegervaters
0:16:01 – 0:21:53: Paragraf 217, Bundesverfassungsgericht, Käthes Kampf und der Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben
0:21:53 – 0:25:51: Abnehmende Lebensqualität, Angst vor Abhängigkeit und Käthes Entscheidung für den Antrag
0:25:51 – 0:31:35: Antrag bei Dignitas, Voraussetzungen, Freiverantwortlichkeit, Alternativen und Ablauf nach einem assistierten Suizid
0:31:35 – 0:39:01: Ärztliches Gespräch, grünes Licht, neue Lebensenergie und der Weg zum festen Termin
0:39:01 – 0:46:43: Die letzten Wochen, der letzte Tag, Freunde, Abschiede, Presse und Vorbereitungen
0:46:43 – 0:52:16: Der Sterbemoment, Angelikas Begleitung und ihr eigener Blick auf selbstbestimmtes Sterben
0:52:16 – 0:55:56: Beerdigung, Abschied, fehlende Informationen und Aufklärungsarbeit
0:55:56 – Ende: Kosten, Sozialfonds, politische Debatte, Worte an Käthe, Zukunftswunsch und Verabschiedung
Das Thumbnail wurde mithilfe von KI generiert.
#selbstbestimmtessterben #sterbehilfe #assistiertersuizid #sterbebegleitung #abschied #trauer #würde
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Weiterführende Informationen:
https://www.dghs.de/
https://infopunkt-sterbehilfe.de/
https://dignitas.ch/
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YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@VonBohnezuBohneWenn Alkohol wichtiger wird als Familie: Co-Abhängigkeit, Klinik, Rückfälle, Scham #98 Sophia
02.08.2026 | 1 Std. 18 Min.Triggerwarnung:
In dieser Folge geht es um Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Rückfälle, Entzug, Krankenhausaufenthalte, körperlichen Abbau, psychische Belastung, Scham, emotionale Manipulation, Überforderung, Gefährdung eines Kindes, Trennung, Jugendamt, Tod durch mögliche Folgen des Alkoholkonsums und Trauer. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Am Anfang ist da Liebe auf den ersten Blick. Sophia und ihr damaliger Mann ziehen schnell zusammen, gründen eine Patchworkfamilie und bekommen später ein gemeinsames Kind. Der Alkoholkonsum wirkt zunächst unauffällig. Ein Glas Wein zur Lieblingsradiosendung, Alkohol auf Feiern, später eine versteckte Wodkaflasche im Büro.
Sophia merkt erst nach und nach, wie stark die Sucht bereits in ihren Alltag eingreift. Sie findet Flaschen, hört Erklärungen, hofft auf Veränderung und glaubt lange daran, dass Liebe, Geduld und Unterstützung reichen können. Doch die Rückfälle kommen immer wieder.
Ihr Mann kommt ins Krankenhaus, macht Entgiftungen und Langzeittherapien. Sophia trägt währenddessen den Alltag. Sie kümmert sich um das Kind, das Haus, Termine, Finanzen, Klinikfahrten und Krisen. Sie nimmt Autoschlüssel weg, sucht Flaschen, ruft den Krankenwagen und versucht, die Familie zusammenzuhalten.
Dabei verliert sie sich selbst immer mehr. Sophia spricht über Scham, Alarmbereitschaft, Erschöpfung und den Moment, in dem sie erkennt: Sie kann ihn nicht retten.
In dieser Folge geht es um Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Rückfälle, Familie, Trennung, Verantwortung, Scham, Grenzen und den Tod ihres früheren Mannes. Sophia erzählt nicht von einem schnellen Ausweg. Sie erzählt von einem langen Weg, auf dem sie erst lernen musste, dass Hilfe für einen suchtkranken Menschen nicht bedeuten darf, sich selbst und das eigene Kind zu verlieren.
