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Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

Ronny Rüsch
Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast
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5 von 12
  • "Fall for Me": Nackte Haut allein reicht nicht
    Der neue Netflix-Film "Fall for Me" mit Svenja Jung reiht sich äußerlich in die Tradition des erotischen Thrillers ein, doch schon nach kurzer Zeit zeigt sich, dass der schöne Schein trügt. Die Geschichte wirkt konstruiert und vorhersehbar, die Figuren sind dünn gezeichnet und ihre Handlungen wirken selten nachvollziehbar. Auch die Spannung, die sich aus psychologischen Konflikten ergeben könnte, baut sich nicht auf, weil es dem Drehbuch an Substanz fehlt.Die erotischen Szenen sind zwar sauber inszeniert, aber kraftlos und entwickeln keine Intensität. Stattdessen bleibt ein Gefühl von hübsch arrangierten Tableaus, die leblos wirken. Svenja Jung ist in dieser Rolle keine glückliche Besetzung, ihr Spiel bleibt auffallend blass und fügt der ohnehin schwachen Figurenzeichnung keine zusätzliche Tiefe hinzu. So bleibt sie wie der gesamte Film merkwürdig austauschbar. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Kameraarbeit, die zwar stimmungsvolle Landschaften einfängt, diese aber wie dekorative Postkartenbilder wirken lässt, die das Fehlen einer tragfähigen Geschichte nicht überdecken können.Alles in allem entsteht der Eindruck einer Produktion, die mit schönen Oberflächen arbeitet, aber weder durch Spannung noch durch darstellerische Kraft überzeugt und am Ende eher wie eine routinierte öffentlich-rechtliche Fernsehproduktion wirkt als wie ein großer Netflix-Hit. Get full access to Substack von Ronny und Axel at hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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    33:59
  • "Night Always Comes" - ein Film, der alles will und zu viel erzählt
    "Night Always Comes" will viel. Vielleicht zu viel. Der Netflix-Film packt gleich mehrere große Themen in seine knapp zwei Stunden. Armut, Abhängigkeiten, zerplatzte Träume, Gentrifizierung, das Überleben in einer Nacht voller Gewalt und Ausweglosigkeit. Alles wichtig, alles relevant, aber die Wucht dieser Themen erdrückt die Geschichte mehr, als dass sie sie trägt. Statt sich klar auf einen roten Faden zu konzentrieren, springt der Plot von einer Eskalation zur nächsten. Am Ende entsteht das Gefühl, dass der Film zwar vieles anreißt, aber nichts wirklich zu Ende erzählt.Und doch gibt es einen Grund, warum man trotzdem dranbleibt. Vanessa Kirby spielt die Hauptfigur mit einer Intensität, die fast beängstigend ist. Ihre Verzweiflung, ihre innere Zerrissenheit, ihre unbändige Energie, all das wirkt so echt, dass man ihr jede Sekunde glaubt. Kirby macht aus einer überfrachteten Story ein menschliches Drama, das den Zuschauer emotional packt, auch wenn die Inszenierung drumherum oft stolpert.Man merkt, der Film hätte kleiner, fokussierter und klarer sein können. Dann wäre er stärker. Aber dank Vanessa Kirby bleibt er hängen, nicht als perfekt erzählter Film, sondern als Bühne für eine Darstellerin, die in diesem Chaos alles überstrahlt. Get full access to Substack von Ronny und Axel at hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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    37:52
  • "Alien: Earth": Ein mutiger Schritt für das Franchise
    Mit "Alien: Earth" wagt sich das berühmte Filmuniversum zum ersten Mal konsequent ins Serienformat und das Ergebnis ist überraschend frisch. Die Geschichte verbindet die klaustrophobische Bedrohung der klassischen Filme mit einer erweiterten dystopischen Welt, in der mächtige Konzerne längst das Sagen haben. Die Erde ist kein sicherer Ort mehr, sondern ein Schauplatz von Ausbeutung, Armut und technologischer Kontrolle, der sich bedrückend real anfühlt.Visuell überzeugt die Serie auf ganzer Linie. Die Sets wirken detailreich und lebendig, das Creature Design ist furchteinflößend und die Effekte erreichen Kinoqualität. Besonders stark ist die Atmosphäre, die eine Mischung aus kühlem Science Fiction Glanz und schmutziger greifbarer Realität bietet, wie man sie aus den besten Teilen der Reihe kennt.Schauspielerisch sticht Sydney Chandler in der Rolle von Wendy heraus. Ihre Figur bewegt sich zwischen Mensch und Maschine und verleiht der Handlung eine emotionale Tiefe, die weit über das übliche Monster Spektakel hinausgeht. Es geht um Fragen von Identität, Menschlichkeit und Zugehörigkeit, die lange nachwirken.Es gibt jedoch auch kleinere Schwächen. Manchmal wirkt die Serie überladen, als wolle sie gleichzeitig tiefgründig, politisch relevant und actionreich sein. In solchen Momenten verliert die Erzählung leicht an Klarheit. Einige Nebenfiguren bleiben unterentwickelt und das Tempo schwankt spürbar.Trotz dieser Punkte ist "Alien: Earth" die stärkste Erweiterung des Franchise seit vielen Jahren. Sie ist spannend, stilvoll und mutig genug neue Wege zu gehen, ohne den Geist der Reihe zu verlieren. Für Fans ist sie ein Pflichttermin und für Neulinge ein eindrucksvoller Einstieg. Get full access to Substack von Ronny und Axel at hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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    31:05
