Na, wer von euch ist schon mal auf einem Konzert oder beim Plattenhören zusammengezuckt, weil etwas so richtig peinlich war? In dieser Folge BLECH geht es um Cringe und Coolness – und zwar in der Eigen- und in der Fremdwahrnehmung der Szene.
Ist es cringe, Metalfan zu sein? Gelten im Metal andere Dinge als cool als im Mainstream? Welche Stilrichtungen, Bands oder Looks finden wir in der Szene so richtig peinlich? Und wieso gibt es eigentlich so viele metallische Selbstparodien? Schämt sich der Metal hier etwa für sich selbst?
Martina beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Coolness, Justus hat sich damit auseinandergesetzt, was es über den Zeitgeist jüngerer Generationen aussagt, dass "cringe" so omnipräsent ist. Gemeinsam finden wir heraus, was Metal als Genre und Szene vielleicht ganz anders macht als die Massenkultur und teilen unsere gnadenlos subjektiven Einschätzungen: Schwarz-weiß-Ästhetik, Fusselbärte, Pathos-Balladen, Uralt-Bandshirts, Party Power Metal, knappe Ansagen, Kronkorken auf der Kutte, der D-Beat, Christopher Lee, Alan Averill oder Ihsahn – was davon finden wir cool? Und was ganz doll cringe?
Außerdem geht es um die unsichtbare Orange, Headbangen in der Kirche, die Erfindung der Bürokutte und die Frage, ob das Didgeridoo das Growling unter den Musikinstrumenten ist.