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Credit to the Edit Podcast

Rainer Nigrelli & Jan Henrik Pusch
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Neueste Episode

62 Episoden

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    Yes or No Games - Wenn Schnitt entscheidet

    12.1.2026 | 1 Std. 6 Min.
    Was passiert, wenn eine einfache Ja-oder-Nein-Frage auf 128 Menschen, 30 Mikrofone und eine virtuelle Welt trifft? Und wie erzählt man daraus eine spannungsgeladene Show, die gleichzeitig Quiz und Reality ist?
    In dieser Folge des "Credit to the Edit Podcast" geht es um genau diese Grenzfrage, erzählerisch wie montagetechnisch.
    Im Mittelpunkt steht die neue Original-Show "Yes or No Games" (zu sehen ab dem 16. Januar 2026 bei Prime Video): ein Format, das klassische Quizmechaniken mit Reality-Elementen und Virtual Production verbindet. Gemeinsam mit den Gästen wird diskutiert, wie Spannung entsteht, wenn hunderte Erzählfäden gleichzeitig entstehen, und wie der Schnitt aus riesengroßen Menge an Material klare Dramaturgie formt. Es geht um Materialaneignung dutzender Tonspuren, um die Frage, wann O-Töne die Spannung erhöhen oder verhindern, und um das ständige Austarieren von Live-Gefühl und erzählerischem Flow.
    Dabei wird schnell klar: Diese Show entsteht nicht erst im Schneideraum. Dramaturgische Entscheidungen werden bereits im Development getroffen: durch Musik, durch Set-Design, durch das immer wiederholte Durchgehen der Show in zahllosen Teammeetings, also eben durch die bewusste Reduktion von Möglichkeiten. Und der Schnitt wird dann zur archäologischen Arbeit: Dialoge freilegen, Figuren finden, Inseln bauen, ohne den Flow des Quiz zu brechen.
    Daher sprechen wir mit zwei zentralen Stimmen der Produktion: der Senior Producerin Anna Eva Heymer und dem Head-Cutter Daniel Quack die zusammen Einblicke geben, wie eng Redaktion, Regie, Producing und Montage bei diesem Format verzahnt waren. Und warum man manchmal erst im Schnitt versteht, was man eigentlich gedreht hat.
     
    Zu Gast
    Anna Eva Heymer ist Senior Producerin bei ITV Studios Germany und verantwortet diverse Show- und Reality-Formate für Streamingplatformen und (klassisches) TV. Mit einem starken Fokus auf Dramaturgie und Formatentwicklung begleitet sie Projekte von der ersten Idee bis in die Postproduktion. Zu den Formaten, an denen sie maßgeblich beteiligt war, zählen Licht aus (2024, Prime Video), Song Clash (2023, VOX), Dance Dance Dance (2016/2017, RTL) und Let's Love – Eine Hütte voller Liebe (2021, RTL Zwei).
     
    Daniel Quack arbeitet seit vielen Jahren als Filmeditor im Reality- und Showbereich. Seine besondere Expertise liegt in der Strukturierung extrem komplexer Produktionen. Zu den Formaten, die er geschnitten hat, zählen Licht aus (2024, Prime Video), Good Luck Guys (Staffel 1 & 2, 2023 / 2024, Joyn) und Let's Love - Eine Hütte voller Liebe (2021, RTL Zwei) sowie Der Promihof (2025, RTL/TV-Ausstrahlung). 
     
    Reinhören! Warum?
    Weil diese Folge zeigt, wie moderne Unterhaltung erzählt wird, nämlich im Wechselspiel von Technik, Intuition und klaren Entscheidungen. Und weil sie eine seltene Innenansicht bietet, wie Schnitt bei großen, komplexen Showformaten wirklich entscheidend ist.
    Timeline-Shortcuts
    00:14 Anmoderation
    03:18 Was ist „Yes or No Games"? Quiz trifft Reality
    08:21 Development: Skripte schreiben für die Realität
    15:15 Die Tonspur-Archäologie: Wenn man hört, aber nicht sieht
    23:05 O-Töne vs. Live-Atmosphäre: Was den Fluss stört
    33:04 Der Cube: Schnitt und Virtual Production
    46:45 Der wichtigste Tipp: Sichten, sichten, sichten!
    52:03 Kategorien: Das Schnitt-Quiz
    64:18 Abmoderation
    Weiterführende Links
    Format
    Yes or No Games – Offizielle Seite bei ITV Studios Germany
    Gäste & Team
    Anna Eva Heymer – Senior Producerin, ITV Studios Germany
    Daniel Quack – Head-Cutter „Yes or No Games"
    Artikel & Pressemeldung
    Yes or No Games – Prime-Video-Pressemeldung: „Yes or No Games: Prime Videos erste Quizshow startet im Januar"
  • Credit to the Edit Podcast