  • "War of the Worlds": Produktplatzierung statt Plot
    "War of the Worlds" auf Prime mit Ice Cube ist ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Science-Fiction-Klassiker komplett vor die Wand fahren kann. Statt einer epischen Alien-Invasion bekommt man hier einen Bildschirm voll müder Videochats, ein paar uninspirierte Greenscreen-Szenen und CGI, das aussieht, als hätte man es in der Mittagspause auf einem alten Laptop zusammengeklickt.Ice Cube stolpert durch seine Rolle, als würde er sie in einem unbezahlten Werbespot absitzen. Alles, was er sagt, klingt, als käme es frisch vom Blatt. Die größte Bedrohung für die Menschheit ist hier nicht die Alien-Technologie, sondern die dreiste Produktplatzierung: Amazon-Drohnen, Markenlogos und technische Spielereien werden so penetrant in die Handlung geklebt, dass man sich fragt, ob der Film nicht eigentlich nur ein überteuerter Werbefilm ist.Spannung? Fehlanzeige. Atmosphäre? Kaum vorhanden. Statt Gänsehaut gibt es Fremdscham, und anstelle von dramatischen Höhepunkten reiht sich eine belanglose Szene an die nächste. "War of the Worlds" ist kein Science-Fiction-Event, sondern eine cineastische Zumutung. Amazon sollte jedem Zuschauer Schadensersatz überweisen. Get full access to Substack von Ronny und Axel at hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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    45:20
  • "First Steps" ist der Auftakt, den die Fantastic Four verdienen
    Mit "First Steps" gelingt Marvel ein echter Balanceakt. Der Film ist actionreich, unterhaltsam und visuell beeindruckend, gleichzeitig aber getragen von glaubwürdigen Figuren und einer erstaunlich starken Gruppendynamik. Er ist keine One-Man-Show und auch kein CGI-Overkill, sondern ein Ensemble-Film, der die "First Family" des Marvel-Universums endlich so zeigt, wie sie gedacht war. Als Team, das nicht aus coolen Sprüchen besteht, sondern aus Bindung, Konflikten und Vertrauen.Was besonders auffällt, ist das Spiel der vier Hauptdarsteller. Sie wirken nicht wie Castings für ein Poster, sondern wie echte Figuren mit Vergangenheit. Reed Richards ist forsch und brillant, aber innerlich zerrissen. Sue Storm hat als Figur endlich Raum. Sie ist nicht nur die Stimme der Vernunft, sondern selbst komplex. Johnny bringt Tempo und Reibung, ohne zur Karikatur zu werden. Und Ben Grimm, das "Ding", ist mehr als nur ein tragischer Sidekick. Er ist der emotionale Anker des Films.📩 Neue Folgen nie verpassen – Abo sichern Trotz aller Dramatik bleibt "First Steps" ein unterhaltsamer Blockbuster mit spannenden Action-Sequenzen und cleverem Worldbuilding. Der Ton des Films ist dennoch spürbar anders. Die Handlung nimmt sich ernst, ohne dabei schwerfällig zu werden. Der Humor ist präsent, aber nie dominant. Das Tempo bleibt hoch, ohne gehetzt zu wirken. Man spürt eine klare inszenatorische Handschrift, die dem Film sehr guttut.Auch wenn "First Steps" mit einer ganz eigenen Herangehensweise auftritt und in keiner direkten Verbindung zu den früheren Verfilmungen steht, lohnt sich der Blick zurück. "Fantastic Four" (2005) und "Rise of the Silver Surfer" (2007) waren charmant, leichtfüßig und hatten das Talent, ein junges Publikum für das Team zu begeistern. Das Reboot von 2015 dagegen versuchte einen erwachseneren und düsteren Zugang. Erzählerisch nicht immer stimmig, aber visuell ambitioniert. Jeder dieser Filme hatte seine Momente. Doch "First Steps" schafft nun etwas, das den früheren Versionen verwehrt blieb. Der Film bringt Tiefe, Dynamik und Glaubwürdigkeit in Einklang und wird damit zur bisher stimmigsten filmischen Umsetzung der Fantastic Four.Du magst, was wir machen? Dann freuen wir uns über deinen Support. 🖤 Get full access to Substack von Ronny und Axel at hausmeisterronny.substack.com/subscribe
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    48:59

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Über Oscars & Himbeeren - der Film- und Serien-Podcast

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den Podcast rund ums Streamen! Jede Woche stellen der Filmexperte und sein Co-Host Axel Max sich die Frage: Was ist neu bei Netflix, Disney+, Amazon Prime & Co.? Welcher Film erhitzt die Gemüter? Welche Serie wird jetzt schon gefeiert? Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. Du schätzt unsere Arbeit und willst uns einen Kaffee oder ein Bier spendieren: https://www.paypal.com/paypalme/HausmeisterRonny Mehr unter: https://hausmeisterronny.substack.com/ hausmeisterronny.substack.com
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