Zeitstempel:
0:00:00 – 0:01:38: Triggerwarnung und Intro
0:01:56 – 0:09:06: Vorstellung von Sophia, Kennenlernen, Patchworkfamilie, erste Hinweise auf Alkoholkonsum und gemeinsame Schwangerschaft
0:09:06 – 0:17:36: Hauskauf, versteckte Flaschen, Leberentzündung und das erste klare Bewusstsein für die Alkoholabhängigkeit
0:17:36 – 0:25:12: Jobverlust, Hausverkauf, Entgiftung, Langzeittherapie und Hoffnung auf einen Neuanfang
0:25:12 – 0:35:03: Rückfälle, Klinikplätze, Krankenwagen, Flaschensuche, Kontrollversuche und ständige Alarmbereitschaft
0:35:03 – 0:42:12: Scham, familiäre Belastung, eine eskalierte Feier und der Sohn, der Alkohol im Garten findet
0:42:12 – 0:49:51: Flucht zur Freundin, Entscheidung zur räumlichen Trennung, Hausauflösung und letzter Kliniktransport
0:49:51 – 0:58:19: Gefährdung des Sohnes, Wochenenden ohne Schutz, Alkohol in der Wasserflasche und räumliche Trennung
0:58:19 – 1:05:55: Veränderte Vater-Sohn-Kontakte, Vorwürfe, Autounfall, Scheidung, Jugendamt und Logbuch
1:05:55 – 1:12:18: Körperlicher Abbau, Tod des Ex-Mannes, letzte Begegnung und Kontaktverbot zum Schutz des Sohnes
1:12:18 – 1:16:52: Rückblick, Grenzen, Hilfe von außen und Sophias Rat an Angehörige
1:16:52 – Ende: Zukunftswunsch, Verabschiedung und Hinweis auf Unterstützung
#alkoholabhängigkeit #alkoholismus #coabhängigkeit #sucht #suchterkrankung #rückfall #entzug #langzeittherapie #angehörigevonsuchtkranken
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Unterstützung für Angehörige und Freunde von Alkoholiker:innen:
https://al-anon.de/
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YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@VonBohnezuBohneScheidung der Eltern, Manipulation des Vaters: Mit diesen Konsequenzen muss das Kind leben #97 Finja
26.07.2026 | 54 Min.*Hinweis: Diese Folge enthält Werbung und wird unterstützt von der Nummer gegen Kummer.
Wenn du dich in einer belastenden Familiensituation befindest und nicht weißt, an wen du dich wenden kannst, ist die „Nummer gegen Kummer" für dich da. Am Kinder- und Jugendtelefon, in der Online-Beratung sowie am Elterntelefon findest du ein offenes Ohr für deine Sorgen und Ängste – anonym, kostenlos und vertraulich.
Junge Menschen bis 27 Jahre erhalten unter 116 111, per Mail oder im Chat Unterstützung. Eltern und andere Bezugspersonen erreichen geschulte Beratungspersonen unter 0800 111 0550. Informationen zur Online-Beratung, Beratungszeiten und allen Angeboten findest du unter www.nummergegenkummer.de.
Triggerwarnung:
In dieser Folge geht es um Trennung der Eltern, emotionalen Missbrauch, belastende Eltern-Kind-Beziehungen, sexualisierte Gewalt an Minderjährigen, Selbstverletzung, Essstörung, Anorexie, Suizidgedanken, einen Suizidversuch, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Borderline und familiäre Schuldgefühle. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Finja erzählt, wie die Trennung ihrer Eltern ihr Leben verändert hat.
Bis zu ihrem elften Lebensjahr beschreibt Finja ihre Kindheit als behütet und unauffällig. Sie fühlt sich von beiden Eltern gesehen. Doch als ihre Mutter sich von ihrem Vater trennt, verändert sich für Finja vieles von einem Tag auf den anderen. Aus dem Vater, den sie kannte, wird für sie ein Mensch, vor dem sie später Angst hat.
Finja erzählt, wie sie im Wechselmodell lebt, wie ihr Vater über ihre Mutter spricht, sie mit Vorwürfen belastet und versucht, Nähe über Geschenke, Ausflüge und materielle Dinge herzustellen. Sie beschreibt, wie sie sich nicht mehr wie ein Kind fühlt, sondern wie ein Sorgenfresser zwischen zwei Elternteilen.
Später findet Finja heraus, dass ihr Vater wegen sexuellem Missbrauch an Minderjährigen angeklagt wurde. Für sie ist das der Punkt, an dem sie den Kontakt abbricht. Gleichzeitig bleibt Schuld zurück. Hätte sie etwas merken müssen? Hätte sie etwas tun können? Hätte sie früher sprechen sollen?
Sie erzählt von innerer Leere, extremen Gefühlen, Rückzug, Kontrollverlust, Klinikaufenthalten, einem schweren Suizidversuch und dem langen Weg, sich selbst besser zu verstehen. Diese Folge handelt von der Frage, wie ein Mensch weiterlebt, wenn das eigene Zuhause keinen sicheren Ort mehr bietet.
