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Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

Lou Schmidt & EDEKA
Cheers! Der Weinpodcast mit Lou
Neueste Episode

216 Episoden

  • Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

    E:201 Die 5 größten Wein-Feinde – und wie ihr sie zu Freunden macht

    05.10.2026 | 20 Min.
    Kennt ihr das? Ihr habt einen richtig guten Wein im Glas – und plötzlich schmeckt er nach gar nichts mehr oder sogar metallisch. Schuld ist oft das Essen auf dem Teller. Lou und Jonas nehmen sich heute fünf berüchtigte Kandidaten vor: Artischocke, rohe Tomate, Spinat, Sauerkraut und alles Scharfe. Für jeden gibt es die Erklärung, warum er den Wein killt – und den konkreten Trick, ab wann es trotzdem klappt. Denn fast jeder Wein-Feind wird zum Freund, wenn man ihn richtig zubereitet, clever kombiniert oder den passenden Wein wählt. Und am Ende löst Lou den Klassiker schlechthin: Was passt eigentlich zu Spargel?
    Wein der Woche
    Finca de la Vega Cava Seco – D.O. Cava, Spanien | Rheinberg Kellerei
    Hergestellt nach der traditionellen Methode in Flaschengärung aus den klassischen Cava-Rebsorten Macabeo, Xarel·lo und Parellada aus dem Herzen Nordspaniens. Frisch, fruchtig, spritzig – mit einer eleganten, harmonischen Süße, 11 % vol. und einer lebendigen Säure. Gut gekühlt serviert ist er der perfekte Begleiter zu Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen – und damit der ideale Kontrapunkt zu einer Folge voller kniffliger Kombinationen. Erhältlich bei EDEKA und edeka24.de
    Die Frage der Woche – von Miriam aus Stuttgart:
    „Ich liebe Spargel, aber sobald ich ihn esse, schmeckt jeder Wein komisch – oft richtig metallisch. Was passt denn wirklich?"
    „Der Trick heißt: grün zu grün. Nimm einen Wein, der selbst eine leicht grüne, krautige Note mitbringt – dann kollidiert nichts. Mein Klassiker: ein Grüner Veltliner. Genauso gut: ein Sauvignon Blanc, ein Silvaner oder ein Weißburgunder. Und dein Joker ist die Beilage: Spargel mit Butter, Hollandaise oder Schinken ist durch das Fett viel weinfreundlicher als Spargel pur. Weißer Spargel ist außerdem milder als grüner – der lässt dir mehr Spielraum."
  • Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

    E 200: Promis & Wein – Herzblut, Hype oder nur ein hübsches Etikett?

    27.09.2026 | 21 Min.
    Happy Birthday, Cheers! Zweihundert Folgen, zweihundert Mal ein Glas Wein – und dazu kommt heute sogar eine Torte mit Kerzen ins Studio. Zum Jubiläum gleich zu Beginn eine kleine Quizfrage: Was haben Brad Pitt, Snoop Dogg, Kylie Minogue und Günther Jauch gemeinsam? Sie alle haben ihren Namen auf einer Weinflasche. Und damit sind wir mittendrin im Thema: Promis und Wein. Lou und Jonas gehen heute der spannendsten Frage nach, die hinter jedem dieser Weine steht – steckt echtes Herzblut drin, oder zahlt ihr am Ende nur für einen berühmten Namen? Ihr erfahrt, aus welchen vier Gründen Stars überhaupt in den Wein drängen, warum ein bekanntes Gesicht auf dem Etikett die Hemmschwelle senkt und so gerade jüngere Menschen zum Wein bringt – und wie aus einer Branche mit inzwischen über 150 Promi-Marken ein Milliardengeschäft wurde. Losgetreten hat den Boom George Clooney, der für den Verkauf seiner Tequila-Marke eine Milliarde Dollar bekam. Lou sortiert das Promi-Regal in drei Typen – vom echten Winzer über den Investor bis zum reinen Marketingwein – und am Ende gibt es eine praktische Einkaufshilfe für den nächsten Supermarktbesuch. Spoiler: Bei manchen Promi-Weinen zahlt ihr das Promigesicht mit.

