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The St. George Herald
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    Zurück in die Zukunft / Star Trek VI: Das unentdeckte Land

    22.1.2026 | 1 Std. 4 Min.
    Zu unserer Umfrage

    https://forms.gle/Kve2azMeeemd9Bca7

    Heute ist gestern

    Heimlich, still und leise haben wir die Schallmauer zu unserer 100. Folge durchbrochen. Allen, die uns zuhören: vielen Dank! Wer Lust hat, eine kleine Umfrage zu unserem Podcast mitzumachen, findet diese in der Beschreibung.
    Heute geht es zweimal um Science-Fiction, und das ist ja bekanntlich ein Genre, das vor allem von der Gegenwart, von der Realität handelt.

    A) Zurück in die Zukunft / Back To The Future
    Amerikanische Sci-Fi-Komödie von 1985

    Der kauzige Erfinder Doc Brown hat einen DeLorean-Wagen zur Zeitmaschine umgebaut. Als er diese seinem Freund, dem Vorstadt-Teenager Marty McFly, auf dem nächtlichen Rathausmarkt vorführt, wird er von den Terroristen erschossen, denen er den nötigen Treibstoff – das Plutonium – geklaut hat. Marty flieht mit dem Wagen und landet in der einprogrammierten Zeit: im 30 Jahre zurückliegenden 1955. Um seine Rückreise zu organisieren, sucht Marty den jungen Doc Brown im Ort auf. Der erklärt ihm, nur ein Blitzschlag böte genug Energie für dieses Unternehmen. Doch Marty hat noch ganz andere Sorgen: seine Mutter – ein süßer Teenager - verliebt sich in ihn und droht seinen späteren Vater zu verschmähen. Das würde Martys Existenz nachträglich auslöschen ...

    Mühelos trägt uns diese federleichte Klamotte über alle Paradoxien des Zeitreise-Sujets hinweg, was nicht zuletzt an den sympathischen Hauptfiguren liegt, die fortan an ihren Darstellern klebten: der ewige Teenager Michael J. Fox und der liebenswerteste Irre, der sich denken lässt: Christopher Lloyd. Eigentlich eine Teenie-Komödie, absorbierte „Back To The Future“ alle Zielgruppen in Reichweite und überzeugte auch folgende Generationen. Die Gewitternacht an der Rathaus-Uhr wurde zu einer der ikonischen Filmszenen schlechthin. Auch die beiden Fortsetzungen sind sehenswert.

    B) Star Trek VI: Das unentdeckte Land / Star Trek VI: The Undiscovered Country
    Amerikanischer Science-Fiction Film von 1992

    Die Explosion des Mondes Praxis vernichtet die Energieversorgung der Klingonen. Anstatt seine alten Erzfeinde ihrem kläglichen Ende zu überlassen, muss ausgerechnet der pensionsreife Captain Kirk mit seiner Enterprise der klingonischen Delegation unter Kanzler Gorkon und General Chang das diplomatische Geleit geben. Als Gorkon nach einem gemeinsamen Bankett an Bord der Enterprise von Attentätern getötet wird, werden Kirk und Bordarzt Dr. McCoy in einem Schauprozess zu lebenslanger Lagerhaft auf einem vereisten Straf-Asteroiden verurteilt. Mr. Spock muss nun seine Freunde befreien und die wirklichen Mörder finden. Die Zeit ist knapp, denn die die Verschwörer planen bereits das nächste Attentat …

    Die geraden Nummern der Enterprise-Filme mit Captain Kirk & Co sind dufte, die ungeraden sind Gurken, lautet eine alte Weisheit der frühen Nerd-Kultur. In dieser kurzen Glanzliste wird „Star Trek VI“ zuletzt genannt, obwohl die humorvolle, aber niemals alberne Zeichnung der beliebten Charaktere, die Selbstironie der Inszenierung und die Balance, die diese mit den dramatischen Elementen hält, niemals sonst so gut gelungen sind. Die erste Generation des Star-Trek-Universums nimmt mit diesem Film ihren Abschied – spätere Gastauftritte nicht ausgeschlossen.

