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Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian Kutter

Adrian Kutter und Michael Scheyer
Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian Kutter
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5 von 6
  • Adrian, wie ist es deinem Vater Anton gelungen, dass er direkt nach dem Krieg wieder Filme drehen durfte? (Folge 6)
    In dieser Episode von "Liebes Kino, Erinnerungen von Adrian Kutter" setze ich meine Gespräche über das Leben meines Vaters fort, diesmal ab dem Jahr 1940, dem Zeitpunkt, an dem der Film "Weltraumschiff 1 startet" produziert wurde. Ich teile meine Eindrücke von diesem zeitlosen Werk, das auch auf YouTube verfügbar ist, und wir tauchen tief in die Details seiner Entstehung ein. Besonders spannend finde ich, wie mein Vater sein Wissen um die Astronomie und die Filmproduktion kombinierte, um nicht nur einen unterhaltsamen, sondern auch einen in seiner visuellen Umsetzung beeindruckenden Film zu schaffen. Wir diskutieren die kreative und technische Herangehensweise, die er bei der Gestaltung des Films verwendete, einschließlich der faszinierenden Verwendung von Tricktechnik und realistischen Darstellungen der Mondoberfläche. Es ist interessant zu erfahren, dass die beeindruckenden Mondaufnahmen in dem Film nicht nur aus Fantasie entstanden sind, sondern auf den echten fotografischen Arbeiten meines Vaters basieren, die er mit einem besonderen Teleskop machte. Diese Kreativität und technische Expertise fanden wir auch in den Herausforderungen, die mein Vater während der Dreharbeiten erlebte, insbesondere in Bezug auf die Eingriffe, die das nationalsozialistische Regime in die Filmproduktion vornahm. Des Weiteren bietet die Episode Einblicke in die neuen Herausforderungen, die sich für meinen Vater ab 1945 ergaben, als er und seine Familie nach dem Zweiten Weltkrieg in Biberach ein neues Leben aufbauen mussten. Ich erkläre, wie mein Vater es schaffte, ein Kino zu eröffnen und schließlich einen wieder wachsenden Einfluss in der deutschen Filmindustrie auszuüben. Es ist berührend zu sehen, wie er nicht nur als Filmemacher, sondern auch als Astronom eine bedeutende Rolle spielte, insbesondere in Bezug auf den Bau von Sternwarten. Die Erneuerung seines Filmschaffens in den späten 1940er Jahren in der Besatzungszeit zeigt seine Resilienz und Entschlossenheit. Ich erkläre, wie mein Vater schließlich wieder auf die Beine kam und dokumentarische Filme über landwirtschaftliche Kooperativen und heilige Stätten drehte, die in der Nachkriegszeit enormen Anklang fanden. Diese Rückkehr zur Filmarbeit bildet einen faszinierenden Kontrast zur düsteren Vergangenheit und reinigt die Wunden seiner früheren Erfahrungen. Im Laufe des Gesprächs erforschen wir auch die Philosophie meines Vaters über die Filmkunst und die hohen Standards, die er für seine eigenen Produktionen hegte. Ich teile, wie sehr mich seine Leidenschaft für den Film geprägt hat und wie dies meine eigene Karriere im Kino beeinflusste. Diesbezüglich betonen wir die Bedeutung von Qualität und den Anspruch, den das Kino erfüllen sollte – nicht nur als Unterhaltungsmedium, sondern als Kunstform, die das Publikum zur Reflexion anregen kann. Abschließend werfen wir einen Blick nach vorn und besprechen die Themen, die in zukünftigen Episoden behandelt werden, darunter meine eigene Zusammenarbeit mit der Akademie für politische Bildung und die Wiederentdeckung von Filmen, die wichtige gesellschaftliche Fragen aufwerfen, aber nicht mehr gezeigt werden dürfen. Diese fortlaufenden Gespräche bieten nicht nur einen Einblick in die Filmgeschichte, sondern auch eine spannende persönliche Perspektive auf die Entwicklung von Film und Kultur im Deutschland nach dem Krieg.
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    58:49
  • Adrian, wieso hat ein Oscar-Preisträger für Spezialeffekte um Fotos von deinem Vater gebeten? (Folge 5)