    Wein der Woche
    III Freunde Grauburgunder 2025 – Rheinhessen, Deutschland | III Freunde GmbH, Bernkastel-Kues
    Passend zur Folge steht heute ein echter Promi-Wein im Glas – und zwar der bestverkaufte der Marke. 2017 haben Joko Winterscheidt, Matthias Schweighöfer und die rheinhessische Winzerin Juliane Eller III Freunde gegründet; streng genommen müsste es heute „Zwei Freunde" heißen, denn Juliane Eller ist inzwischen ausgestiegen. Im Glas bleibt trotzdem Deutschlands Liebling: ein Easy-Drinking-Grauburgunder, fruchtig und angenehm frisch, mit feiner Birne und Apfel – ein Wein, den man einfach gut ausschenken kann. Lou sagt es ganz offen: Für die Flasche zahlt ihr vier, fünf Euro mehr als bei einem vergleichbaren Grauburgunder direkt vom Familienweingut in Rheinhessen oder in der Pfalz. Dafür ist er solide, macht nichts verkehrt und ist genau das, was draufsteht: unkomplizierter Genuss. Erhältlich bei EDEKA und edeka24.de.

    Die Frage der Woche – von Stefan aus Hamburg:
    „Ich stehe im Supermarkt vor einem Promi-Wein und frage mich: Lohnt sich der überhaupt – oder zahle ich nur für den Namen?"
    „Ein Prominame ist kein Qualitätssiegel, aber auch kein Warn- oder Stoppschild. Nehmt die Flasche mal aus dem Regal und schaut aufs Vorder- und aufs Rückenetikett. Je mehr Information ihr dort findet, desto besser: Ist es ein echtes Weingut? Ein ernsthafter Partner? Oder reines Marketing? Und lässt sich herausfinden, wer hinter dem Wein steht und woher die Trauben kommen? Beim III Freunde Grauburgunder steht auf dem Rückenetikett nur „Abfüller: III Freunde GmbH, abgefüllt in Bernkastel-Kues" und „Deutscher Qualitätswein, Rheinhessen" – ihr wisst also, dass der Wein aus Rheinhessen kommt, aber nicht, woher genau. Findet ihr auch per Handy kaum Informationen, lasst die Flasche lieber stehen. Findet ihr aber heraus, dass sich die Marke mit einem konkreten Weingut zusammengetan hat, ist das ein gutes Zeichen. Und bei Weinen wie denen von Othegraven wisst ihr ohnehin, woher sie kommen – da steht kein Günther Jauch auf dem Etikett, dafür ein Weingut mit Namen und Geschichte. Mein Tipp: immer mal die Suchmaschine anwerfen. Und Etiketten lesen – ein Etikett verrät euch sehr viel darüber, wie ein Wein gemacht wurde und woher er kommt, egal ob viel oder wenig draufsteht. Nicht nur die schicken bunten Bilder vorne."
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    E 199: Wein vom Vulkan – Weingenussreise Kanaren