    Montage lehren - Wenn Schnitt Schule macht

    01.12.2025 | 1 Std. 6 Min.
    Kann man Montage unterrichten? Kann man Intuition und Kreativität in einem Seminarraum weitergeben? Oder ist der Schneideraum ein mystischer Ort, dessen Gesetze man nur durch jahrelanges, einsames Schneiden erlernt? Diese Fragen sind so alt wie die Filmschulen selbst. Doch wenn jemand vom Schauspiel vor die Kamera stolpert, um dann dahinter seine wahre Berufung zu finden, lohnt es sich, genau zuzuhören.
    Heute geht es im „Credit to the Edit Podcast" um genau diesen Spagat zwischen Theorie und Praxis. Wir sprechen darüber, wie man Studierenden die Angst vor dem leeren Timeline-Fenster nimmt und warum das Drehbuch manchmal nur eine höfliche Empfehlung ist.
    Zu Gast ist der Filmeditor Kaya Inan, der nicht nur preisgekrönte Filme  montiert, sondern sein Wissen auch u.a. an der Filmakademie Baden-Württemberg weitergibt. Dabei geht es weniger um den erhobenen Zeigefinger, als vielmehr um das „Hosen runterlassen": Kaya berichtet entwaffnend ehrlich, warum er seinen Studierenden auch mal seine misslungenen Rohschnitt-Fassungen zeigt und weshalb ein „Safe Space" im Schneideraum wichtiger ist als jedes Tastaturkürzel.
    Kaya Inans Weg zur Montage war dabei alles andere als geradlinig. Ursprünglich wollte er Schauspieler werden und landete über ein Casting in einer Gratiszeitung sogar in einem Kinofilm. Doch am Set faszinierte ihn nicht das Rampenlicht, sondern das, was danach passierte. Der Besuch im Schneideraum wurde zur Initialzündung. Heute vermittelt er genau diese Faszination in Seminaren.
    Zu Gast
    Kaya Inan, 1983 im schweizerischen Muri als Sohn türkischer Gastarbeiter geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Filmeditor, der zwischen Schweiz und Deutschland arbeitet. Über ein Streetcasting landete er als Neunzehnjähriger zunächst als Schauspieler in der Schweizer Komödie „Achtung, fertig, Charlie!", entdeckte dort aber seine Leidenschaft für den Schnitt und studierte von 2006 bis 2011 Montage an der Filmakademie Baden-Württemberg, inklusive eines Auslandsjahres an der Ryerson University in Toronto. Heute montiert Kaya Spiel- und Dokumentarfilme wie „Above and Below", „Cahier Africain", „In den Gängen", „Wanda, mein Wunder", „Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes" oder die Serie „Hausen" und wurde u. a. zweimal mit dem Schweizer Filmpreis für die beste Montage sowie dem Bild-Kunst Schnitt Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Schweizer, der Deutschen und der Europäischen Filmakademie und gibt seine Erfahrung als Lehrender an Filmhochschulen wie der Filmakademie Baden-Württemberg und der Zürcher Hochschule der Künste weiter, wo er mit Seminaren zu szenischer und musikalischer Montage die nächste Generation von Filmeditor:innen begleitet. 
    Hört rein, wenn ihr wissen wollt, warum man Filme manchmal am besten lernt, wenn man sie komplett neu erfindet – und warum selbst erfahrene Editoren manchmal nicht weiterwissen (und das völlig okay ist).
     
    Timeline-Shortcuts
    00:00 Anmoderation
    03:20 Kann man Montage lehren?
    05:55 Vom Schauspieler zum Editor: Kayas Werdegang
    15:34 „Entschleunigung": Die Kunst des Sichtens
    18:40 Dozent oder Editor? Über Ehrlichkeit im Unterricht
    28:00 In die Figur hineinversetzen: Empathie als Schnittwerkzeug
    38:30 Musikalische Montage & „Above and Below"
    43:10 Seminar „Reinventing the Scene": Das Drehbuch als Option
    52:56 Kategorien feat. Liv, Jolle, Revan und Viola ❤️
    01:05:41 Abmoderation
    Weiterführende Links
    Kaya Inan – Wikipedia
    Filmakademie Baden-Württemberg
  • Credit to the Edit Podcast