    Nächste Woche: Freaks und Funny Bones
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    Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke - Aktuelle Filmkritik

    22.1.2026 | 6 Min.
    Zu unserer Umfrage: https://forms.gle/Kve2azMeeemd9Bca7

    Die Bücher aus Joachim Meyerhoffs autobiografischer "Alle Toten fliegen hoch"-Reihe sind so erfolgreich, dass sie längst auch auf der Bühne stattfinden: mehrteilig gelesen vom Autor oder als Theater-Adaptionen. Der Film, um den es heute geht, ist nicht der erste, der darauf beruht.
    Meyerhoff – ursprünglich Schauspieler, inzwischen auch multimedialer Popstar – hat zuletzt mit „Man kann auch in die Höhe fallen“ seine kauzige, lebenskluge Mutter hochleben lassen. Im Kino kehren wir nun zu seinen Jahren als junger Künstler zurück.

    Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
    Komödie von Simon Verhoeven

    Der junge Joachim wird überraschend an einer renommierten Schauspielschule in München aufgenommen und zieht in die Villa seiner trinkfesten Großeltern Inge und Hermann mit ein. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine noch immer schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, folglich eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert. Zwischen diesen und der Schauspielausbildung sucht Joachim seinen Platz im Leben.

    Der Titel ist Goethes „Leiden des jungen Werther“ entlehnt und hat die charakteristische Länge einer Joachim-Meyerhoff-Überschrift. So erzählte „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von des Autors Kindheit auf dem Gelände einer Psychiatrie und der Freundschaft mit einigen der Insassen oder „Die Zweisamkeit der Einzelgänger“ von seinen Jahren als Schauspieler in der Provinz.
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    Blue Velvet / Caché

    15.1.2026 | 43 Min.
    Tief unten im Finstern

    Zwei Filmemacher, die wegen ihrer rätselhaften Filmsprache entweder verehrt oder abgelehnt werden, liefern die beiden Programmpunkte unserer heutigen Präsentation. Mit dem kultigeren der beiden fangen wir an: David Lynch. Einen Film, der ihn über die Maßen beeinflusst hat, haben wir hier schon besprochen – und wurden uns nicht einig: „Carnival Of Souls“. Mal sehen, wie es uns mit diesem Hauptwerk des Meisters ergeht.

    A) Blue Velvet – Verbotene Blicke
    Amerikanischer Thriller von 1986

    Unter der kitschig-heimeligen Oberfläche der Kleinstadt Lumberton tut sich ein Abgrund auf. Der Collegestudent Jeffrey wird durch einige Zufälle dazu verleitet, ihn aufzuspüren und in ihn hinabzusteigen. Da sind zum einen seine brave Zuneigung zur Polizistentochter Sandi und die Ermittlungsdetails, die sie zuhause aufgeschnappt hat; da ist seine Faszination für die Barsängerin Dorothy, die sich regelmäßig vom Sadisten Frank misshandeln lässt; und da ist der seltsame Gegenstand, der alles ins Rollen bringt: ein abgeschnittenes Ohr, das Jeffrey zufällig findet …

    Der Kult um den Regie-Surrealisten David Lynch ruht bis heute auf zwei Säulen: seine als bahnbrechend empfundene TV-Serie „Twin Peaks“ und der perverse Mystery-Thriller „Blue Velvet“. Beider Ereignisse sehen wir durch die staunenden Augen des Schauspielers Kyle MacLachlan, dessen zierlich-rosige Zurückhaltung alles Übrige nur umso alptraumhafter wirken lässt. Von einer nachvollziehbaren Handlung, wie sie in diesem Frühwerk noch anzutreffen ist, hat sich der Regisseur später zunehmend verabschiedet.