Zeitstempel:
0:00:00 – 0:02:33: Nummer gegen Kummer, Triggerwarnung & Intro
0:01:50 – 0:07:53: Vorstellung von Finja, Kindheit, Trennung der Eltern und der plötzliche Bruch zum Vater
0:07:53 – 0:13:30: Wechselmodell, fehlende emotionale Sicherheit, Geschenke und der Versuch, Nähe herzustellen
0:13:30 – 0:18:49: Emotionaler Missbrauch, Belastung durch den Vater und die Anklage wegen sexuellem Missbrauch an Minderjährigen
0:18:49 – 0:24:42: Zweifel, Geständnis im Gespräch, Schuldgefühle und der Blick auf die betroffene Person
0:24:42 – 0:28:54: Sorge um die Schwester, Jugendamt, Verwahrlosung und Vertrauensverlust
0:28:54 – 0:32:40: Beginn der Selbstverletzung, Essstörung, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kontrolle als Bewältigung
0:32:40 – 0:38:25: Diagnose Borderline, innere Leere, intensive Gefühle und Rückzug
0:38:25 – 0:43:54: Klinikaufenthalte, Ausbildung, erneute Krisen, Anorexie und Selbstverletzung im Wechsel
0:43:54 – 0:48:00: Verstehen der Erkrankung, neue Kontrolle, Alltag, Zukunft und gesündere Entscheidungen
0:48:00 – 0:52:12: Offene Worte an den Vater, Kontaktabbruch und Einordnung von Borderline
0:52:12 – Ende: Zukunftswunsch, Stolz aufs Überleben
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Kontaktdaten Nummer gegen Kummer:
Kinder- und Jugendtelefon: 116 111
Eltern und andere Bezugspersonen: 0800 111 0550
In der Online-Beratung sowie am Elterntelefon findest du ein offenes Ohr für deine Sorgen und Ängste – anonym, kostenlos und vertraulich.
Online-Informationen: www.nummergegenkummer.dePsychoterror durch Stalking – Scham, Verzweiflung, Obdachlosigkeit & Gefängnis #96 Ralf Scharrer
19.07.2026 | 1 Std. 33 Min.Triggerwarnung:
In dieser Folge geht es um Stalking, psychische Gewalt, Kontrolle, Beschimpfungen, Bedrohung, Angst, Isolation, Selbstzweifel, körperliche Belastung, Obdachlosigkeit, Suizidgedanken, Verlust von Besitz, rechtliche Auseinandersetzungen, Gefängnis und Scham. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst. Brich ab, wenn du merkst, dass es dir zu viel wird.
Ralf liebt Menschen, Bühne, Sprache und schöne Dinge. Schon als Kind träumt er davon, Schauspieler zu werden. Zuerst geht er einen anderen Weg: Ausbildung im Reformhaus, eigenes Naturkostgeschäft, Erfolg, Verantwortung und viel Arbeit. Später verkauft er seinen Laden, zieht nach Köln und folgt doch seinem Traum von der Schauspielerei.
Doch eine Begegnung auf einer Kreuzfahrt verändert sein Leben.
Was zunächst wie ein Gespräch und später wie ein zu enger Kontakt wirkt, entwickelt sich schleichend zu Stalking. Ralf erzählt, wie die Anrufe häufiger werden. Erst alle paar Wochen, dann täglich, dann immer wieder in kurzen Abständen. Er beschreibt Beschimpfungen, Druck, Grenzüberschreitungen und das Gefühl, nicht mehr frei entscheiden zu können.
Er zieht nach Köln, startet neu und versucht, Abstand zu gewinnen. Doch die stalkende Person findet wieder Zugang zu ihm. Ralf spricht über Ohnmacht, Scham, Selbstzweifel und darüber, dass er damals kein Wort für das hatte, was ihm passiert. Er erzählt, wie Stalking seinen Körper belastet, wie ihm die Haare ausfallen, wie er krank wird und wie er immer stärker das Gefühl bekommt, sein eigenes Leben nicht mehr kontrollieren zu können.
Zeitstempel:
0:00:00 – 0:01:47: Triggerwarnung und Intro
0:01:47 – 0:10:57: Vorstellung von Ralf, Kindheit, Schauspieltraum, Selbstständigkeit und der Weg nach Köln
0:10:57 – 0:18:55: Begegnung auf der Kreuzfahrt, schleichender Kontakt und erste Grenzüberschreitungen
0:18:55 – 0:26:16: Ständige Anrufe, Beschimpfungen, Selbstzweifel und körperliche Belastung
0:26:16 – 0:34:10: Kein Wort für Stalking, Umzug nach Köln, Paragraf 238 und erneuter Kontakt
0:34:10 – 0:40:38: Krankheit, Rückkehr zur Familie, vermeintlicher Abschluss und ein folgenschweres Treffen
0:40:38 – 0:47:51: Wohnungssuche, Abhängigkeit, Drohungen und der Verlust des eigenen Besitzes
0:47:51 – 0:55:48: Obdachlosigkeit, Scham, Leben am Rhein, Fitnessstudio und letzter Kontakt
0:55:48 – 1:03:50: Bahngleise, Überlebensentscheidung, Begegnung mit Dave und der Weg zur Klage
1:03:50 – 1:13:04: Gerichtliche Auseinandersetzung, Gerechtigkeit, Buchprojekt und rechtliche Grenzen
1:13:04 – 1:22:22: Gefängnis, Aktiv gegen Stalking, Öffentlichkeit und das Parfum „Stalker“
1:22:22 – Ende: Leben heute, Schutz in der Öffentlichkeit, Rat an Betroffene, Zukunftswunsch und Verabschiedung
#stalking #aktivgegenstalking #psychischegewalt #obdachlosigkeit #gewaltbetroffene
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Kontaktdaten Ralf Scharrer:
https://www.instagram.com/ralf.scharrer.neu/
https://www.facebook.com/ralf.scharrer.9
https://ralf-scharrer.com/
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12.07.2026 | 1 Std. 28 Min.Triggerwarnung:
In dieser Folge geht es um Auslandseinsätze der Bundeswehr, Krieg, Massengräber, Minen, Brände, Beschuss, Anschläge, Tod, Suizid von Kameraden, Hinrichtungen, Gewalt gegen Zivilpersonen, PTBS, Flashbacks, Dissoziation, Albträume, Aggression, moralische Verletzung, familiäre Belastung und Todeswünsche. Hör die Folge nur, wenn du dich stabil genug fühlst.