    Manhunt – Cut to the Chase

    01.11.2025 | 1 Std. 8 Min.
    Wer hat als Kind "Räuber und Gendarm" gespielt? Wahrscheinlich alle, aber nicht mit einem 96-stündigen Zeitlimit, quer durch riesige Großstädte, dokumentiert von einer Armada an Kameras. Und das alles mit dem Ziel, über 1000 Stunden Material für den Schnitt zu sammeln. In der neuesten Folge des Credit to the Edit Podcasts geht es tief hinein in die Welt des erfolgreichen YouTube-Formats "Manhunt". Und darum, wie aus einem logistischen und kreativen Albtraum eine fesselnde Action-Reality-Serie entsteht.
    Bei diesen Materialmengen muss ein fünfköpfiges Editor:innen-Team nicht nur die Handlung strukturieren, sondern auch ein striktes chronologisches Diktat einhalten. Die präzise Zeiteinhaltung ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Formats, aber hilft gleichzeitig, der Materialflut Herr zu werden. Dabei muss das Team den typischen YouTube-Rhythmus beibehalten, Figuren aus den chaotischen Aufnahmen formen und dabei die Balance zwischen spannenden Verfolgungsjagden und emotionalen Momenten finden. Eine Karte dient dabei als eine Art Drehbuch-Ersatz, um in der Timeline die Begegnungspunkte von Jägern und Gejagten zu identifizieren.
    Über die Arbeit berichten Peter Rautek, Regisseur und Produzent von "Manhunt". Er entwickelte die ursprüngliche Idee. Unterstützt wird er von Karol Choma, der als technischer Experte und erfahrener Editor die Umsetzung übernahm und die erste Staffel im Alleingang schnitt. Julia Böhmn, die jüngste Verstärkung des Teams, bringt Erfahrung aus dem traditionellen Reality-TV ein und musste sich zunächst an den schnelleren, sprunghafteren Schnittstil anpassen.
     
    Julia Böhm
    Julia Böhm arbeitet als selbstständige Editorin in Wien. Nach Bachelor und Master in Digitalen Medientechnologien an der FH St. Pölten war sie zunächst in einer Fernsehproduktionsfirma tätig, 2018 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit, seit 2022 ausschließlich frei. Sie schneidet vor allem Langformate für das Fernsehen, darunter Dokumentationen und Reportagen; Manhunt ist ihr erstes Projekt im YouTube-Bereich.  
     
    Peter Rautek
    Peter Rautek ist Regisseur, Autor und Produzent. Mit seinem Unternehmen RTX Film realisierte er zahlreiche Reportagen und Dokumentationen für Sender in Österreich, Deutschland und der Schweiz und arbeitet daneben an Kurz- und Spielfilmen. Als Mitentwickler und Spielleiter von Manhunt verantwortet er gemeinsam mit Karol Choma das Format und führt die Manhunt Media GmbH.  
     
    Karol Choma
    Karol Choma ist Editor und Regisseur mit Medientechnik-Ausbildung und beruflichem Einstieg über den Tonbereich in die Postproduktion. Nach mehreren Jahren Festanstellung arbeitet er seit 2017 freiberuflich an Fernsehinhalten und Formatentwicklungen, häufig in Zusammenarbeit mit Peter Rautek. Er ist Mitentwickler von Manhunt und arbeitete an der ersten Staffel als Editor.  
     
    Ob beim Weglassen bestimmter Storylines oder bei der konsequenten Anwendung des Mottos „Kill your darlings", die Gäste machen deutlich: Die gesamte Dramaturgie der Serie entsteht im Schneideraum. Wie das Team auf Community-Kritik reagierte und daraufhin die Regeln für die dritte Staffel anpasste, welche Shortcuts bei der Organisation des Materials helfen und warum eine Staffel nicht zu viele Folgen haben darf, all das wird in dieser Folge besprochen.
    Jetzt reinhören in den Credit to the Edit Podcast und einen Einblick bekommen in die aufwändige Montage eines der spannendsten Reality-Formate auf YouTube.
     