    21.09.2026 | 19 Min.
    Weinberge auf einem Vulkan, mitten im Atlantik, näher an Afrika als an Europa – und aus uralten Reben, die es so fast nirgends sonst auf der Welt gibt. Willkommen auf den Kanaren! Klar kennt ihr die Inseln als Urlaubsziel. Aber Wein? Und was für einer. Lou und Jonas klären heute alles: Wo liegen die Kanaren, welche Inseln gehören dazu, welche davon machen Wein – und welche Rebsorten und Stile erwarten euch dort? Von der Mondlandschaft La Geria auf Lanzarote, wo jede Rebe einzeln in einem Vulkanasche-Trichter wächst, bis zu den höchsten Weinbergen Spaniens auf Teneriffa. Und am Ende kommt das Wein-ABC mit einem echten Schatz der Weingeschichte – Stichwort: wurzelechte Reben.
    Wein der Woche
    grey Grauburgunder – Rheinhessen, Deutschland | Rheinberg Kellerei
    Alles andere als grau – der „grey" ist ein lebendiger, trockener Grauburgunder aus Rheinhessen, ausgezeichnet mit 88 Punkten beim Falstaff-Tasting und der Silbernen Kammerpreismünze Rheinland-Pfalz. In der Nase fein duftend nach Birne, Apfel und würzigen Kräuternoten. Am Gaumen frisch, vollmundig, gut ausbalanciert mit kräftiger Säure und einer langen Frucht. Sortentypisch und alltagstauglich – perfekt zu hellem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Erhältlich bei EDEKA und edeka24.de
    Weinlexikon: W wie Wurzelechte Reben (Pie Franco)
    Ende des 19. Jahrhunderts vernichtete die Reblaus – ein winziger Schädling aus Amerika – fast den gesamten europäischen Weinbau. Die Lösung, bis heute weltweit Standard: europäische Edelreben werden auf widerstandsfähige amerikanische Wurzeln gepfropft. Rund 80 Prozent aller Reben der Welt stehen heute auf einer solchen „fremden" Unterlage. Die Kanaren aber hat die Reblaus nie erreicht – der sandige Vulkanboden und die Insellage haben die Reben geschützt. Heißt: Sie stehen bis heute auf ihren eigenen Wurzeln, „wurzelecht" – manche Stöcke über 200 Jahre alt. Hier haben Rebsorten überlebt, die anderswo längst ausgestorben sind, und genau das erklärt die einzigartige Sortenvielfalt der Inseln. Ein ehrlicher Nachtrag: Ganz ungestört ist dieser Schatz seit Kurzem nicht mehr. Im August 2025 wurde erstmals die Reblaus auf Teneriffa entdeckt – bislang nur an wenigen Reben in aufgegebenen Weinbergen. Die Insel kämpft jetzt um den Erhalt dieses einzigartigen Erbes.
  • Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

    198: Gaumarjos! – Weine aus Georgien, der Wiege des Weins

    13.09.2026 | 24 Min.
    „Gaumarjos!" – auf euch, auf's Leben, Prost! Georgien ist das älteste Weinland der Welt: über 8.000 Jahre Weingeschichte, mehr als 525 einheimische Rebsorten, Tonkrüge im Boden und Festmähler, die kein Ende nehmen. Lou war 2025 eine Woche vor Ort – zwischen Weinbergen, Qvevri-Kellern und einer Supra, die sie so schnell nicht vergisst. Heute nimmt sie euch mit: Ihr lernt drei georgische Weine kennen, die ihr direkt nachkaufen könnt, versteht was ein Amber Wine ist, warum ein Qvevri viel mehr ist als ein Tontopf – und bekommt Lous persönliche Reisetipps für Tiflis. Georgische Weine sind zugänglich, qualitativ stark und voller Charakter. Traut euch ran!

    Mehr Infos, Wein-Entdeckungen und Tipps zur georgischen Weinwelt unter weine-aus-georgien.de und auf Instagram unter @weineausgeorgien.

    Weine der Folge
    8K Ancient Red halbtrocken – Teliani Valley, Kachetien | Wein der Woche
    100 % Saperavi – Georgiens bedeutendste rote Rebsorte, vergleichbar mit Cabernet Sauvignon in Stärke und Charakter. 8K steht für die 8.000 Jahre Weingeschichte dieses Landes. Im Qvevri ausgebaut, mit dunklem Rubinrot im Glas, Aromen von wilden Beeren, Zuckerpflaume und reifer Kirsche. Viel Grip, wuchtiges Aroma, angenehme Säure, ein samtiger Hauch und ein langer Abgang – mit einer Spur ungezähmter Qvevri-Wildheit. Halbtrocken, 12,5 % vol. Ideal zu Geflügel, Rinderschmorbraten und cremigen Pastagerichten.
    Tbilvino Rkatsiteli 2024, trocken – Kachetien
    100 % Rkatsiteli (sprich: „Rkats-i-téli") – die meistangebaute weiße Rebsorte Georgiens, eine der ältesten autochthonen Trauben der Welt. Klassisch europäisch im Stahltank ausgebaut, also ganz ohne Qvevri. Im Glas hellgelb, in der Nase Zitrusfrüchte und grüner Apfel, am Gaumen frisch, knackig, schön trocken. 11,5 % vol. Ein idealer Einstieg, wenn ihr georgischen Wein zum ersten Mal probiert.
    Vazisubani Estate „Kisi Qvevri" – Kachetien | Amber Wine
    100 % Kisi (sprich: „Kie-ssi") – eine alte einheimische Sorte, die sich besonders gut für den traditionellen Qvevri-Ausbau eignet. Der Most verblieb mitsamt Traubenschalen und Kernen monatelang im Qvevri im Boden – das Ergebnis ist kein Weißwein mehr im klassischen Sinne, sondern ein Amber Wine. Im Glas schimmert er strohgold bis bernstein. In der Nase reife und getrocknete Früchte – Aprikose und Quitte – dazu eine feine Honignote. Am Gaumen viel Struktur, sanfte Tannine, trocken und lang. Vazisubani Estate ist eines der Aushängeschilder der georgischen Qvevri-Renaissance, naturnah auf rund 35 Hektar bewirtschaftet. Ideal zu würzigem Essen, weißem Fleisch oder kräftigem Käse.