Andreas ist ehemaliger Soldat. Mit 19 kommt er zur Bundeswehr, zunächst ohne den Plan, dort ein ganzes Berufsleben zu verbringen. Er ist gelernter Koch, findet bei der Bundeswehr Struktur, Halt und Kameradschaft. Später wird er Berufssoldat, arbeitet im militärischen Abschirmdienst in der Spionageabwehr und erlebt Auslandseinsätze im Kosovo und in Afghanistan.
In dieser Folge erzählt Andreas, was Krieg, Gewalt und Verantwortung mit einem Menschen machen. Er spricht über seinen ersten Einsatz im Kosovo 1999, über Massengräber, Minen, brennende Gebäude, zerstörte Orte und den Moment, in dem Deutschland für ihn nach der Rückkehr nicht mehr so sicher wirkt wie vorher.
Ab 2006 ist Andreas siebenmal in Afghanistan. In Kundus arbeitet er mit Quellen und Informanten, baut Netzwerke auf und trägt Verantwortung für Menschen, die der Bundeswehr vertrauen. Er berichtet von Angst, Beschuss, Demonstrationen, Bedrohungslagen, getöteten Kontakten und einem Kameraden, dessen Tod ihn bis heute begleitet.
Nach den Einsätzen verändert sich sein Leben. Andreas kann nachts nicht schlafen, braucht Kontrolle, reagiert schneller aggressiv, fühlt sich im Einsatz sicherer als zu Hause und erkennt später: Er lebt mit einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.
Andreas spricht außerdem darüber, warum er heute offen über seine Erkrankung spricht, wie er andere Einsatzveteranen unterstützt und warum Scham, Stigmatisierung und fehlende Hilfe nach dem Dienst für viele Betroffene ein zusätzliches Problem sind.
Zeitstempel:
0:00:00 – 0:01:47: Triggerwarnung & Intro
0:01:47 – 0:10:39: Andreas’ Einstieg bei der Bundeswehrlaufbahn, militärischer Abschirmdienst, Spionageabwehr und Bedeutung von Kameradschaft
0:10:39 – 0:18:24: Identität, Struktur und der erste Auslandseinsatz im Kosovo
0:18:24 – 0:27:25: Aufgaben im Kosovo, Massengräber, Minen, brennende Schule und erste prägende Erfahrungen
0:27:25 – 0:34:53: Rückkehr aus dem Kosovo, fehlende psychologische Begleitung und der Weg Richtung Afghanistan
0:34:53 – 0:43:04: Afghanistan, Kundus, Auftrag, Informanten und Verantwortung für Quellen
0:43:04 – 0:52:26: Gewalt, Bedrohungslagen, Angst um das eigene Leben und Abschied von der Familie
0:52:26 – 1:02:20: Rückkehr nach Deutschland, Reizbarkeit, Kontrollzwang, getötete Informanten und moralische Verletzung
1:02:20 – 1:10:52: PTBS, fehlende Hilfe, familiäre Belastung, Flashbacks, Dissoziation und Regulationsstrategien
1:10:52 – 1:18:54: Offenheit, Stigmatisierung, Versorgungslücken und Kameradschaft unter Einsatzgeschädigten
1:18:54 – 1:24:17: Scham, Ausstieg aus der Bundeswehr, Ehrenamt, Kinder und mögliche Rückkehr in den Einsatz
1:24:17 – Ende: Warnzeichen, Unterstützung für Einsatzveteranen, Bund deutscher Einsatzveteranen, Zukunftswunsch und Verabschiedung
#bundeswehr #auslandseinsatz #veteranen #einsatzveteranen
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Kontaktdaten Einsatzveteranenverband:
https://www.instagram.com/veteranenverband/
https://www.facebook.com/EinsatzVeteranen/
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