    Timeline-Shortcuts
    00:06 - Anmoderation
    03:12- Gesprächsstart / Was ist MANHUNT?
    12:32 - Material & Rollen: Wie schneidet man 1000 Stunden?
    20:50 - Chronologie, Minimap & Spannung im Schnitt
    50:19 - Kategorien
    66:01 - Abmoderation
     
    Links
    Manhunt – YouTube-Kanal
    Manhunt (Website)
    Manhunt S3: „0 | MANHUNT New York | Es beginnt"
    Manhunt S2: Folge 1 „Die Flucht in die Zonen"
    Manhunt S2: Folge 10 „In der Falle"
    The Race – offizieller Kanal
    The Race – Staffel 1 Playlist
    7 vs. Wild – YouTube
    7 vs. Wild – Wikipedia
    „Das Millionenspiel" – Wikipedia
  • Credit to the Edit Podcast

    Amrum – Berührend montiert

    08.10.2025 | 1 Std. 12 Min.
    Willkommen zu einer neuen Episode des Credit to the Edit Podcasts! In dieser Sonderausgabe präsentieren wir erneut ein Crossover mit dem Podcast „Hinter der Kamera" und tauchen ein in die Welt des Filmschnitts, fokussiert auf den Film "Amrum" von Fatih Akinn ach einem Drehbuch von Hark Bohm, der am 9. Oktober in Deutschland in die Kinos kommt. Rainer Nigrelli und Timo Landsiedel begrüßen dazu Filmeditor Andrew Bird und parallel beleuchtet die Episode des Podcasts „Hinter der Kamera" die Bildgestaltung von "Amrum" mit dem DoP Karl Walter Lindenlaub.
    Es gibt Geschichten, die schneiden sich selbst, und solche, die man Schicht für Schicht freilegen muss. "Amrum" gehört zur zweiten Sorte. In der neuen Folge des Credit to the Edit Podcasts tauchen wir gemeinsam mit Editor Andrew Bird tief in den kreativen Prozess hinter diesem Film ein: ein Werk über eine deutsche Kindheit während des Zweiten Weltkriegs und die Suche nach Zugehörigkeit.
    Andrew, der seit fast dreißig Jahren mit Fatih Akin zusammenarbeitet, öffnet den Schneideraum und erzählt, wie sich aus einem 240-seitigen Drehbuch ein konzentrierter, emotional präziser Film entwickelte. Dabei wird deutlich: Schnitt ist hier kein nachträglicher Eingriff, sondern Teil des Erzählens selbst. Schon in der Drehbuchphase liest Andrew Fassungen, gibt Feedback, diskutiert Strukturen und hilft mit, das Tempo und die Perspektive des Films zu formen. „Manchmal entdeckt man erst im Schnitt, worum es wirklich geht", sagt Bird. Und spricht damit nicht nur über Amrum, sondern über die Essenz der Arbeit von Filmeditor:innen.
    Zwischen Lesungen im Büro, täglichen Telefonaten während des Drehs und Testscreenings entstand eine intime Zusammenarbeit, die weit über technische Montage hinausgeht. Andrew beschreibt, wie er und Akin in stiller Verständigung Entscheidungen treffen, Szenen kürzen, Strukturen verschieben. Und wie das Vertrauen aus jahrzehntelanger Arbeit ihnen erlaubt, filmisches Neuland zu betreten.
    Andrew Bird ist ein in London geborener Filmeditor, der überwiegend im deutschen bzw. europäischen Arthouse-Kino arbeitet. Er schnitt unter anderem Gegen die Wand, Auf der anderen Seite und Soul Kitchen und gewann 2008 den Deutschen Filmpreis („Lola") für Auf der anderen Seite. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen Absolute Giganten, Gut gegen Nordwind, A Symphony of Noise sowie Mohammad Rasoulofs Oscar®-nominierter Film Die Saat des heiligen Feigenbaums (2024), der ihm erneut eine Lola-Nominierung einbrachte sowie eine Nominierung für den Besten Schnitt beim Montagefestival "Edimotion". Andrew lebt in Hamburg, Bird ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
    In dieser Folge geht es um Vertrauen, um das richtige Tempo und um die Kunst, einen Film durch Weglassen größer zu machen.
     
    Timeline-Shortcuts
    00:06  Anmoderation
    01:22  Gesprächsstart / Wie Andrew zum Projekt Amrum kam
    06:51  Drehbuchprozess und frühe Zusammenarbeit
    16:40  Die besondere Arbeitsbeziehung zu Fatih Akin
    25:20  Erste Schnittfassungen und was gestrichen wurde
    36:00  Kinderperformance schneiden & Herausforderungen im Detail
    46:10  Testscreenings und die Rolle der Frauenfiguren
    60:55  Kategorien
    69:00  Abmoderation
     
    Weiterführender Link
    Podcast-Crossover mit Hinter der Kamera: Timo Landsiedel und Rainer Nigrelli im Gespräch mit DoP Karl Walter Lindenlaub
    Links
    Amrum – Wikipedia
    Amrum – Festival de Cannes (Press Kit & Credits)
    Amrum – Beta Cinema (Produzentenseite)
    Amrum – Variety Review (Cannes-Premiere)
    Amrum – ScreenDaily Review
    Artikel über Dreharbeiten & Projektankündigung
    Andrew Bird (Filmeditor) – Wikipedia
    Andrew Bird – IMDb
    Head-On – Wikipedia
    Soul Kitchen – Wikipedia
  • Credit to the Edit Podcast

    Der Schuh und das Kanu des Manitu – Slapstick, Story, Schnitt!