    Die Frage der Woche – von Tina aus Bayreuth:
    „Welche Tipps hast du für eine Reise nach Georgien?"
    „Unbedingt der Mother of Georgia einen Besuch abstatten und den Blick über Tiflis genießen. Ein Glas Wein am Wine Window trinken – Tiflisis Antwort auf Florenz! Die Wine School besuchen und sich durch Georgiens Rebsorten verkosten. Für Weinbars empfehle ich Warehouse im Stamba Hotel, Sadzvele, Wine Merchants und G.Vino. Zum Essen unbedingt ins Barbarestan oder ins Littera."
  • Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

    EP 197: Weinlese 2026: Der früheste Start aller Zeiten

    06.09.2026 | 28 Min.
    Mitten in der laufenden Lese nehmen Lou und Jonas diese Folge auf. In allen deutschen Weinanbaugebieten hat die Ernte so früh begonnen wie noch nie, rund vier Wochen früher als vor dreißig, vierzig Jahren. Fast alle Rebsorten sind gleichzeitig reif geworden, die Lese drängt sich in wenige Wochen zusammen. Dazu kommen O-Töne direkt aus den Weinbergen: von der Nahe, vom Bodensee, aus der Südsteiermark und dem Weinviertel. Ihr erfahrt, warum die Betriebe bewusst früh lesen, was die Säurezahl aus Österreich bedeutet und wie es um die Qualität des Jahrgangs steht. Und es gibt einen bitteren Teil, den man dazusagen muss.
    Wein der Woche
    Rheinberg Kellerei Bio Riesling trocken, Rheinhessen
    Erhältlich bei EDEKA.
    Weinlexikon: V wie Verjus
    Verjus ist der Saft unreifer Weintrauben, der geerntet wird, bevor die Beeren vollständig ausgereift sind. Er ist sehr säurereich, enthält kaum Zucker und wird in der Küche als mildere Alternative zu Essig oder Zitronensaft verwendet, zum Beispiel in Saucen, Dressings oder zur Fleischveredelung. Der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich „grüner Saft".
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Über Cheers! Der Weinpodcast mit Lou
„Über Wein kann man eigentlich nie genug wissen“, sagt Lou Schmidt. Als Wein-Expertin kennt sie sich bestens aus mit Rebsorten und Regionen, mit Säure und Süße – mit Korken und mit Schraubverschluss. In „Cheers! Der Weinpodcast mit Lou” schenkt sie uns großzügig Weinwissen ein – handgelesen, leicht verständlich und mit trockenem Humor. Was passt zu welchem Essen? Welche Rolle spielen Terroir und Tannine? Und warum gibt es überhaupt so große Qualitätsunterschiede? Co-Host Jonas Frank sorgt mit den richtigen Fragen dafür, dass dein Wissensdurst in Sachen Wein gestillt wird. Außerdem stellt Lou jede Woche einen Wein vor. Weitere Infos zu unserem Podcast findest du unter edeka.de/cheers. Besuche uns auch gerne auf Instagram: https://www.instagram.com/cheers_weinpodcast/
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