    B) Chaché
    Französisch-österreichisches Drama von 2005

    Der Pariser Fernsehmoderator Georges Laurent und seine Frau Anne bekommen anonym Videocassetten zugeschickt, auf denen ihr Wohnhaus von gegenüber gefilmt wurde, stundenlange, ereignislose, unbewegte Aufnahmen. Einer Lieferung ist die Zeichnung eines Gesichtes beigelegt, das aus dem Mund blutet. Als auf einem weiteren Video der Gutshof zu sehen ist, auf dem Georges seine Kindheit verbracht hat, erinnert er sich an Majid, den er als algerisches Flüchtlingskind kennenlernte. Dass dieser heute durchaus ein Rachemotiv hätte, will Georges sich nicht eingestehen, weshalb er Anne nichts von seinem Verdacht erzählt. Sie erfährt doch davon – durch ein weiteres Video. Dann verschwindet Pierrot, der 12jährige Sohn der Laurents …

    Der österreichische Regisseur Michael Haneke brachte es mit verrätselten Filmen zwischen viel Berufserfahrung und dem Studium der Filmgeschichte einerseits und der Missachtung fast sämtlicher Hollywood-Sehgewohnheiten andererseits zu einer bemerkenswerten Karriere. Mit seinen preisgekrönten Alterswerken „Das weiße Band“ und „Liebe“ schaffte er es in der Publikumsgunst sogar bis an den äußersten Rand des Mainstreams.

    Nächste Woche: Zurück in die Zukunft und Star Trek VI: Das unentdeckte Land
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    The Housemaid: Wenn sie wüsste - Aktuelle Filmkritik

    14.1.2026 | 6 Min.
    Seit der Erfolg von „Knives Out“ zur Serie angewachsen ist, hat das uralte und irgendwie gemütliche Genre des Krimi-Kammerspiels, der Thriller in geschlossenen Räumen, wieder Konjunktur. Das passt prima zum Jubiläum der „Queen Of Crime“ Agatha Christie, das dieser Tage in den Mediatheken gefeiert wird. Aber ist der neueste Beitrag „The Housemaid“ auch so witzig wie diese Beispiele?

    The Housemaid - Wenn sie wüsste
    Thriller von Paul Feig

    Die 27-jährige Millie hofft nach der Entlassung aus dem Gefängnis als Hausmädchen bei einem wohlhabenden Ehepaar neu anzufangen. Doch schon bald merkt sie, dass sich hinter der Fassade aus Luxus und Eleganz eine dunkle Wahrheit verbirgt, die weitaus gefährlicher ist als ihre eigene. Ein verführerisches Spiel um Geheimnisse, Skandale und Macht beginnt…

    Sydney Sweeney und Amanda Seyfried spielen die Hauptrollen in dieser Verfilmung eines Bestsellers von Freida McFadden.
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    28 Years Later: The Bone Temple

    14.1.2026 | 23 Min.
    Die ganz große Zombiewelle ist im Abklingen, doch im Kino sind wir mittendrin in einer einschlägigen Serie, die wie es sich gehört als Trilogie angelegt ist.
    Im heutigen Podcast wollen wir u. a. herausfinden, wie notwendig es ist, sich mit der Serie auszukennen, um den aktuellen Film genießen zu können:

    28 Years Later: The Bone Temple
    Horror-Drama von Nia DaCosta

    Nachdem Spike seine Heimatinsel hinter sich gelassen hat, gerät er in die Fänge der Satanistensekte um den Guru „Sir Jimmy Crystal“. Der kleine Junge wird genötigt, sich der Horde anzuschließen. Inzwischen hat Dr. Ian Kelson das Vertrauen eines grobschlächtigen Alpha-Virus-Trägers gewonnen, den er Samson nennt. Als Sir Jimmys Sekte Kelsons Refugium, den „Bone Temple“ entdeckt, erpresst er den Einsiedler, ihn bei seinen Plänen zu unterstützen …

    Angeregt von der Comicserie „The Walking Dead“, die später erfolgreich als TV-Serie umgesetzt wurde, brachte der Brite Danny Boyle den Zombie-Mythos in „28 Days Later“ erfolgreich auf die Leinwand und machte inhaltliche Anleihen. Eine Fortsetzung später, legte er voriges Jahr mit „28 Years Later“ den Grundstein für eine neue Filmreihe, die nun im Kino ihre Fortsetzung findet.

Weitere TV und Film Podcasts

Über KULTFILME

Monty Arnold & Torben Sterner unternehmen einen hilfreichen Streifzug durch die Filmgeschichte, zunächst am Beispiel der Kultfilme – von „Metropolis“ (1927) bis „Pulp Fiction“ (1994). In der laufenden zweiten Staffel halten sie pro Folge einen Kultfilm-Azubi und einem Geheimtipp parat.
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