    31.8.2025 | 1 Std. 7 Min.
    Wer über „Der Schuh des Manitu" spricht, sagt meist auch Michael „Bully" Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz. Man denkt an über 11 Millionen Kinozuschauer, einen der größten deutschen Kinoerfolge. Aber kaum jemand nennt Alexander Dittner, den Editor, der „Schuh" geschnitten hat (und überhaupt alle Projekte von Bully begleitet). Diese Folge ändert das.
    Aus Anlass des Kinostarts der Fortsetzung „Das Kanu des Manitu" geht es im Credit to the Edit Podcast um Alexanders Arbeit am Klassiker, wie auch um das neue Kapitel. Vor allem um den schmalen Grat, Humor präzise zu schneiden und dennoch Raum für den Flow der Story zu lassen. Und darum, wie man eine erfolgreiche Marke für heutige Sehgewohnheiten aktualisiert, ohne die eigene filmische DNA zu verlieren.
    Alexander Dittner erzählt, wie aus einem episch gedachten Einstieg beim „Schuh" eine dynamische Flashback-Eröffnung wurde, warum Produzent Bernd Eichinger zusätzliche Action forderte, und wie man Continuity-Unmöglichkeiten mit Karten auf dem Tisch und handwerklicher Eleganz überlistet. Es geht um Mikro-Timing in Gags, Makro-Bögen in der Dramaturgie und die Frage, wann Slapstick trägt, und wann er ohne Emotion zur reinen Benny-Hill-Nummer verpufft.
     
    Zu Gast:
    Alexander  Dittner, Jahrgang 1967, ist ein deutscher Filmeditor, der seit den späten 1990ern arbeitet und mit Michael „Bully" Herbig nahezu alle großen Kinoarbeiten realisierte. Von „Erkan & Stefan" über „Der Schuh des Manitu" bis „Ballon" und „Tausend Zeilen". Für „Elser – Er hätte die Welt verändert" war er für den Deutschen Filmpreis nominiert.
     
    Ein Plädoyer für den „Safe Space" im Schneideraum, in dem jede Idee erlaubt ist, solange sie dem Film dient. Und für alle, die wissen wollen, wie Nostalgie und Neuerfindung im Schnitt zusammenfinden: jetzt einfach Play drücken.
     
    Timeline-Shortcuts
    00:00  Anmoderation
    03:10  Gesprächsstart
    05:03  Vita
    12:16  Bullyparade: „Learning by doing"
    16:17  „Der Schuh des Manitu"
    19:34  Nachdrehs mit Bernd Eichinger: Lorenfahrt & Zug-Crash – Slapstick als Kino-Motor
    25:31  „Das Kanu des Manitu"
    43:13  Kategorien
    61:43  Safe Space Schneideraum
    66:15  Abmoderation
     
    Links
    Das Kanu des Manitu – Offizielle Filmseite (Constantin Film)
    Der Schuh des Manitu – Offizielle Filmseite (Constantin Film)
    Alexander Dittner – Profil beim BFS
    Michael „Bully" Herbig – Offizielle Website
    Bullyparade – Hintergründe (Wikipedia, EN)
    Ralf Wengenmayr – Offizielle Seite
    „Mumien, Monstren, Mutationen" (NDR-Reihe) – Überblick

Weitere TV und Film Podcasts

Über Credit to the Edit Podcast

"Filmschnitt ist gar nicht so kompliziert!". In dieser Reihe beschäftigen wir uns mit diversen Schnittgenres. In Gesprächen mit Filmeditoren erfahren wir, was den Schnitt in ihrem Bereich ausmacht, wundern uns über Unterschiede und entdecken Gemeinsamkeiten. Egal ob es dabei um den Schnitt eines News-Stücks geht, um einen Youtube-Beitrag, einen Spielfilm oder ein Hochzeitsvideo. Lernt diese Schnittgenres gemeinsam mit uns kennen. Mehr Informationen zu den einzelnen Folgen unter www.credittotheedit.de Feedback gerne an [email protected] Abonniert uns! Das würde uns freuen.
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Generated: 1/22/2026 - 1:00:01 AM