    In dieser Episode der Gesprächsreihe mit Adrian Kutter erforschen wir das faszinierende Leben seines Vaters, Anton Kutter, einem Pionier der deutschen Filmkunst. Wir beginnen mit den Anfängen seiner Karriere und seiner Verbindung zur Astronomie, die prägend für seine Filmprojekte war. Adrian berichtet über Anton Kutters bahnbrechenden Film „Weltraumschiff 1 startet“ und die beeindruckenden Tricktechniken, die er einsetzte. Dabei thematisieren wir die Herausforderungen der NS-Zensur, die seinen Schaffensprozess beeinflussten, und wie er sich weigerte, der NSDAP beizutreten. Die Episode beleuchtet sein Erbe und die Auswirkungen seiner kreativen Arbeiten auf die deutsche Filmkunst.
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    55:18
  • Adrian, wie war das, in Jurys der Berlinale zu sitzen und was ist so schlimm an Cannes? (Folge 04)
    In dieser Episode setzen wir unser Gespräch mit Adrian Kutter fort und tauchen tiefer in die faszinierende Welt der Filmfestivals ein. Adrian teilt seine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke aus über 50 Jahren in der Film- und Kinobranche, beginnend mit seiner Verbindung zur Gilde Deutscher Filmkunsttheater. Wir erfahren von seinen ersten Schritten im Festivalwesen, seiner Jury-Erfahrung und dem Gilde Filmpreis, den er seit 1977 begleitet. Besonders die Berlinale nimmt einen großen Teil des Gesprächs ein, wo Adrian über seine Erfahrungen in internationalen Jurys spricht und die Entwicklung des Festivals reflektiert. Zudem vergleicht er die Berlinale mit Cannes und beleuchtet die Herausforderungen und Veränderungen in der Festivalkultur. Cannes, erzählt er, ist ein hochgradig kommerzielles Festival geworden, das auch viel Kriminalität in die Stadt zieht. Und es gibt einen triftigen Grund, warum er es nie wieder besuchen wird.
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    1:00:42
  • Adrian, wie kam es dazu, dass du die Biberacher Filmfestspiele gegründet hast? (Folge 03)
    Im Interview diskutiert Adrian Kutter seine Leidenschaft für das Kino und die Gründung der Biberacher Filmfestspiele, inspiriert von deutschen Regisseuren. Er betont die Notwendigkeit eines interaktiven Austausches unter Filmemachern, um Herausforderungen wie Finanzierung und Zensur zu adressieren. Kutters Festival begann 1978 mit etwa 20 Regisseuren und förderte den Dialog zwischen Filmemachern und Publikum. Zudem schafft er Räume, die junge Talente unterstützen und soziale Interaktion ermöglichen. Kutter reflektiert über die Entwicklung des Festivals, die Einbindung von Dokumentarfilmen und die Herausforderungen bei der Filmkuratierung. Er bleibt optimistisch über die Rolle des Films als Plattform für gesellschaftliche Diskussionen und setzt sich für die Förderung des deutschen Films ein.
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    1:00:33
  • Adrian, wie lange, glaubst du, wird es das Kino noch geben? (Folge 02)
    Michael Scheyer interviewt Adrian Kutter, einen erfahrenen Kinomacher, über dessen Werdegang und Herausforderungen im Kino. Adrian übernahm die Kinos in Biberach und wandelte eines in ein Filmkunsthaus um, um anspruchsvollere Filme zu zeigen. Mit dem Ziel, Kino als kulturellen Raum zu etablieren, förderte er Bildung und Diskussion. Der Besuch von Werner Herzog war ein Wendepunkt und führte zu Netzwerken mit prominenten Filmemachern. Adrian reflektiert über die Konkurrenz durch neue Medien und bleibt optimistisch über die Zukunft des Kinos als sozialen Raum.
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    58:31

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Über Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian Kutter

Die Geschichte des deutschen Kinos ist eng mit Adrian Kutter verbunden. Bereits als Jugendlicher sammelte er Erfahrungen als Kinomacher im väterlichen Kino in Biberach. Schon damals ging es ihm um mehr als das bloße Filmvorführen. "Kino ist mehr als Filmschauen", sagt Adrian Kutter auch heute noch. Als langjähriger Präsident der Gilde Deutscher Filmkunsttheater beeinflusste er in ganz Deutschland die Art und Weise, wie Filme programmiert werden. Und als Gründer der Biberacher Filmfestspiele schenkte er dem neuen deutschen Film einen eigenen Treffpunkt und eine Plattform, auf der sich Publikum und Filmemacher abseits des Rampenlichts treffen und austauschen konnten. In diesem Podcast sammelt der Journalist Michael Scheyer im Auftrag der Filmtage Oberschwaben in Ravensburg Adrian Kutters wertvolle Erinnerungen an die deutsche Filmgeschichte.
Podcast-Website

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